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Eintracht Frankfurt auf Werbetour – Wetterau statt Asien

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Von: Thomas Kilchenstein

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Die Lieblinge der Fans: Filip Kostic und Martin Hinteregger
Die Lieblinge der Fans: Filip Kostic und Martin Hinteregger © AFP

Eintracht Frankfurt tingelt durch die Region, um seine Anhänger zurückzugewinnen.

Frankfurt – Zwei Jahre Pandemie haben Vereine schwer gebeutelt, Amateur-Klubs wie Profis. Auch Eintracht Frankfurt hat die Folgen am eigenen Leib spüren müssen, „auch wir müssen Leute emotional zurückholen“, sagt Vorstandssprecher Axel Hellmann. „Nahbar und erlebbar“ müsse die Eintracht bleiben, schauen, wo die Wurzeln sind, und die sind bei aller Globalisierung eher „in der Wetterau“ zu finden „als in Asien“. Deshalb wird Eintracht Frankfurt demnächst durch die hessische Region tingeln, die Traditionsmannschaft „wird als Flaggschiff“ fungieren und Spiele gegen zehn Amateurvereine bestreiten, die sich um eine solche Partie bewerben konnten und denen der Profiklub helfen will, „pandemiebedingte wirtschaftliche Einbußen“ zu kompensieren. 201 (von etwa 2100 hessischen Fußballvereinen) hatten sich mit originellen Videos beworben, darunter der VfR Volkmarsen 1920.

In Volkmarsen war vor zwei Jahren ein Autofahrer absichtlich in einen Rosenmontagsumzug gerast, ein Attentat, das 150 Verletzte forderte. Dass dieser Klub unter den Ausgewählten sei, freue ihn ganz besonders, sagte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier bei einer Pressekonferenz.

Eintracht Frankfurt: Corona-Pandemie hat „Vereinsarbeit wie zuvor unmöglich gemacht“

„Vereine sind der Kitt der Gesellschaft“, sagte Bouffier als Schirmherr der Kampagne, die er als „gelebte Solidarität“ bezeichnete. Das Coronavirus habe in den letzten beiden Jahren „Vereinsarbeit wie zuvor unmöglich gemacht“, sagte der CDU-Politiker, „das macht etwas in der Gesellschaft“.

Die Traditionsmannschaft, die seit mehr als 15 Jahren unter der Leitung von Karl-Heinz Körbel regelmäßig Spiele bestreitet, wird ohne Antrittsgage spielen, alle Einnahmen gehen an die zehn Vereine, die unter der Ausnahmesituation gelitten haben. Auch für die Eintracht ist der Kontakt zur Basis wichtiger den je. Selbstverständlich sind volle Stadien nicht, das hat die Pandemie gezeigt. (Thomas Kilchenstein)

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