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Talent aus Sao Paulo: Lucas Silva Melo alias Tuta.

Eintracht Frankfurt

Mit Tuta plant Eintracht Frankfurt die Zukunft

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Eintracht Frankfurt steht unmittelbar vor der Verpflichtung des 19 Jahre alten brasilianischen Defensivtalents aus Sao Paulo.

Eintracht Frankfurt hat erwartungsgemäß auf den Abgang des Mexikaners Carlos Salcedo reagiert und wird das brasilianische Abwehrtalent Lucas Silva Melo alias Tuta unter Vertrag nehmen. Der Akteur ist bereits auf dem Weg nach Frankfurt, um letzte Formalitäten abzuklären und den obligatorischen Medizincheck zu absolvieren.

In den vergangenen Tagen ist der Deal mit dem Südamerikaner finalisiert worden, der Abwehrspieler wird einen längerfristigen Kontrakt unterschreiben. Der 19-Jährige wird demnach für „kleines“ Geld in Frankfurt spielen. Die Eintracht muss aber sehr wohl eine Ablösesumme berappen, das gut unterrichtete brasilianische Portal globoesporte geht von rund 1,8 Millionen Euro aus. Dafür erhält der Bundesligist 70 Prozent der Transferrechte, die übrigen 30 Prozent bleiben weiterhin beim FC Sao Paulo. Eine mittlerweile gängige Praxis, nicht nur in Brasilien.

Tuta stand zwar schon mehrfach im Kader seines bisherigen Vereins, hat aber kein Profispiel für ihn bestritten. Er lief zuletzt in der U20 auf und gewann mit seinem Team das viel beachtete Nachwuchsturnier Copinha. Eintracht Chefscout und Kaderplaner Ben Manga war auf den Spieler aufmerksam geworden, hat ihn beobachtet und für gut befunden.

Die Eintracht bleibt damit ihrer Linie treu, hoffnungsvolle, junge Akteure zu holen, sie zu entwickeln und gut auszubilden. Paradebeispiel dafür ist der Franzose Evan Ndicka, den die Hessen vor der Saison für stattliche sechs Millionen Euro aus Auxerre holten. Der 19-Jährige, damals ein noch unerfahrener Jungprofi, schlug auf Anhieb ein und ist mittlerweile schon das dreifache wert.

Ob das bei Tuta auch so sein und so schnell gehen wird, vermag natürlich niemand seriös zu beurteilen, der Transfer enthält auch eine Menge Fantasie. Es wäre nicht ungewöhnlich, wenn der Verteidiger Eingewöhnungszeit benötigen würde, um sich zu akklimatisieren, an das neue Land und die Mentalität zu gewöhnen. Die Eintracht gesteht dem Spieler diese Zeit zu, will ihn behutsam heranführen. Dafür nimmt sie auch in Kauf, dass er vielleicht keine Soforthilfe ist, sondern erst in der kommenden Saison durchstarten wird.

Auf dem Transfermarkt will die Eintracht nur dann noch einmal zuschlagen, falls Verteidiger Simon Falette den Klub bis zum 31. Januar doch noch verlassen wird. Danach sieht es zurzeit nicht aus.

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