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Hat einiges begriffen: Castaignos (li.)  mit Kinsombi.
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Hat einiges begriffen: Castaignos (li.) mit Kinsombi.

Eintracht Frankfurt

Vorsichtige Bedenken

  • Thomas Kilchenstein
    VonThomas Kilchenstein
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Eintracht-Stürmer Haris Seferovic macht sich ganz gut am Ball, doch ob es bis zum Spiel am Samstag reicht, ist fraglich.

Ganz zum Schluss, das Trainingsspielchen war fast schon beendet, hat sich der Stopper Marco Russ den Ball geschnappt, hat mit einem feinen Trick den letzten Verteidiger stehen lassen und dann mittels eines technisch anspruchsvollen Lupfers ein wunderschönes Tor geschossen. Es gab sogar ein wenig Beifall von den Kiebitzen draußen am Trainingsgelände hinter der WM-Arena. Auch Trainer Armin Veh hat das kleine Kunststück wohlwollend zur Kenntnis genommen. „Der Marco hat ja in der letzten Woche einiges aushalten müssen“, sagte er schmunzelnd. Da musste der 30-Jährige bei den zahlreichen Laufeinheiten ganz schön pumpen.

Wie es aussieht, hat Eintracht Frankfurt die bundesligafreie Zeit gut genutzt. Im gestrigen Trainingsspielchen war richtig Zug drin, es ging mit ordentlichem Tempo gut zur Sache und der eine oder andere Spieler hat auf sich aufmerksam machen können. Gerade der nach dem Ingolstadt-Spiel stark kritisierte Luc Castaignos scheint einiges verstanden zu haben, er wirkte sehr engagiert und ihm waren in den letzten Tagen auch einige schöne Sachen auf dem Rasen gelungen. „Ja, das habe ich auch so gesehen“, sagte Trainer Veh, der aber auch besonders mit Alex Meier zufrieden war, der sich in der täglichen Übungsarbeit auszeichnen konnte. „Alex geht voran.“

Seferovic im Mannschaftstraining

Ziemlich froh war der Fußball-Lehrer aber zudem, dass der arg vermisste Haris Seferovic am Dienstag ins Mannschaftstraining einsteigen konnte. Am Montag war nochmal eigens getestet worden, er absolvierte zahlreiche Sprints über 50, 60 Meter und verspürte dabei keinerlei Beschwerden. „Ich fühle mich sehr gut“, sagte der Schweizer Nationalspieler. Vollen Einsatz freilich zeigte er noch nicht, er horcht sehr genau in seinen Körper hinein, will auf gar keinen Fall eine Folgeverletzung riskieren. Der Muskelfaserriss, den er sich auf Schalke zugezogen hatte, war seine erste Verletzung als Profi. Ob er tatsächlich schon am Samstag (18.30 Uhr) gegen Borussia Mönchengladbach von Anfang spielen wird, ist noch nicht sicher.

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Seferovic selbst hat noch gewisse Bedenken, er fürchtet, zu früh anzufangen, einen Rückfall zu erleiden und womöglich mehrere Monate auszufallen. „Ich habe drei Wochen nicht trainiert, da wird die Muskulatur schneller müde“, sagte der 23-Jährige. Gegebenenfalls sei es sinnvoller, „von der Bank zu kommen. Darüber sei aber noch nicht das letzte Wort gesprochen, zudem habe er ja noch einige Tage Zeit, um wieder vollkommen fit zu werden. Die nächsten Trainingstage werden Aufschluss geben. Trainer Veh sagte am Dienstag jedenfalls vielsagend: „Die Wahrscheinlichkeit, dass er spielt, ist größer als dass er nicht spielt.“ Denn Haris Seferovic ist für diese Mannschaft enorm wichtig, weil er der Stürmer ist, der richtig viel für die Elf arbeitet und vor allem über die seltene Fähigkeit verfügt, auch schwierigste Bälle halten zu können. Gerade Sturmpartner Castaignos, der eher steil in die Spitze geht, profitiert stark von der Präsenz und den Zuspielen von Seferovic.

Bis spätestens Donnerstag will Armin Veh all seine Nationalmannschaftsspieler wieder beisammen haben. Carlos Zambrano (aus Peru), Makoto Hasebe (aus Teheran) und Marc Stendera (von den Färöer) haben die weitesten Wege zurückzulegen. „Ich kann nur hoffen, dass sich keiner verletzt hat“, sagt Veh. Schlechte Erfahrungen haben die Hessen zuletzt bei Abstellungen von Zambrano gehabt, der immer wieder mit irgendwelchen Blessuren von Dienstreisen mit der peruanischen Nationalmannschaft zurückgekehrt ist.

Hübner lobt Meier

Derweil kann sich der Frankfurter Sportdirektor Bruno Hübner ein spätes Debüt von Torjäger Alexander Meier im DFB-Dress gut vorstellen. „Die letzten beiden Spiele haben gezeigt, dass er da ganz gut hinpassen würde. Er hat eine außergewöhnliche Qualität am Sechzehner, wenn er frei zum Schuss kommt“, sagte Hübner am Montagabend im hr-Heimspiel: „Das ist das Problem in der Nationalmannschaft, die Abnahme im Zentrum.“ Der Torschützenkönig der vergangenen Saison „hätte es auf jeden Fall verdient“. Womöglich kommt dieses Debatte ein paar Jahre zu spät.

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