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Perfekte Technik: Sam Lammers trifft zur Führung für Eintracht Frankfurt.
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Perfekte Technik: Sam Lammers trifft zur Führung für Eintracht Frankfurt.

Relegationsplatz verlassen

Wieder kein Sieg für Eintracht Frankfurt - aber Relegationsplatz verlassen

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
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  • Thomas Kilchenstein
    Thomas Kilchenstein
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Die Hessen können mit dem 1:1 beim VfL Wolfsburg in der Fußball-Bundesliga durchaus leben. Sam Lammers erzielt ein Traumtor zur Führung.

Frankfurt am Main - Eintracht Frankfurt wartet auch nach dem fünften Bundesligaspieltag auf den ersten Sieg, ist damit nach Fürth und Bielefeld die einzige Mannschaft, die noch keinen Dreier geschafft hat. Immerhin haben die Hessen auch dem bis dato viermal siegreichen Tabellenführer beim 1:1 (0:1) den ersten Punkt abgeknüpft. Es war zudem das dritte 1:1 in dieser Woche, nach den Partien gegen Stuttgart und Fenerbahec. Am Ende hatten die Frankfurter Fortuna auf ihrer Seite, zum Schluss wirkten die Hessen fast stehend k.o., Sam Lammers, dem ein wundervolles 1:0 gelungen war, sagte hinterher: „Ich habe ein sehr schönes Tor geschossen. Wir wollten aggressiv spielen und auf die zweiten Bälle gehen. Wir haben viel Druck ausgeübt, aber in der zweiten Halbzeit fehlte uns etwas die Energie. Es war eine gute erste Halbzeit, und eine schwächere zweite.“ Durch den Punktgewinn hat Eintracht Frankfurt immerhin den Relegationsplatz verlassen.

Eintracht Frankfurt: Keine Veränderung in der Startelf

Erstaunlicherweise hatte der Frankfurter Trainer Oliver Glasner dieselben elf Spielen das Vertrauen geschenkt, die bereits am Donnerstag in der Europa League in der Startformation standen, also auch Innenverteidiger Martin Hinteregger. Überraschend deshalb, weil sich Hinteregger in diesem Spiel gegen Fenerbahce Istanbul kurz vor Schluss zwei Bänder in der Schulter gerissen hatte und eigenen Worten zufolge daraus eine Schulterläsion davon getragen hatte, normalerweise keine Blessur, mit der zu spaßen ist. Aber Hinteregger hat offenbar gewaltig auf die Zähne gebissen. Glasner geht es ja in diesen Zeiten vor allem darum,.dass sich sein Team einspielt, Automatismen entwickelt, von daher sei es sinnvoll, ein Team nicht ständig umzustellen.

Und der Einsatz von Hinteregger sollte sich als lohnend erweisen, der Kapitän lieferte sich packende Duelle mit Dodi Lukebakio, dem schnellen Flügelspieler, und hielt die Abwehr lange Zeit zusammen. Das war auch erforderlich, weil Eintracht Frankfurt in Wolfsburg, ähnlich wie gegen Istanbul, anfangs überhaupt nicht in die Partie kam. Der VfL, zuvor ungeschlagener Tabellenführer, hatte sofort das Heft des Handelns in die Hand genommen, die „Wölfe“ waren spielbestimmend, hatten die Hessen unter Kontrolle und nach den ersten45 Minuten 57 Prozent Ballbesitz.

Eintracht Frankfurt: Früher Rückstand wäre okay gewesen

Und entsprechende Chancen, Josuha Guilavogui, der seinem Ex-Trainer Glasner bei dessen Abschied aus der Autostadt böse Worte hinterher gerufen hatte, köpfte über das Tor (8.), Kevin Mbabu (12.) verzog mit links, Wout Weghorst traf per Kopf die Latte (16.). Die Frankfurter hätten sich also über einen frühen Rückstand nicht beschweren können. Sie spielten aber auch lange Zeit richtig schlecht: schlampige Abspiele, ungenaue Pässe, Zuspiele ins Nirgendwo, dazu holten sie sich schon nach 45 Minuten drei Gelbe Karten ab (da Costa, Sow, Jakic). Anders als gegen Fenerbahce dauerte es dieses Mal fast eine halbe Stunde, ehe die Gäste nach und nach ins Spiel fanden und ihrerseits wenigstens halbwegs miteinander spielten. Es war Sam Lammers, der Niederländer im Angriff, dem sich eine allererste Torannäherung gelang, seinen Kopfball wischte VfL-Torwart Koen Casteels von der Linie (24.), dann verpasste Filip Kostic eine gute Hereingabe von Rafael Borré um Haaresbreite. Der Kolumbianer war auf der rechten Seite überhaupt nicht ins Spiel eingebunden, ohnehin kamen die Frankfurter, wenn sie denn mal offensiv wurden, vornehmlich über die linke Seite, auf der wieder Erik Durm agierte und seine Sache gut machte.

Über links fiel dann auch der eigentlich überraschende Frankfurter Führungstreffer. Und es war ein wunderschön herausgespielter mit einem sehenswerten Volltreffer in den Winkel: Über Durm kam die Kugel zu Kostic, der ohne zu schauen halbhoch in die Mitte passte, wo Lammers den Ball volley unters Tordach knallte, 38 Minuten waren da gespielt, es war erst der zweite Frankfurter Schuss aufs Tor, und was für ein toller. Es war im übrigen das erste Gegentor aus dem Spielverlauf, das der nun nicht mehr verlustpunktfreie VfL Wolfsburg in dieser Saison schlucken musste.

Und wenn Daichi Kamada kurz vor der Pause bei einem Konter nicht viel zu lange gezögert hätte mit dem Abschluss, Eintracht Frankfurt wäre sogar mit einem 2:0 in die Kabine gegangen.

Eintracht Frankfurt: Kevin Trapp hält die SGE im Spiel

Die Gastgeber brachten nach der Pause Lukas Nmecha ins Spiel und forcierten sofort ihre Bemühungen um den Ausgleich. Gleich zweimal lag er in der Luft, erst schoss Weghorst (55.) allein vor Trapp volley über die Latte, dann entschärfte Torhüter Kevin Trapp einen Linksschuss von Lukebakio (56.).

Die Frankfurter mussten sich in dieser Phase immer weiter in die eigenen Defensive drücken lassen, schafften es immer seltener, für Entlastung zu sorgen. Viel zu häufig schlugen sie einfach nur die Bälle hinten heraus. Aber sie kämpften um jeden Meter, spulten deutlich mehr Kilometer ab als die Wolfsburger..

Und dann war es nach 70 Minuten so weit, die Eintracht hatte auch förmlich darum gebettelt,. Kostic hatte nach einem abgewehrten Eckball den Ball vertändelt, Mbabu auf Luca Waldschmidt gepasst. Dessen Schuss konnte Trapp zunächst noch abwehren, den Abpraller staubte Weghorst zum 1:1 ab. Unverdient war es jedenfalls nicht.

Oliver Glasner nimmt Filip Kostic aus dem Spiel

Unverständlicherweise nahm Trainer Glasner unmittelbar nach dem Tor Filip Kostic aus dem Spiel, unverständlich deswegen, weil der dynamische Serbe der einzige im Frankfurter Team ist, der immer für Torgefahr sorgen kann. Wenn offensiv bei den Hessen was gehen soll, hat Fleißarbeiter Kostic seine Füße im Spiel. Mit zunehmender Spieldauer wurden die Beine der Frankfurter schwer und immer schwerer, drei Spiele in einer Woche forderten ihren Tribut, zudem hatten die Wolfsburger zwei Tage mehr Zeit zur Regeneration.

In den letzten Minuten entwickelte sich dann noch echter Wildwest-Fußball mit Chancen hüben wie drüben, aber auch vielen Unzulänglichkeiten. In der Nachspielzeit erzielte Wout Weghorst das vermeintliche 2:1, doch der Niederländer stand im Abseits. So blieb es beim 1:1, dem neuen Standardergebnis der Frankfurter. (Ingo Durstewitz und Thomas Kilchenstein)

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