Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Eintracht Frankfurt

Volksnah im Stadtwald

  • Frank Hellmann
    VonFrank Hellmann
    schließen

Bei der Eröffnungsfeier mit dem Spiel gegen den FC Tokio schlägt man bei Eintracht Frankfurt mehrere Fliegen mit einer Klappe.

Der Besuch eines Bundesliga-Spiel ist nicht nur enorm populär, sondern auch einigermaßen teuer. Eine Familie mit Kindern muss dafür viel Bares aufbringen; vier Eintrittskarten im Sitzplatzbereich, Anfahrt und Verköstigung: Dafür kommen schnell 200, 300 Euro zusammen. Insofern taugt eine Saisoneröffnung inklusive Freundschaftsspiel wie jenes der Frankfurter Eintracht gegen den FC Tokyo (15.15 Uhr) tatsächlich als echtes Schnäppchen. Stehplatz sieben Euro, Sitzplatz zwölf Euro, Business-Seat nur 20 Euro. Nur zum Vergleich: Wer beim ersten Heimspiel gegen den FC Augsburg (22. August) die derzeit noch reichlich verfügbaren Tageskarten erwerben will, bezahlt auf der Gegengeraden schnell 35, 45 Euro.

Die Preispolitik für den so genannten Main Finance Cup 2015 erklärt leicht, warum mehr als 40 000 Tickets abgesetzt sind. Auf dem Stadiongelände werden bei dem prognostizierten Sommerwetter gar rund 50 000 Fans erwartet. „Wir schlagen an diesem Tag drei Fliegen mit einer Klappe“, sagt Vorstand Axel Hellmann. „Wir machen es möglich, die Eintracht für kleines Geld zu erleben. Wir rücken die Sponsoren ins rechte Bild. Und wir holen ein japanisches Team, um unsere strategischen Ziele zu verfolgen.“ Der Finanzfachmann hat bekanntlich den asiatischen Markt im Visier, um sich im Ausland besser zu verankern. „Wir sollen selbst auch in Japan spielen.“ Im nächsten Jahr ist solch eine Reise angedacht, um einen Kernmarkt der Deutschen Fußball-Liga (DFL) zu bespielen.

Aber vor allem regional hat Hellmann eine positive Grundstimmung rund um die Eintracht nach den ersten Vorbereitungswochen ausgemacht, „darauf deuten alle Indikatoren hin“. Dauerkarten (Stand 26.000), Businesssitze (1850), Logen (64) – der Verkauf läuft gut. Und dank der nicht komplett reinvestierten Ablöse für Stammkeeper Kevin Trapp stehe fest: „Wir haben mehr Chancen als Risiken. Wir werden wirtschaftlich ein gutes Jahr erleben.“

Lesen Sie bitte weiter auf der nächsten Seite.

Die Anhänger sind in erster Linie am sportlichen Abschneiden interessiert, und daher ist spannend, welche Statements diesbezüglich sich Mannschaft und Trainerteam am Sonntag auf der öffentlichen Bühne vor euphorisierten Adlerträgern entlocken lassen. Rückkehrer Armin Veh stellt sich ab 10.45 Uhr bereits auf einer Bühne auf dem Trainingsplatz hinter dem Kunstrasenspielfeld, die Vorstellung der Profis endet um 11.45 Uhr. Wird Veh ähnlich gefeiert wie am Rande des Testspiels bei Eintracht Stadtallendorf („Armin willkommen zuhause“), dann könnte es ein Happening mit Gänsehautgefühlen werden. Der 54-Jährige zeigte sich am Mittwochabend mächtig gerührt von den Sympathiebekundungen, die bisweilen in einen Belagerungszustand um seine Person („Wahnsinn“) mündeten.

Der gebürtige Augsburger will freilich den letzten Härtetest vor dem Pokalspiel beim Fünftligisten Bremer SV (Samstag 8. August) seriös vorbereitet wissen, deshalb gibt es auch keine extra Autogrammstunde. Jeder Interessierte könne aber einen Bestellschein für einen kostenlosen Autogrammkartensatz ausfüllen, heißt es von Vereinsseite. Ansonsten sind die Verantwortlichen froh, einen allseits akzeptierten Trainer wieder in ihren Reihen zu wissen. Hellmann drückt sich so aus: „Armin Veh besitzt eine natürliche Autorität, kann aber vieles mit einem Augenzwinkern lösen.“ Laissez-faire eben. Und: „Er hat ein gutes Gespür, wann er die Zügeln anziehen und wann er die Leine wieder lockern kann.“

Ist der Torwart bereits dabei?

Und noch etwas könnte der Anhang im Stadtwald zu Gesicht bekommen: den neuen Stammtorhüter. Angeblich besteht große Zuversicht, Lukas Hradecky, den finnischen Nationaltorhüter, an den Main locken zu können, auch wenn Bröndby Kopenhagen noch um die Ablöse pokert. Doch am gestrigen Abend bestritt der dänische Vertreter sein Europa-League-Spiel gegen AC Omonia, danach könnte alles ganz schnell gehen. Sollten sich die Klubs bis zum Wochenende einig und die Formalitäten erledigt werden, könnte der 25-Jährige bei der Eröffnungsfeier gleich einen guten Eindruck davon bekommen, was das Umfeld der Eintracht auszeichnet.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare