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Gibt in Frankfurt künftig wieder die Richtung vor: Armin Veh.

Armin Veh

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Armin Veh ist wieder in Frankfurt - und das ist auch gut so. Die Verantwortlichen in Frankfurt haben mit dem Kommunikator Veh, der eine natürliche Autorität ausstrahlt, die beste Lösung gefunden. Ein Kommentar.

Dass Armin Veh nach Frankfurt zurückkehrt – nicht als Sportvorstand, sondern als Trainer –, ist zweifellos eine faustdicke Überraschung. Aber eine, die dem Klub gut tut. Armin Veh und Eintracht Frankfurt – das hat einfach gepasst.

Und es ist ja kein Zufall, dass die Eintracht sich unter dem gebürtigen Augsburger nach dem Abstieg gehäutet und danach wieder zu einer eigenständigen Identität gefunden hat. Eintracht Frankfurt stand für etwas, für attraktiven Offensivfußball, für forsches Attackieren, mutige Europapokal-Auftritte – und nicht für offene Scheunentore.

Armin Veh ist immer dann an der richtigen Stelle, wenn er mit Menschen zusammenarbeiten kann, die er mag. Das ist bei den Hessen der Fall. Veh, kein pflegeleichter Typ, aber einer, der sehr gradlinig seinen Weg geht und Kompromisse hasst, hat ein prima Verhältnis zu den wesentlichen Männern im Aufsichtsrat, zu Sportdirektor Bruno Hübner, er kann gut mit Finanzvorstand Axel Hellmann und sogar mit Boss Heribert Bruchhagen, allen Sticheleien und Frotzeleien zum Trotz. Und die Eintracht hat er eh nie aus den Augen verloren, war stets bestens informiert.

Dazu kommt: Veh kennt diesen Klub, er kennt diese Mannschaft aus dem Effeff, er hat sie entscheidend geprägt. Es ist auch auszuschließen, dass er das Team, wie sein Vorgänger Thomas Schaaf, verlieren könnte.

Ganz im Gegenteil: Diese Mannschaft steht voll und ganz hinter dem begnadeten Moderator, der so charmant und eloquent sein kann. Er strahlt eine natürliche Autorität aus, ist eine Persönlichkeit, die Menschen mitreißen kann. Die sportlich Verantwortlichen in Frankfurt, die nicht zu 100 Prozent von den Kandidaten Sascha Lewandowski oder André Breitenreiter überzeugt waren, haben mit dem Kommunikator die beste Lösung gefunden.

Ein paar Vorbehalte wird es geben

Selbst wenn Armin Veh sein zweites Engagement mit einem kleinen Rucksack beginnt. Natürlich ist nicht vergessen, dass er der Eintracht vor einem Jahr mangels Perspektiven den Rücken kehrte. Und gravierend anders als vor einem Jahr sind die Aussichten nicht geworden. Und es ist nicht vergessen, dass er bei seiner „alten Liebe“, dem VfB Stuttgart, nach nur ein paar Monaten aufgegeben hat.

Es wird deswegen sicher bei manchen Vorbehalte geben. Aber diese Dinge haben Veh nie davon abgehalten, das zu tun, was er für richtig hält. Armin Veh wird sich nicht erlauben können, in Frankfurt bei den ersten Schwierigkeiten den Bettel hinzuwerfen. Das wird er nicht tun, denn auch er weiß, was er an Eintracht Frankfurt hat. Niemals geht man so ganz.

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