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Eintracht-Einzelkritik: Lindström fabelhaft, Kolo Muani furios

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Von: Thomas Kilchenstein, Ingo Durstewitz

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Erfolgsgaranten unter sich: Jesper Lindström (links) und Randal Kolo Muani.
Erfolgsgaranten unter sich: Jesper Lindström (links) und Randal Kolo Muani. © dpa

Die Spieler von Eintracht Frankfurt nach dem souveränen 3:1 in Mönchengladbach in der Einzelkritik: Gegen die Offensive ist kein Kraut gewachsen – gegen Torwart Trapp auch nicht.

Mönchengladbach - Eintracht Frankfurt behält im Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach souverän mit 3:1 die Oberhand. Die Eintracht-Spieler in der Einzelkritik.

Gut dabei

Jesper Lindström: Überwältigender Auftritt, mit seinem ersten Doppelpack, jetzt schon fünf Saisontore – so viele wie in der ganzen letzten Saison. Mit seinem Speed nicht zu stoppen, und jetzt noch mit dem nötigen Selbstvertrauen unterwegs. Extraklasse. Hinterher mit einem sympathischen Auftritt im TV. Runde Sache.

Kevin Trapp: Hielt sein Team mit zwei herausragenden Paraden gegen Stindl (22.) und Thuram (10.) in Front. Großes Kino. Hut ab.

Randal Kolo Muani: Immer dabei, wenn es gefährlich wurde, stellte die Gladbacher mit seiner Geschwindigkeit vor unlösbare Probleme. Uneigennützig, legte Lindström zweimal prima auf. Jetzt schon acht Assists. Spitzenwert.

Eric Dina Ebimbe: Machte Dampf über rechts, schnell, mutig, couragiert. Mit dem Schädel zur Stelle, erzielte das wichtige 2:0 im Stile eines Mittelstürmers. Dabei ist er laut Chef Glasner kein ausgewiesener Kopfballspezialist. Einmal im Pech, als er einen Ball vor dem Überschreiten der Außenlinie rettete, in die Werbebande rutschte und den Gladbachern eine von wenigen Chancen ermöglichte. Passiert, ist ja nix passiert.

Evan Ndicka: Cool und abgeklärt, ließ nichts anbrennen, mit dem Ballgewinn vor dem 1:0. Einfach ein bockstarker Verteidiger.

Ganz okay

Tuta: Auch er sehr aufmerksam, hat sich wieder stabilisiert, kommt wieder nahe an seine Bestform. Blöd nur: Fehlt wegen einer Gelb-Rot-Sperre in der Königsklasse gegen Marseille.

Christopher Lenz: Maßgeschneidert seine Ecke auf den Kopf von Ebimbe, zack, 2:0, Vorentscheidung. Auch sonst wieder sehr engagiert, marschierte mit vor, versuchte vieles. Auch wenn nicht alle Flanken ankamen. Defensiv auch stabil. Mausert sich, auf einem sehr guten Weg.

Daichi Kamada: Verbrachte viel Zeit damit, sich beim Schiri zu beschweren. Das ist manchmal nachvollziehbar, bringt aber nix. Sollte sich auf seine Stärke besinnen. Die konnte er in Gladbach offensiv nicht so furios ausspielen wie sonst, war oft defensiv gefragt, langt da mittlerweile auch schon ordentlich hin. Unverzichtbar, der Bursche.

Mario Götze: Was er macht, hat Hand und Fuß. Reibt sich auf, läuft viel, packt alles ins Spiel, was er hat. Macht oft kleine Dinge, die gut sind und der Mannschaft helfen, aber gar nicht so auffallen. Auch dieses Mal wieder an einem Tor beteiligt, kluges Zuspiel auf Kolo Muani vor dem 3:0.

Sebastian Rode: Stabilisierte das Team nach seiner Einwechslung, immer Herr der Lage. Gibt mit seiner Routine und Klasse Sicherheit. Ein echter Führungsspieler.

Djibril Sow: Mister Unauffällig. Rennt wie ein Duracell-Hase, eben noch vorne, dann schon wieder hinten. Klärt da nicht selten, bevor es wirklich gefährlich wird. Aber sollte sich einfach mehr trauen, seine Rückpässe minimieren. Und auch an seiner Passgenauigkeit arbeiten.

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So lala

Kristijan Jakic: Ein eher durchwachsener Auftritt. Oft solide, lief Bälle ab, stocherte mal hier rein und mal dort. Aber mit zwei groben Schnitzern. Einmal gedanklich zu langsam gegen Thuram, da hätte es schon klingeln können (10.). Ermöglichte den Gladbachern dann mit einem schlampigen Fehlpass als letzter Mann das 1:3. Das muss er abstellen.

Schwächelnd

Kein Eintrag.

Zu spät gekommen

Rafael Borré, Faride Alidou. (dur/kil)

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