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Eintracht Frankfurt: Youngster nach Bundesliga-Debüt auf Wolke sieben

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Von: Johannes Skiba

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Im Sommer wechselte Marcel Wenig vom FC Bayern München zu Eintracht Frankfurt. Am Wochenende durfte er erstmals in der Bundesliga ran.

Frankfurt – Der Kantersieg von Eintracht Frankfurt gegen Bayer Leverkusen ließ viele Spieler auftrumpfen. Daichi Kamada brilliert ein weiteres Mal mit seinen Saisontreffern fünf und sechs. Das kriselnde südamerikanische Sturmduo Lucas Alario und Rafael Santos Borré machte beim Tor zum 5:1-Endstand einen weiteren Schritt aus der Formkrise. Und dann war da noch eine kleine, aber nicht unbedeutende Einwechslung kurz vor Spielende.

Jungspund Marcel Wenig wurde in der 87. Minute für Doppeltorschütze Kamada eingewechselt und durfte sein Debüt in der Bundesliga geben. Der Neuzugang zeigte verständlicherweise überglücklich und beschrieb nach dem Spiel seine Emotionen: „Es war ein unglaubliches Gefühl für mich vor unseren Fans zu spielen. Ich bin unfassbar stolz, ein ganz großes Dankeschön an den Trainer und die Mannschaft, die mich unterstützt haben und mir heute diese Möglichkeit gegeben haben.“

SGE: Wenig schon länger in Glasners Fokus

Bisher kam Marcel Wenig für die SGE nur in der U23 in der Hessenliga und mit der U19 in der Youth League zum Zug. Die Leistungsdaten des offensiven Mittelfeldspielers sprechen dabei für sich. In der U23 spielte der 18-Jährige neunmal, erzielte dabei sechs Treffer und gab darüber hinaus drei Torvorlagen. In der Youth-League, dem Jungendunterbau der Champions-League, steuerte Wenig in vier Partien ein Tor und Assist bei. Die Zahlen stimmen also schonmal.

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Das Bundesliga-Debüt für Eintracht Frankfurt: Marcel Wenig wird für Daichi Kamada eingewechselt. © Simon/imago

Eintracht-Coach Oliver Glasner beobachtete Wenig bereits das ein oder andere Mal in der Hessenliga, sofern der Cheftrainer zwischen Bundesliga-Alltag und Champions-League Reisen die Zeit fand. Gegen Leverkusen stand der U19-Nationalspieler des DFB bereits das vierte Mal im Bundesliga-Kader von Eintracht Frankfurt. Nun kam es endlich zum Einsatz. Glasner ist ein Förderer von Wenig, wie dieser nach der Leverkusen-Partie weiter ausführte: „Der Trainer sagte mir, ich soll Spaß haben, das Spiel genießen und mir Sicherheit holen, der Rest kommt von selbst. In der Bundesliga ist es ein ganz anderes Tempo. Am meisten überrascht hat mich aber die Atmosphäre. Ich möchte mich nun weiter beim Trainer anbieten, damit ich noch weitere Einsätze in dieser Saison sammeln kann. Dafür werde ich im Training alles geben.“

Eintracht Frankfurt: Bald mehr Einsätze für Wenig?

Die Saison der SGE ist lang. Neben der Dreifachbelastung der Bundesliga, der Champions-League und des DFB-Pokals steht für einige Nationalspieler bald schon die WM 2022 an. Marcel Wenig könnte dadurch weiter in den Fokus rücken, da die WM-Teilnehmer, Kamada, Lindström, Sow und – mit ein bisschen Resthoffnung – Mario Götze, alle auf den Positionen eingesetzt werden, auf denen sich auch Marcel Wenig wohlfühlt. Mit Sicherheit haben wir den Debütanten nicht das letzte Mal auf der Bundesliga-Bühne sehen dürfen. (jsk)

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