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Eintracht-Einzelkritik: Sow ragt heraus, Mister Europacup trifft

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Von: Ingo Durstewitz, Daniel Schmitt

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Runde Sache: Auch Jesper Lindström war in Sevilla gut dabei.
Runde Sache: Auch Jesper Lindström war in Sevilla gut dabei. © dpa

Eintracht Frankfurt gewinnt hochverdient in Sevilla, die Spieler-Einzelbewertungen im Klassenbuch.

Gut dabei

Djibril Sow: Bockstarker Auftritt, omnipräsent, überall zu finden. Und dieses Mal auch spielprägend: Leitete das 1:0 mit einem Pass auf Kostic ein, fing den Ball vor dem 2:1 ab und schickte Lindström auf die Reise. Reife, ja überragende Leistung – eines Europapokal-Auftritts angemessen.

Daichi Kamada: Der Euro-Kamada ist zurück. Auf internationaler Bühne dreht er auf, fintiert und brilliert, glänzt mit klugen Ideen, auch mal mit einem Hackentrick – und er schießt Tore, in diesem Fall das Siegtor. Runde Sache.

Filip Kostic: Auf dem Weg, der alte Kostic zu werden. Schneller, dynamischer, giftiger. Und mit einem wunderbaren Tor, das er wahrscheinlich so gar nicht erzielen wollte, aber wen interessiert’s? Flankte den Ball als Heber hinein an den langen Pfosten, die Kugel wurde länger und länger – und schlug hinten im Giebel ein. Kann man mal so machen.

Tuta: Ließ sich auch im heißen Sevilla nicht aus der Ruhe bringen, ganz abgebrüht, wie ein alter Hase. Sogar mit mutigen Ausflügen und schönen Pässen in der Offensive.

Jesper Lindström: Schnell wie der Wind, steter Unruheherd. Bereitete das 2:1 mustergültig mit einem Rückpass auf Kamada vor, holte den Elfer raus. Ab und an zu kompliziert und umständlich.

Ganz okay

Evan Ndicka: Mit einer ungeheuer wichtigen Grätsche zu Beginn der zweiten Hälfte gegen Canales (54.), auch sonst auf der Höhe. Ließ sich freilich vor dem Ausgleich von Fekir vernaschen, aber gegen diesen Arjen-Robben-Gedächtnis-Move war auch kaum ein Kraut gewachsen.

Kevin Trapp: Kaum geprüft, der Kapitän, aber wirkte sehr sicher und souverän. Ein Rückhalt. Wichtig in solch einem K.o.-Spiel.

Kristijan Jakic: Ein Spiel wie für ihn geschaffen: malochen, powern, rennen, grätschen – und das Ganze wieder von vorne. Spielerisch geht nicht besonders viel, aber das kennt man ja.

Martin Hinteregger: Verschätzte sich gleich nach ein paar Sekunden mal, da hätte es schon klingeln können. Auch sonst nicht immer Herr der Lage. Räumte aber auch oft genug resolut ab. Wichtiger Pfeiler in der Mitte.

So lala

Rafael Borré: Gut im Spiel, erkämpfte viele Bälle, sehr giftig und aggressiv. Versagte leider in seinem Kerngebiet: Tore schießen oder zumindest vorbereiten. Brachte selbst einen Elfer nicht im Tor unter, schlapper Versuch, den Keeper Bravo locker abwehrte. Versiebte im zweiten Abschnitt mehrere gute Chancen fahrlässig.

Ansgar Knauff: Gar nicht im Spiel, viele Ballverluste, so auch vor dem 1:1. Muss noch einiges lernen. Ist ja noch jung.

Schwächelnd

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Zu spät gekommen

Jens Petter Hauge, Christopher Lenz, Sam Lamers dani/dur

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