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Brütet über der Besetzung hinten rechts: Trainer Armin Veh.
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Brütet über der Besetzung hinten rechts: Trainer Armin Veh.

Eintracht Frankfurt

„Viel Luft nach oben“

  • Thomas Kilchenstein
    VonThomas Kilchenstein
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Eintracht Frankfurt will ohne große Fluktuation die Länderspielpause nutzen. Mit Vaclav Kadlec und Constant Djakpa stehen Armin Veh zwei Spieler mehr zur Verfügung als erwartet.

Länderspielpausen stellen Vereinstrainer in aller Regel vor gewisse Herausforderungen. Was und wie soll man nur trainieren, wenn die (bessere) Hälfte der Mannschaft fehlt und stattdessen für ihre Heimatländer irgendwo auf der Welt Fußball spielt? „Ich war schon bei Vereinen“, sagt der Frankfurter Trainer Armin Veh, „da waren in solchen Wochen mehr Trainer auf dem Platz als Spieler.“

Erstaunlicherweise ist das dieses Mal bei Eintracht Frankfurt nicht der Fall. Die Hessen können also einigermaßen ordentlich trainieren, am gestrigen Mittwoch etwa tummelten sich 16 Feldspieler plus zwei A-Jugendliche und zwei Torleute auf dem Trainingsplatz. Das war fast mehr, als Veh zu hoffen gewagt hat, zumal die ursprünglich für ihre Nationalteams vorgesehenen Vaclav Kadlec und Constant Djakpa aus den vorläufigen Aufgeboten gestrichen wurden und in Frankfurt blieben. „Gesamtmannschaftlich können wir nicht üben, aber an der Ausdauer lässt sich schon arbeiten“, sagt der Coach. Er findet das gut. „Wir haben dieses Mal keine hohe Fluktuation und können was machen.“

Veh vertraut seinen Spielern

Das ist auch nötig. Veh sagt selbst, dass „die Findungsphase noch andauert“, es läuft noch nicht so rund, wie er sich das vorstellt. Trotz des klaren Sieges in Stuttgart habe die Eintracht in der ersten Halbzeit nicht besonders gut gespielt, geschweige denn filigran kombiniert. „Es ist noch unheimlich viel Luft nach oben“, sagt der Fußball-Lehrer. Er kann das ja sagen, bei vier Punkten aus den ersten drei Spielen und einem gelungenen Start in die Liga fällt das Kritisieren entsprechend leichter.

Aber Armin Veh ist zuversichtlich, dass sich das alles noch rechtzeitig einrenkt. Er hat großes Vertrauen in seinen Kader, in seine Spieler. „Wenn das bisher Gezeigte alles wäre, was wir drauf haben, dann müsste ich mir ernsthaft Sorgen machen“, sagt der 54-Jährige. Er weiß indes, dass deutlich mehr Potenzial in dieser Mannschaft steckt. „Wir haben mehr drauf.“

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Ohnehin wird über kurz oder lang auch der Torschützenkönig Alexander Meier wieder zur Verfügung stehen. „Er macht einen guten Eindruck“, hebt Veh den Daumen, man schaue von Tag zu Tag, aber Meier spult im Training sehr ordentlich sein Pensum herunter. Und bislang sind Rückschläge weitgehend ausgeblieben. Natürlich fehlt dem 32-Jährigen die Spielpraxis. Mehr als fünf Monate hat Meier nicht mehr gespielt, Training ersetzt nun mal nicht den Wettkampf. Insofern wird man mit Meier Geduld haben müssen, Wunderdinge sind vorerst nicht zu erwarten.

Und doch, so ist es angedacht, soll der Lange, wenn alles planmäßig läuft, im Heimspiel am übernächsten Samstag gegen den 1. FC Köln erstmals wieder im Kader stehen. Mit Meier würde das Frankfurter Offensivspiel in vorderster Front noch einmal an Qualität gewinnen: Castaignos, Seferovic, Meier, Aigner – das ist ein Quartett, das sich durchaus sehen lassen kann. Interessant wird sein zu beobachten, ob und wie Veh die torgefährlichen Vier gemeinsam auf den Platz bringt. „Ich baue die Mannschaft nicht für ihn um“, sagt der Trainer, aber eine Systemänderung sei allemal denkbar.

Verwegene Idee

Am heutigen Donnerstag wird Timothy Chandler übrigens in Straubing am Meniskus operiert. Er wird wochenlang ausfallen, so dass Eintracht Frankfurt weiterhin rechts hinten (wie links vorne) eine gewisse Vakanz hat. Makoto Hasebe, derzeit mit der japanischen Nationalelf auf Dienstreise, wird weiterhin in den saueren Apfel beißen müssen und diese ungeliebte Position übernehmen müssen. Richtig überzeugt hat er dort nicht, aber mangels Alternativen bleibt wenig Spielraum. Aleksandar Ignjovski, der auch schon den rechten Verteidiger gegeben hat, hält Veh derzeit im Mittelfeld wegen seiner Aggressivität und Power für wichtiger

In seiner Not hat sich Armin Veh in einer stillen Stunde gar eine ganz verwegene Option durch den Kopf gehen lassen: Einen der beiden Linksverteidiger, Bastian Oczipka oder Constant Djakpa, auf die rechte Seite zu ziehen. Zumal auf der anderen Seite ja auch rechte Verteidiger zuweilen ganz passabel auf links spielen können, Philipp Lahm zum Beispiel, oder auch Erik Durm. Aber dieses Gedankenspiel hat der Coach auch genauso schnell wieder verworfen. „Das wird nicht klappen.“ Selbst wenn wegen der Länderspielpause genügend Zeit zum Üben bliebe. Immerhin sind die zuletzt angeschlagenen Marco Russ und Joel Gerezgiher auf dem Weg der Besserung. Aber rechte Verteidiger sind sie nicht.

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