Kevin Trapp streckt sich.
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Kevin Trapp streckt sich.

Trainingsauftakt

Adi Hütter mit Klartext: „Trapp wird Nummer eins bleiben“

  • Daniel Schmitt
    vonDaniel Schmitt
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Eintracht-Trainer Adi Hütter über die Wechselgerüchte seines Torhüters, das Europa-League-Rückspiel in Basel und den Stand seiner eigenen Vertragsverlängerung.

  • Adi Hütter spricht über einen möglichen Wechsel von Kevin Trapp
  • Trapp soll weiter die Nummer eins bei Eintracht Frankfurt sein
  • Hütter schließt Trapp-Wechsel zu Hertha BSC aus

Die gemütlichen Tage sind vorbei. Vier Wochen Faulenzen gepaart mit geringer körperlicher Ertüchtigung liegen hinter den Profis von Eintracht Frankfurt, seit Montag sind die Bundesligakicker wieder im Stadtwald zu Gange. Nachdem die Spieler am gestrigen Vormittag noch letzte Fitnesschecks sowie Corona-Tests hinter sich bringen mussten - letztere fielen alle negativ aus -, bat Trainer Adi Hütter am Abend seine Mannschaft erstmals auf den Trainingsplatz. Im Stadion trainierten insgesamt 31 Profis, 28 Feldspieler und drei Torhüter. Rekonvaleszent Jetro Willems war noch nicht dabei. Zuvor sprach Fußballlehrer Hütter während einer Pressekonferenz über...

Eintracht Frankfurt: Bestmöglich auf Basel vorbereiten

...die Bedeutung des Europa-League-Rückspiels kommende Woche beim FC Basel: Wenn wir gesagt hätten, dass es uns nur um dieses Spiel gehen würde, wäre die Pause sicher kürzer ausgefallen. Die Mannschaft hatte sich diese Pause nach der langen Saison aber verdient. Natürlich weiß ich, dass der FC Basel ständig im Spielbetrieb ist. Aber wir haben selbst erlebt, wie kräftezehrend das auch sein kann. Unsere Aufgabe wird sein, uns bestmöglich auf das Spiel vorzubereiten. Wir wollen das Unmögliche möglich machen. Ich bin überzeugt, dass wir in der Lage sind, das Ergebnis noch zu drehen.

...die Chancen aufs Weiterkommen nach der 0:3-Niederlage im Hinspiel: Wir möchten unsere allerletzte Chance für das internationale Geschäft nutzen. Das ist unser Wunsch, unsere Verpflichtung. Wir haben uns das 0:3 selbst eingebrockt und müssen die Suppe nun auslöffeln. Wenn wir es aber schaffen sollten, das Finalturnier zu erreichen und auch noch zu gewinnen, wären wir in der Champions League – das wäre ja nicht ganz schlecht (lacht). Die Champions League ist natürlich ganz was Großartiges.

...den Ablauf der Vorbereitung: Das Spiel in Basel ist natürlich dafür entscheidend, wie die restliche Vorbereitung aussehen wird. Wir möchten uns erstmal ausschließlich auf das Spiel konzentrieren, um uns für die Mini-Endrunde zu qualifizieren. Das hat absolute Priorität. Entsprechend werden wir die Trainingsgruppen trennen, die Basel-Gruppe bestehend aus 18 Spielern sowie eine andere. Ich werde mich um beide Gruppen kümmern, sie haben unterschiedliche Trainingszeiten.

...die möglichen Probleme eines Kaltstarts, nach nur einer knappen Woche Training wieder ein Pflichtspiel absolvieren zu müssen: Natürlich ist es eine außergewöhnliche Situation, aber vier Wochen Pause sind ja jetzt auch nicht allzu viel. Die Jungs werden das Gefühl für den Ball schnell wieder bekommen. Außerdem haben alle vor dem Urlaub einen Test absolviert, dessen Ergebnisse gut waren. Ebenso wie nun die Fitnesschecks. Das war alles in Ordnung.

Eintracht Frankfurt: Trapp soll die Nummer eins bleiben

...die Meldungen, dass Torhüter Kevin Trapp den Verein verlassen könnte: Ich habe im Urlaub sehr oft den Medienspiegel gelesen, so dass mir das Thema natürlich nicht verborgen geblieben ist. Daher habe ich Kevin Trapp angerufen und ihm klar gesagt, dass er die Nummer eins bleiben wird. Wenn es so sein sollte, dass ein Überangebot, ein Topangebot kommen sollte, das für alle Beteiligten passen würde, müssten wir reden. Aber zu Hertha BSC wird er sicher nicht wechseln. Kevin fühlt sich in Frankfurt wohl. Für mich war das nie ein Thema.

...die Gespräche bezüglich seiner eigenen Vertragsverlängerung: Bruno Hübner ist in Gesprächen mit meinem Berater, der auch nächste Woche hier in Frankfurt sein wird. Im Endeffekt muss man die Köpfe aber schon noch mal ein bisschen zusammenstecken. Grundsätzlich ist für mich wichtig, wie die Ausrichtung in den nächsten Jahren sein wird. Das heißt noch lange nicht, dass es nur eine Formsache ist, wir müssen noch ein paar Dinge klären und besprechen. Ich möchte eine schlagkräftige Mannschaft haben für die nächste Zeit.

...den möglichen Abgang von Mittelfeldspieler Lucas Torro, der beim spanischen Erstligisten CA Osasuna im Gespräch ist: Ich kann nicht über ungelegte Eier sprechen, an Spekulationen beteilige ich mich nicht. So lange er Spieler von Eintracht Frankfurt ist, kann ich nur sagen, dass er ein absolut toller Junge, ein toller Spieler ist.

...die Tücken der Transferzeit, in der schon früh Pflichtspiele anstehen: Natürlich sind wir in der Transferzeit, es kann sich jeden Tag irgendetwas auftun. Selbstverständlich wünsche ich mir als Trainer, dass wir bis dahin alle Spieler an Bord behalten. Aber man weiß es nie.

Eintracht Frankfurt: Hütter sieht viele Führungsspieler im Kader

...den Verlust von erfahrenen Führungsspieler wie Marco Russ oder Gelson Fernandes und diejenigen Spieler, die diese Lücke schließen könnten: Wir haben viele Spieler in unseren Reihen, die 26, 27 Jahre alt sind, die in diese Rolle schlüpfen können. Ich denke da an Martin Hinteregger, Sebastian Rode, Danny da Costa, Dominik Kohr, aber auch an die ganz erfahrenen Spieler wie David Abraham und Makoto Hasebe. Auch Bas Dost, Filip Kostic, und, und, und.

...über den Fitnesszustand von Makoto Hasebe, der sich kurz vor dem Saisonende einem Eingriff am Knie unterziehen musste: Er wird ganz normal auf dem Platz mitmachen. Makoto ist ein absoluter Vollprofi, der diesen kleinen Eingriff gut überstanden hat. Er hat in den vergangenen Wochen auch schon mit seinem Therapeuten trainiert. Wir gehen auch davon aus, dass er eine Option für das Spiel in Basel ist.

...seine Definition von Erfolg in der kommenden Saison mit der Eintracht: Die ersten fünf, sechs Plätze zu erreichen, ist natürlich nicht einfach in der Bundesliga. Was ich gerne hätte, kann man sich wahrscheinlich denken. Aber ich werde nicht nur an Ergebnisse denken, sondern will vor allem das Bestmögliche aus der Mannschaft herausholen. Das ist ein unglaublicher Antrieb. Ein einstelliger Tabellenplatz ist für Eintracht Frankfurt immer ein guter Erfolg. Aufgezeichnet: Daniel Schmitt

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