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Und noch eine Trophäe: Eintracht verwandelt alle Elfmeter in Bergamo

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Von: Daniel Schmitt

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Zwei Tore aus dem Spiel heraus, eines im Elfmeterschießen: Lucas Alario (rechts) eiskalt in Bergamo.
Zwei Tore aus dem Spiel heraus, eines im Elfmeterschießen: Lucas Alario (rechts) eiskalt in Bergamo. © Jan Huebner

Mit einem Sieg in Bergamo beschließt die Eintracht ihr historisches Jahr und gewinnt die Trofeo Bortolli.

Die sportlichen Erfolge von Eintracht Frankfurt im Kalenderjahr 2022 knapp wie nüchtern zusammengefasst: Europa-League-Triumphator, Champions-League-Achtelfinalist, aktueller Bundesligavierter sowie baldiger Teilnehmer an der dritten Runde des DFB-Pokals, und, nicht zu verachten, Gewinner der Trofeo Bortolli.

Fürwahr, die Eintracht spielte ein überragendes Jahr, eines der besten in der langen Vereinsgeschichte dieses stolzen Traditionsvereins. All das Erlebte hat sich eingebrannt, tief ins Gedächtnis der Beteiligten und Fans, manch einer hat all den tollen Trubel noch immer nicht ganz verarbeitet. Oliver Glasner zum Beispiel, der Erfolgsgarant im Trainergewand, wolle sich nun, da der Ball für etwas mehr als drei Wochen ruht bei der Eintracht, endlich mal Zeit zum Genießennehmen. Er steht ja ansonsten mittendrin im Hamsterrad, hält es selbst ständig in Gang. 48 Pflichtspiele absolvierten die Frankfurter in diesem Jahr, inklusive Testkicks kommen sie gar auf 57 Partien.

Den finalen Akt des Fußballjahres also begingen die Frankfurter am Freitagabend, eine Paarung in aller Freundschaft in Bergamo gegen den italienischen Tabellensechsten Atalanta, die ab und an doch etwas kernig verlief, etwa wenn der Frankfurter Christopher Lenz zur Schubserei aufforderte oder dessen Teamkollege Rafael Borré im Zweikampf auskeilte. Doch halb so wild. Das Ergebnis: 5:3 im Elfmeterschießen für die Eintracht, nach 90 Minuten hatte es 2:2 gestanden. 

Alario mit Doppelpack

Die Torschützen im Spielverlauf: Ademola Lookman (15. Spielminute) und Rasmus Höjlund für Bergamo sowie zweimal Lucas Alario (43., 48.) für die deutschen Gäste. Die Frankfurter Torschützen im sich direkt an die 90 Minuten anschließenden Elfmeterschießen: Luca Pellegrini, Evan Ndicka, Eric Dina Ebimbe, Alario und Rafael Borre. Kein Fehlschuss, das können sie bei der Eintracht. Der eigentliche Ersatzkeeper Diant Ramaj parierte zudem einen Versuch und sicherte damit den Sieg. Der Lohn aus hessischer Sicht: ein Silberpokal, die anfangs benannte Trofeo Bortolli.

Oliver Glasner bot in Bergamo das beste ihm zur Verfügung stehende Team auf, der Trainer ließ Hrvoje Smolcic als Libero verteidigen, der bei beiden Gegentoren nicht optimal aussah, schickte Tuta und Makoto Hasebe ins Mittelfeld, Aurelio Buta auf die rechte Seite, von wo dieser das 1:0 vorbereitet und ließ das Südamerika-Duo Borré und Alario stürmen. Letzterer, der ja bisher enttäuschte im Eintracht-Dress, betrieb zum Jahresabschluss mit seinem Doppelpack immerhin Eigenwerbung. Das zweite Tor des Argentiniers bereitete Jungprofi Mehdi Loune vor, ein hübsch anzusehender Steckpass war das. Überhaupt zeigte der 18-Jährige gute Ansätze.

Weiter geht es für die Eintracht erst im neuen Jahr wieder, am 3. Januar erfolgt der Aufgalopp im Frankfurter Stadtwald, ehe der hessische Reisetross tags drauf für zehn Tage (4. bis 14. Januar) zu Trainingszwecken ins Wüstencamp nach Dubai düst. Ernst wird es schließlich am 21. Januar im Bundesliga-Heimspiel gegen den FC Schalke 04.

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