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Weist den Weg zu den magischen 40 Punkten: Niko Kovac

Auswärtsspiel

"Visier hoch und Attacke"

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Vor der kommenden Bundesligapartie beim 1. FC Köln gibt sich Frankfurts Trainer Niko Kovac kämpferisch.

Immerhin: Eintracht Frankfurt ist trotz der jüngsten Negativserie noch immer Siebter. Trotzdem ist das Saisonziel, die magischen 40 Punkte, noch nicht erreicht. Was ohne Zweifel daran liegt, dass man bei der Eintracht das Grundlegende, nämlich den Ball ins Tor zu schießen, irgendwie verlernt zu haben scheint.

Eintracht-Trainer Niko Kovac war nach dem 0:0 gegen Borussia Mönchengladbach folglich nach heulen zumute. "Ich bin traurig und könnte heulen", sagte der 45-Jährige nach der Bundesligapartie angesichts der Torflaute. "Es tut mir weh für die Mannschaft. Wir haben das Pech an den Stiefeln", urteilte Kovac.

Am Dienstag haben die Hessen in Köln die Chance, mit einem Sieg die 40-Punkte-Marke zu erreichen. Mit 37 Zählern stehen sie punktemäßig mit dem 1. FC Köln auf Augenhöhe, was Kovac kämpferisch werden lässt:  "Wir können an den Kölner deutlich vorbeiziehen. Das müssen wir anstreben".

Nicht dabei ist auf jeden Fall Rechtsverteidiger Timothy Chandler, der eine Gelbsperre absitzen muss. Folglich wird Kovac mal wieder zur Umstellung gezwungen.  Wie er die Mannschaft gegen Köln aufstellen wird, wollte der Trainer aber noch nicht verraten. Chandler zu ersetzen sei, so Niko Kovac, bei allen Verletzten und Ausfällen bisher die schwierigste Aufgabe der Saison: "Wir müssen zaubern. 1:1 kann man Timy nicht ersetzen, das gibt der Kader nicht her."

Immerhin konnten Danny Blum und Guillermo Varela wieder am Training teilnehmen - ob sie eine Option im Spiel gegen Köln sind, ließ der Trainer offen. Die generelle Ausrichtung dürfte aber eher defensiv sein, auch weil Kovac mit großen Respekt über Torjäger Modeste spricht: "Modeste ist die Lebensversicherung vom FC. Der Junge weiß, wo das Tor steht". Trotzdem will man versuchen, das Spiel zu gewinnen. Kovac: "Ich verliere nicht gerne. Das Unentschieden gegen Gladbach ist ein Spiel gewesen, dass mich sehr berührt hat. Mich ärgert, dass sich die Mannschaft nicht belohnt hat. Das Spiel war richtig gut. Da müssen wir in Köln weitermachen.“

Und Kovac ist sich sicher, dass auch die Torflaute bald beendet sein wird: "Irgendwann wird sich das drehen. Wann das ist, weiß nur der liebe Gott. Man muss die Gier haben, auch im Training, jeden Ball rein zu schießen. Wir werden weiterhin daran arbeiten."

In Köln soll also, wenn es nach dem Willen von Niko Kovac geht, die oft bemühte Kuh vom Eis. Oder, wie es der Trainer am Ende der Pressekonferenz zum Spiel plakativ formulierte: "Visier hoch und Attacke". Ein Kampf mit offenem Helm also. Punkte für das Saisonziel, um sich danach neu zu orientieren. Tore wären da nicht schlecht.

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