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Ist mal etwas kürzergetreten nach der tadellosen Leistung gegen die Bayern: Eintracht-Kapitän Makoto Hasebe (re.) hat wieder aufgetankt. afp
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Ist mal etwas kürzergetreten nach der tadellosen Leistung gegen die Bayern: Eintracht-Kapitän Makoto Hasebe (re.) hat wieder aufgetankt. afp

SGE

Kaum Verletzte bei Eintracht Frankfurt: Trainer Adi Hütter lobt medizinische Abteilung

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
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Eintracht Frankfurt befindet sich auch deshalb im Überfliegermodus, weil Trainer Adi Hütter kaum Ausfälle zu beklagen hat – das hat Gründe.

  • Eintracht Frankfurt hat kaum verletzte Spieler zu beklagen.
  • Trainer Adi Hütter lobt die medizinische Abteilung der SGE.
  • Im Sturm wird der Trainer wohl eine Veränderung vornehmen.

Frankfurt - Prügelknabe Schalke 04, der designierte Absteiger aus der Beletage, schießt auch in personeller Hinsicht den Vogel ab. Mehr als ein Dutzend unpässliche Spieler schleppt der einstmals so stolze Großverein aus dem Herzen des Ruhrpotts mit sich herum, darunter auch die von der Eintracht entliehenen Profis Frederik Rönnow (Leiste) und Goncalo Paciencia (Knie). So viele Ausfälle beklagt kein anderer Klub in Deutschlands Eliteliga. „Man muss sich schon fragen, warum Schalke so viele Verletzte hat“, wirft Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner aus sicherer Distanz ein. Der Manager leidet gerade mit dem bällehaltenden Dauerpatienten Rönnow. „Schlimmer geht es nicht. Das tut einem echt weh.“

Eintracht Frankfurt: Lob für medizinische Abteilung

Klar ist: Blessuren in dieser Ballung, gerade muskulärer Art, sind nicht normal, da läuft etwas gewaltig schief, und sicherlich ist dieser personelle Engpass ein Grund, weshalb es für Königsblau bald zappenduster wird. Für Eintracht Frankfurt gilt der Umkehrschluss. Nun, da sich auch die angeschlagenen Erik Durm und André Silva wieder auf dem Trainingsplatz zurückgemeldet haben, beklagt der Tabellenvierte nicht einen Fußballer, der derart angeschlagen wäre, dass er am Freitagabend (20.30 Uhr) in Bremen nicht mittun könnte. Lediglich Innenverteidiger Evan Ndicka fehlt und muss ersetzt werden, allerdings aufgrund einer abzubrummenden Gelbsperre.

Ben Manga vor Vertragsverlängerung

Chefscout Ben Manga soll seinen bis 2023 laufenden Vertrag bei Eintracht Frankfurt zeitnah verlängern. Der Kaderplaner, der in der Branche einen ausgezeichneten Ruf genießt und Begehrlichkeiten bei anderen Klubs geweckt hat, soll mit weitreichenderen Kompetenzen ausgestattet werden, die Gespräche sind weit fortgeschritten. Ein Bericht des TV-Senders Sky, wonach Ben Manga den scheidenden Bruno Hübner beerben soll, entspricht nicht den Tatsachen. Das Amt des Sportdirektors soll nicht mehr explizit besetzt werden. dur

Die körperliche Unversehrtheit ist ein großer Mosaikstein des Erfolges, denn den Ausfall von, sagen wir, vier Leistungsträgern könnte ein Verein wie die Eintracht nicht so leicht verkraften, zumal sich die Frankfurter in der winterlichen Transferperiode bewusst dafür entschieden haben, den Kader zu verschlanken. Aus finanziellen Gründen, natürlich, aber auch weil Trainer Adi Hütter den Kreis des Vertrauens verkleinern wollte und der festen Überzeugung war, ohne größere Ausfälle durch die Saison zu kommen.

Eintracht Frankfurt: Hütter überzeugt von Mannschaftsarzt Florian Pfab

Das hat auch mit der medizinischen Abteilung um Mannschaftsarzt Florian Pfab zu tun, „die einen unglaublich tollen Job macht“, wie Hütter sagt. Dabei ist das Ärzteteam zu Beginn der Amtszeit 2019 mit einiger Skepsis empfangen worden. „Am Anfang haben die Jungs ein paar Probleme gehabt, bis das Vertrauen da war“, blickt Hütter zurück. Inzwischen sind die Mediziner anerkannt und über jeden Zweifel erhaben. Im Zusammenspiel mit den Athletiktrainern legen sie gerade in prophylaktischer Hinsicht die Basis für einen weitgehend sorgenfreien Cheftrainer.

Eintracht Frankfurt: Hasebe überragt

Der 51-Jährige hat nach fast eineinhalb Jahrzehnten im Geschäft ebenfalls wichtige Erfahrungswerte gesammelt, die ihm und seinem Team in der Alltagsarbeit enorm helfen. „Ich habe mittlerweile ein gutes Auge dafür, wann ein Spieler mal eine Pause braucht“, sagt der Coach. So wie jetzt Routinier Makoto Hasebe, der sich beim viel beachteten 2:1-Erfolg gegen den FC Bayern derart verausgabte, dass er einen zusätzlichen Tag Regeneration in Anspruch nehmen musste und daher erst am Mittwoch wieder ins Training einstieg. „Er hat mit seinen 37 gegen die Bayern unheimlich viel investiert“, sagt Hütter ehrfurchtsvoll. „Jetzt ist er wieder topfit.“ Hasebe, der wohl ins Zentrum der Dreierabwehrkette rücken und Martin Hinteregger eine Position weiter nach links verdrängen wird, hat aufgetankt. 

Der Fußballlehrer hat die Trainingssteuerung bestens im Griff, „das ist ein Steckenpferd meiner Arbeit“, sagt er. Sie ist so ausgelegt, dass „wir am Spieltag am Höhepunkt sind“. Dann kann seine Mannschaft auch mal wie gegen die Bayern annähernd 123 Kilometer abspulen. Für Hütter ist dabei nicht entscheidend, dass seine Mannen immer eine solch imposante Strecke zurücklegen. „Aber es ist gut zu wissen, dass wir so viel laufen können, wenn wir es müssen.“

Eintracht Frankfurt: Keine zusätzliche Belastung durch Europapokal

Vorteilhaft wirkt sich aus, dass die Eintracht nur auf einer Hochzeit tanzt, also keine zusätzliche Belastung im Europapokal nebst Reisestress verkraften muss, sondern sich in einem geregelten Trainingsprogramm akribisch auf den nächsten Gegner einstellen kann. Die europäischen Reisen bis ins Frühjahr hinein hatten der Eintracht vor zwei Jahren zum Schluss den Rest gegeben und eine mögliche Champions-League-Teilnahme vermasselt. Damals ging das bis ins Halbfinale vorgestoßene Team auf dem Zahnfleisch, war körperlich und geistig ausgelaugt, hatte nichts mehr zuzusetzen. An einen ähnlichen Einbruch glaubt Hütter aus gegebenen Gründen dieses Jahr nicht.

Also klappt es in dieser Saison mit der Königsklasse? „Wir sehen die Chance“, sagt der Trainer: „Wir können Großartiges erreichen, das wäre der absolute Wahnsinn.“ Nachlassen ist verboten, „zehn Prozent“ weniger, könnten unangenehme Folgen haben. Derzeit aber deutet so gar nichts darauf hin, dass die so stabil und gefestigt wirkende Mannschaft einen Rückschlag wird erleiden müssen. „Es geht um unser Auftreten“, betont der 51-Jährige. Wenn sein Ensemble an die zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen und die Form halten könne, „wenn wir das zeigen, für was wir stehen, werden wir auch in Bremen gewinnen.“

Bei jenen Bremern, die zuletzt eine empfindliche 0:4-Klatsche gegen Hoffenheim kassiert haben und obendrauf noch eine ziemlich klägliche Darbietungen ablieferten. „Sie waren angefressen und werden eine Reaktion zeigen wollen“, gibt Hütter das Offenkundige wider.

Eintracht Frankfurt: Veränderung im Sturm

Sehr wahrscheinlich wird der Coach im Sturm eine Änderung vornehmen. Toptorjäger Silva ist nach seinem Hexenschuss, wie er selbst sagt, zu 100 Prozent wieder hergestellt und einsatzfähig. Weil der von Real Madrid ausgeliehene Rivale Luka Jovic gegen die Bayern zwar die Erwartungen des Trainers erfüllen konnte („Hat sich in den Dienst der Mannschaft gestellt“), aber doch recht blass blieb und keine wirklich große Szene hatte, liegt ein abermaliger Tausch auf der Hand. Silva spielt momentan auf einem ungleich höheren Niveau als der Serbe. „Luka“, sagt Hütter über Jovics Vorstellung gegen die Bayern, „hat es ordentlich gemacht, aber er kann es viel, viel besser.“

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