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U21 mit Premierensieg - Glasner, Krösche und Co. zeigen Präsenz

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Von: Daniel Schmitt

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Nimmt sich gerne Zeit für die jungen Fans: Profi-Cheftrainer Oliver Glasner schaute sich bisher beide Auftritte der U21 vor Ort an.
Nimmt sich gerne Zeit für die jungen Fans: Profi-Cheftrainer Oliver Glasner schaute sich bisher beide Auftritte der U21 vor Ort an. © IMAGO/Hartenfelser

Die zweite Mannschaft von Eintracht Frankfurt lockt viele Fußballfans auf die Amateurplätze - unter ihnen auch die eigenen Vereinsoberen.

Sie waren zahlreich erschienen, nicht nur die Fans von Eintracht Frankfurt, auch die Vereinsoberen des Europa-League-Siegers: der Aufsichtsratvorsitzende Philip Holzer, die Vorstände Markus Krösche (Sport) und Oliver Frankenbach (Finanzen), das komplette Trainerteam um den Chef Oliver Glasner, das Adlerauge Ben Manga, dazu manch ein Ehemaliger wie Alex Schur oder Ronny Borchers. Der Fußballgott höchstpersönlich, Alex Meier, war ohnehin da. Ja, es war ganz schön was los am Dienstagabend beim Spiel der Eintracht, nicht etwa bei einem Kräftemessen der Profis, sondern der U21. Amateurfußball, Hessenliga, fünfte Spielklasse, zweiter Spieltag, Viktoria Griesheim als Gegner.

Die Eintracht zieht die Massen an, wo sie nur ist. Ob nun im Stadtwald an diesem Freitag gegen den FC Bayern oder wie diesmal im Feld zwischen Dreieich und Langen. Schon beim Auftaktspiel in die Hessenligarunde, dem ersten Eintracht-Reservespiel seit mehr als acht Jahren, kamen nach Alzenau rund 1500 Zuschauende. Nun waren es kaum weniger beim Heimdebüt, etwa 1400. Freilich wird das Interesse an der zweite Eintracht-Truppe alsbald etwas abebben, auch Glasner und Co. werden nicht mehr jedem Spiel persönlich beiwohnen (können), die derzeitige Präsenz der Eintracht-Prominenz aber soll zeigen: Die Reserve ist wieder wichtig, die einstige Abmeldung war ein Fehler. Ein Fehler von gestern.

Profis spielen in Hessenliga

In der Zukunft soll die von Kristijan Glibo (kam aus Worms) und seinem Assistenten Alex Meier trainierte Mannschaft, die als U21 mit einzelnen erfahrenen Kickern antritt, den jungen Spielern wieder mehr Zeit für ihren fußballerischen Reifeprozess verschaffen. „Natürlich wollen wir auch möglichst viele Spiele gewinnen, aber grundsätzlich geht es um die individuelle Entwicklung von Spielern“, sagt Glibo.

In Alzenau verloren die Frankfurter trotz drückender Überlegenheit noch mit 1:2, daheim gegen Griesheim schossen sie ein lockeres 5:0 heraus. Zum Einsatz kamen auch Profi-Ersatztorhüter Diant Ramaj, allerdings ungeprüft, und Doppeltorschütze Marcel Wenig, der ebenfalls im Glasner-Team regelmäßig mittrainiert.

Von vielen Konkurrenten wird die Eintracht längst als Titel- und somit auch als Aufstiegskandidat in die Regionalliga Südwest gehandelt, was die Frankfurter Verantwortlichen zwar öffentlich nicht als Ziel benennen, was aber doch ihr Ziel sein dürfte. Erst in der Viertklassigkeit warten Gegner auf professionellem Niveau. Vielen Klubs, sicher nicht allen, in der Fünftklassigkeit wird die U21 überlegen sein, manch Spieler ist schlicht zu gut für diese Liga. Stürmer Nacho Ferri zum Beispiel, ebenfalls Torschütze gegen Griesheim und bei seiner Auswechslung von Vereinslegende Alex Meier zufrieden beglückwünscht, schüttelte die Verteidiger trotz seiner erst 17 Jahre reihenweise ab. Auch für Profitalent Wenig war der Abend keine echte Qualitätsprüfung.

Trainer Kristijan Glibo legt deshalb nicht nur Wert auf das reine Ergebnis, sondern auch auf die Spielweise seiner Mannschaft: „Grundsätzlich ist es unser Anspruch, aktiv das Spiel zu gestalten, es selbst in die Hand zu nehmen. Wir wollen unsere eigene DNA durchsetzen, die wir als dynamischen, zielorientierten Ballbesitzfußball beschreiben.“

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