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Pirmin Schwegler
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Pirmin Schwegler

Umschaltspieler Schwegler

In der Verantwortung

  • Thomas Kilchenstein
    VonThomas Kilchenstein
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Pirmin Schwegler spielt in der neuen Saison eine noch wichtigere Rolle bei Eintracht Frankfurt. Der Dauerläufer ist gereift.

Für Pirmin Schwegler beginnt am heutigen Samstag mit dem Spiel gegen Hannover 96 eine ganz besondere Saison: Erstmals in seiner Karriere betritt er als absoluter Stammspieler, als Führungskraft den Rasen; erstmals wird von dem 23-Jährigen ein bisschen mehr erwartet als von anderen Spielern. Schwegler zählt zu den ganz wichtigen Spielern bei Eintracht Frankfurt. Michael Skibbe, Trainer, Mentor und ? wenn man so will auch ? Fan in Personalunion hält große Stücke auf den Schweizer. Er sei bei Eintracht Frankfurt „der beste Umschaltspieler“.

Schwegler, mit Alexander Meier im defensiven Mittelfeld tätig und damit an den Schalthebeln der Macht, weiß, dass er in diesem Jahr mehr im Fokus steht als sonst. „Mein Status ist jetzt anders als vor einem Jahr“, sagt der vierfache Nationalspieler, der bei der für ihn und die Eidgenossen so enttäuschenden WM in Südafrika keine einzige Minute spielen durfte. Diesen höheren Status hat sich der Dauerläufer hart erarbeitet. „Das war ein gutes Jahr für mich, in dem Jahr habe ich mir hier sehr viel aufgebaut.“ Zuvor war Schwegler bei Bayer Leverkusen über die Rolle des Mitläufers nicht hinausgekommen. „Ich kam als Ersatzspieler von Bayer nach Frankfurt.“ Auch deshalb hat er vor einem Jahr den Schritt zurück zur Eintracht getan, ein Schritt, der „absolut richtig war“, wie er selbst sagt. In Frankfurt lief „es besser als erwartet“.

Bei der Eintracht rannte der beidfüßige Mittelfeldspieler gleich offene Türen ein, ein Treffer im prestigeträchtigen Spiel gegen den Rivalen Kickers Offenbach machte ihm das Entree noch leichter, dazu zeigte der zuvor meist Unauffällige eine spielerische Reife, die der Eintracht gut tat. Es ist auch sein Verdienst, dass den Hessen im vergangenen Jahr eine spielerische Weiterentwicklung gelang. Er lag in den 25 Spielen (drei Tore, drei Vorlagen, ein verschossener Elfmeter), die er absolvierte, meist über den Strich, er war Triebfeder und Taktgeber. Er holt sich die Bälle von hinten ab, um das Spiel in Ganz zu setzen. Er hat sich gleich ziemlich unentbehrlich gemacht, das merkte man vor allem dann, wenn er fehlte; Bänderverletzungen sowie Gelb-und Gelb-rot-Sperren setzten ihn außer Gefecht.

Sein Wunsch für die neue Saison: „Gesundbleiben. Wenn ich meinen Rhythmus finde, kann ich der Mannschaft helfen.“ Schwegler, der als Kind an Leukämie litt, ist ein Spieler, der das Vertrauen braucht. Zuletzt hat er das bei der WM gespürt ? da hatte ihm Ottmar Hitzfeld nicht vertraut. „Ich weiß jetzt, wie wichtig mir das ist“, sagte er. Er hat aber auch aus dieser Erfahrung gelernt, „ich bin als Person gereift“, sagt der leichtfüßige Techniker.

Neu im Mannschaftsrat

Skibbe hat ihn in den Mannschaftsrat berufen. „Das ist ein sehr positives Zeichen für mich und eine große Herausforderung“, sagt der Schweizer, der bisweilen dazu neigt, sich im Spiel ein wenig zu überschätzen. Er will deshalb seine Ballverluste minimieren, einfacher spielen ?„so wie die Spanier bei der WM“. Die Schweiz war übrigens das einzige Team, das den Weltmeister bezwang. Schwegler guckte damals nur von der Ersatzbank zu. Auch das soll bei der „Nati“ ändern.

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