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Fußball

Geldregen für Eintracht Frankfurt – Aktionär steuert 22 Millionen Euro bei

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
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Der neue Aktionär Sven Janssen bringt 22 Millionen Euro für die Eintracht Frankfurt Fußball AG - eine fast schon ungeheuerlich anmutende Nachricht in Corona-Zeiten.

Frankfurt – Saftige Finanzspritze für die Eintracht Frankfurt Fußball AG: Der Bundesligist aus dem Hessischen erfährt eine Eigenkapitalzufuhr in Höhe von stattlichen 22 Millionen Euro. Das ist in diesen Zeiten, da Corona die Welt und den Fußball auf den Kopf stellt und in Bedrängnis bringt, eine fast schon ungeheuerlich anmutende Nachricht.

Möglich wird der Zugewinn durch eine Umschichtung der Aktionärsstruktur, als neuer Aktionär ist die Herzschlag GmbH mit Sven Janssen an Bord. Unternehmer Janssen, Digitalisierungsfachmann, Unterstützer und glühender Fan der Eintracht, wird auch einen Posten im nun achtköpfigen Aufsichtsrat erhalten, seine Gesellschaft hält künftig fünf Prozent der Aktien. Die übrigen Teilhaber, die Freunde des Adlers (16,81 Prozent), die Freunde der Eintracht (7,30) und die Wolfgang Steubing AG (3,00), treten entsprechend ab. Der Anteil des Vereins Eintracht Frankfurt, der Mehrheitsgesellschafter, bleibt mit 67,89 Prozent unverändert.

Optionsmodell ermöglicht neues Finanzierungskonzept für Eintracht Frankfurt

Das sogenannte Optionsmodell ist 2018 aus der Taufe gehoben worden, es berechtigt den Vorstand, Anteile von den Alt-Aktionären zu kaufen und sie an einen neuen weiterzugeben – für erheblich mehr Geld. Das Konzept ist vom Finanzamt geprüft und abgesegnet worden, und es steht in Einklang mit der 50+1-Regel.

Spiritus Rector der komplexen Finanzkonstruktion ist der frühere Investmentbanker und heutige Aufsichtsratschef Philip Holzer, in der Umsetzung hat sich Finanzvorstand Oliver Frankenbach verdient gemacht. „Ich freue mich, dass es uns bereits 2018 mit Weitblick gelungen ist, Finanzierungskonzepte zu erarbeiten, die wir jetzt umsetzen konnten. Dies schafft nun die Möglichkeit, einen weiteren großen Schritt nicht nur zur Bewältigung der Krise, sondern auch zur Steuerung weiteren Wachstums zu gehen“, sagt Frankenbach.

Die Eintracht Frankfurt Fußball AG erfährt eine Eigenkapitalzufuhr in Höhe von stattlichen 22 Millionen Euro. (Symbolbild/Archivbild)

Eintracht Frankfurt Fußball AG: Einsatz des Geldes für Corona-Schäden und wichtige Projekte

Das Geld soll dazu dienen, die durch die Pandemie entstandene Schieflage ein wenig zu begradigen, aber auch in wichtige Projekte investieren zu können. Und es gibt dem Klub auf dem Transfermarkt Spielraum, ein Teil kann in Neuzugänge investiert werden. Vor allem aber gibt der Geldregen dem Klub Sicherheit und garantiert Stabilität. Das ist in Zeiten, da einige Vereine ums Überleben kämpfen, ein hohes Gut.

Ablesen lässt sich anhand der Transaktion auch, wie hoch in etwa die Unternehmensbewertung liegt, in diesem Fall kann man von einer Summe zwischen 300 und 400 Millionen ausgehen – auch auf diesem Feld verzeichnet der Klub ein enormes Wachstum. Zum Vergleich: 2013 wurde ein fünfprozentiges Aktienpaket für 1,25 Millionen veräußert. (Ingo Durstewitz)

Rubriklistenbild: © Max Maiwald/imago-images

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