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Rückkehr nach Frankfurt: Du-Ri Cha.
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Rückkehr nach Frankfurt: Du-Ri Cha.

Freiburger, Ex-Frankfurter- Du-Ri Cha

Wieder vorne dabei

Der junge Vater Du-Ri Cha greift an - und Freiburg freut sich aufs Auswärtsspiel.

Von Christoph Ruf

Am Mittwoch war Du-Ri Cha nicht zu sprechen. Er sei auf dem Nachhauseweg, hieß es dazu auf der SC-Geschäftsstelle. Und zwar nicht zu seiner Wohnung im Süden von Freiburg, sondern nach Südkorea, wo seine Frau das erste gemeinsame Kind zur Welt gebracht hat. Sein Einsatz in der Frankfurter Arena ist allerdings nicht gefährdet. Die SC-Pressestelle versichert, der Flug zur Entbindung sei als "Kurztrip" zu verstehen.

Die Eintracht-Fans werden ihren verlorenen Sohn also wieder sehen, jenen Mann, der überall, wo er bislang spielte, Publikumsliebling war. Aber nirgends wurde er so verehrt wie in Frankfurt, der Stadt, in der er 1980 als Sohn der Stürmer-Legende Bum-Kun Cha geboren wurde und in der er die ersten neun Jahre seines Lebens verbrachte. Später, von 2003 bis 2006, spielte der gelernte Stürmer dann ja selbst bei der Eintracht.

Es wäre Geschichtsklitterung, würde man behaupten, dass er sich vor des Gegners Tor besonders kaltblütig gegeben hätte. In 58 Bundesligaspielen traf er ganze viermal. Schon gegen Ende seiner Zeit in Frankfurt stellte ihn der damalige Trainer Friedhelm Funkel als Rechtsverteidiger auf, Jürgen Klopp funktionierte ihn in Mainz dann zum Abwehrspieler um. Doch die Verantwortlichen verloren bald das Vertrauen in seine taktische Lernfähigkeit. Cha wechselte in die zweite Liga zur TuS Koblenz. Deren Trainer Uwe Rapolder, so berichtet Cha heute, hatte ihm versprochen, seine Laufbahn zu konsolidieren: "Ich bringe dich wieder in die erste Liga."

Rapolder sollte Recht behalten. Im Sommer ging Cha zum Aufsteiger SC Freiburg. Die badischen Journalisten staunten nicht schlecht, als in den Vorbereitungsspielen tatsächlich der Neuzugang die rechte Außenbahn bearbeitete. Eigentlich war Cha nämlich als Backup für Mensur Mujdza eingeplant. Doch der Kroate enttäuscht bislang. Allerdings ist auch Cha seinen Platz hinten rechts wieder los.

Nachdem er zum Rückrundenstart den zweiten HSV-Treffer verschuldet hatte, setzte ihn Trainer Robin Dutt zunächst auf die Bank. Und zog ihn beim nächsten Auswärtsspiel in Leverkusen ins rechte Mittelfeld - seither sichert Nachwuchsmann Daniel Williams hinten ab. Vorne, so der Trainer, könne Cha seine Schnelligkeit gewinnbringender einsetzen. Er hätte wohl auch sagen können: Dort führen seine Fehler nicht so schnell zu Gegentoren.

Nicht erst seit seinem Eigentor gegen die Bayern im Oktober zieht nämlich hin und wieder ein Raunen durchs Freiburger Stadion, wenn Cha letzter Mann ist. Früher hätte ihn so etwas schnell aus der Bahn geworfen, berichtete er im Sommer. "Wenn blöde Sprüche von Mitspielern kamen, hat mich das schon sehr unsicher gemacht", sagt der nette Herr Cha. Heute könne er besser damit umgehen.

Die Freiburger, die 13 von 19 Punkten auf gegnerischen Plätzen geholt haben, spielen dort zuweilen mit der Frechheit, die sich bei Heimspielen nicht so recht einstellen mag. Zu Hause ist der SC seit fünf Spielen torlos. Auswärts kommt das Hauptmanko des Spiels weniger zum Tragen. Die Krux ist nicht die vermeintlich fehlende Qualität der Stürmer - mit Mo Idrissou und Winterneuzugang Demba Papiss Cissé braucht man den Vergleich mit der Konkurrenz nicht zu scheuen.

Vielmehr erspielt sich der SC zu wenige Chancen, das kreative Potenzial im Mittelfeld ist arg übersichtlich. Hamed Namouchi, der im Dezember geholt wurde, soll für Abhilfe sorgen. Wegen einer Muskelverletzung wird er aber erst in ein paar Wochen spielen können. Und Du-Ri Cha, der Sprinter auf rechts, ist nun auch nicht gerade ein kreativer Kopf.

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