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Pyrotechnik im Block der Eintracht-Anhänger während des Spiel gegen Lazio Rom.

Lazio - Eintracht

UEFA nimmt Ermittlungen gegen die Eintracht auf

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Nach den Vorkommnissen im Spiel der Europa League zwischen Lazio Rom und Eintracht Frankfurt hat die UEFA jetzt die Ermittlungen aufgenommen.

Durch den Sieg beim zweimaligen italienischen Meister Lazio Rom hat Eintracht Frankfurt als erster Fußball-Bundesligist alle sechs Vorrundenspiele in der Europa League gewonnen - doch darüber sprachen hinterher nicht mehr allzu viele. Einige Anhänger des Clubs haben es geschafft, den Rekord durch Krawalle in den Schatten zu stellen. 

Die Ausschreitungen werden für rund ein Dutzend Mitgereiste ein Nachspiel haben. Nach Angaben der Polizei wurden ca. 15 Personen festgenommen, eine wurde am Freitag im Schnellverfahren zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt. Die Beamten beschlagnahmten Feuerwerkskörper und Rauschgift. Zwei Frankfurter Anhänger wurden von Lazio-Hooligans attackiert und verletzt, einer davon musste ins Krankenhaus.

Die Krawalle dürften auch Auswirkungen auf die nächste Partie der Eintracht in der Europa League haben. Heute gab die UEFA offiziell bekannt, dass gegen Eintracht Frankfurt Ermittlungen aufgenommen werden.

Konkret wird den Hessen vorgeworfen:

- Unerlaubtes Abbrennen von Feuerwerkskörpern 
- Betreten des Spielfelds durch Anhänger des Clubs
- Werfen von Feuerwerkskörpern gegen Unbeteiligte
- Diverse Zerstörungen.

Die UEFA wird am 10. Januar 2019 den Fall beraten und anschließend über Sanktionen entscheiden.  Für ähnliche Vorfälle hat die UEFA in der Vergangenheit harte Strafen ausgesprochen. Im Jahr 2012 gab es drakonische Sanktionen gegen PAOK und Rapid Wien. Die Klubs aus Griechenland und Österreich wurden für einen zukünftigen Wettbewerb und/oder für den nächsten Wettbewerb, für den sie sich in den nächsten fünf Jahren qualifizieren, ausgeschlossen. Diese Sperre der beiden Klubs wurde jeweils für drei Jahre auf Bewährung ausgesetzt.

PAOK musste drei Heimspiele in UEFA-Wettbewerben hinter verschlossenen Türen ohne Zuschauer austragen. Zudem musste der Verein eine Geldstrafe in Höhe von 150.000 Euro bezahlen. Rapid Wien wurde eine Geldstrafe in Höhe von 75.000 Euro auferlegt, außerdem mussten die Österreicher ein Heimspiel  im Wettbewerb ohne Zuschauer absolvieren.

Von Ermittlungen gegen den Gastgeber Lazio Rom, dessen Fans unter anderem durch faschistische Grüße wie dem Hitler-Gruß aufgefallen waren, ist zur Zeit noch nichts bekannt.

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