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Trainer Glasner freut sich „wie ein kleines Kind“

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Von: Daniel Schmitt

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So wollen sie auch in Sevilla jubeln: Trainer Glasner und Filip Kostic. Foto: dpa
So wollen sie auch in Sevilla jubeln: Trainer Glasner und Filip Kostic. © dpa

Der Eintracht-Coach sehnt den Anpfiff im vollen Stadion von Betis Sevilla förmlich herbei: Sebastian Rode und Danny da Costa stehen im Aufgebot.

Das Estadio Benito Villamarin, diese Betonschüssel inmitten eines Wohngebiets von Sevilla, steile Tribünen, vergilbte Stühle, ein Rasen, wie mit der Nagelschere geschnitten – alles irgendwie aus der Zeit gefallen und gerade deshalb so besonders für Fußballnostalgiker. Ja, dieses Stadion weckt Vorfreude. Vorfreude auf ein Europa-League-Achtelfinalhinspiel zwischen Real Betis und Eintracht Frankfurt an diesem Mittwoch (18.45 Uhr/RTL+), das gerade der Gästetrainer kaum noch erwarten kann. Er, so Oliver Glasner am Vorabend des großen Tages, fühle sie derzeit „wie ein kleines Kind, ich bin sehr dankbar, dass ich das hautnah miterleben darf.“ Als Trainer eines Profifußballvereins bewege man sich doch immer so ein bisschen wie in einem Hamsterrad, Spiel folgt da auf Spiel, eins wichtiger als das andere, kaum ein Entkommen aus dem Alltag. „Alles ist selbstverständlich“, so Glasner, aber: „Als wir hier eingeflogen sind, habe ich das besondere Gefühl gespürt: Wow, super cool, dass ich das erleben darf. Frankfurt liebt Europa, das steckt natürlich auch uns an.“

Eintracht defensiv gefordert

Glasner rechnet mit einer „intensiven Stimmung“ im Stadion. Rafael Borré, Stürmer der Eintracht mit fußballerischer Vergangenheit beim FC Villarreal, ebenfalls mit einem „super Ambiente“. Und dazu auch mit einem offensiven Gegner auf dem Feld. Real Betis gilt als spielstark, „sie haben nie Stress am Ball“, analysiert Glasner, daher gehe es für seine Mannschaft erstmal darum, eine kompakte Defensive auf den Platz zu bringen und stets wachsam zu sein. Personelle Änderungen in der Startelf im Vergleich zum 4:1-Sieg von Berlin sind daher wahrscheinlich. Für die rechte Seite stehen Timothy Chandler oder Danny da Costa parat, im Mittelfeldzentrum ist Kapitän Sebastian Rode rechtzeitig fit geworden und eine ernsthafte Option. „Ich habe hier keinen Spieler mitgenommen, der in der Stadt nur einen guten Kaffee trinkt“, lässt sich Glasner nicht in seine Gedanken blicken.

Wahrscheinlich ist: Die Frankfurter werden versuchen, zunächst wenig zuzulassen und erst dann im zweiten Schritt schnell nach vorne umzuschalten. „Betis wird mehr den Ball haben als wir“, vermutet Oliver Glasner, „wir erwarten sie mit offensiven Flügelspielern und werden daher vielleicht etwas defensiver agieren.“ Ihm, dem Coach, sei es jedoch wichtig, zwar Respekt vor dem Gegner zu haben, „aber auch den eigenen Fußball auf den Platz zu bekommen“. Denn eines ist für den Trainer klar: „Das Weiterkommen ist das Ziel.“ Allemal logisch.

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