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Wackelig

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
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90 Minuten Aussprache. Danach ein Friedensabkommen: "Keine Dissonanzen." Das ist Nonsens, meint Ingo Durstewitz.

Jetzt haben sie sich also wieder zusammengerauft, die beiden Alpha-Tiere Heribert Bruchhagen und Michael Skibbe. Nach einer 90-minütigen Aussprache stand das Friedensabkommen. Es steht auf sehr, sehr wackeligen Beinen.

Skibbe ist mit einem blauen Auge davongekommen. Dieses Mal hing sein Job am seidenen Faden. Allen gegenteiligen Beteuerungen zum Trotz. Er hatte es übertrieben mit den Sticheleien. Umso verwunderlicher, was Bruchhagen am Dienstag öffentlich erklärte. Zu behaupten, es gebe keine Dissonanzen ist Nonsens. Das Ganze grenzte an eine Farce.

Wie geht es weiter mit den Gegenpolen. Bis zum Sommer? Oder länger? Das ist nicht zu erwarten. Zu verschiedenen sind sie. Oder sie müssten sich ändern.

Bruchhagen müsste mehr riskieren, auf Skibbe eingehen, ihm auch mal einen Wunschspieler kaufen. Und Skibbe müsste sich eingliedern, nicht so oft ungestüm anrennen. Er müsste sich mit den Gegebenheiten bei der Eintracht abfinden. Das will er nicht. Er wird weiter bohren, sich blutige Nasen holen und lauthals kritisieren. Und Bruchhagen wird an seiner konservativen Unternehmensphilosophie − die in Frankfurt nicht mehr alle gutheißen − festhalten. So ist das Ende in Sicht. Es ist besser so.

Über Skibbes Weg lässt sich streiten, mit seiner perspektivischen Einschätzung liegt er nicht falsch. In der Rückrunde wird die Eintracht eher abrutschen. Der Kader ist ausgedünnt, gerade vorne. Und weshalb es der Klub nicht schafft, einen Stürmer zu holen, ist rätselhaft. Geld genug hat der Verein, auch weil die Langzeitverletzten Amanatidis, Bajramovic und Vasoski von der Berufsgenossenschaft bezahlt werden und Steinhöfer nun für Lautern spielt.

Im Sommer aber steht die Eintracht vor einer echten Herkulesaufgabe. Die Leistungsträger (Spycher, Chris, Liberopoulos) werden nicht jünger und ob die derzeit Maladen zurückkommen, ist höchst fraglich. Der Klub braucht schon fast fünf, sechs absolute Verstärkungen. Da kann einem Angst und Bange werden, wenn man sich die letzten teuren Transfers ansieht: Mehr als zehn Millionen Euro für Caio, Fenin und Bellaid. Der Gegenwert liegt bei null.

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