1. Startseite
  2. Eintracht

Eintracht-Klassenbuch: Makoto Hasebe überragt in der Champions League

Erstellt:

Von: Thomas Kilchenstein, Ingo Durstewitz

Kommentare

Makoto Hasebe ist vor Harry Kane am Ball.
Makoto Hasebe ist vor Harry Kane am Ball. © afp

Eintracht Frankfurt im Spiel gegen Tottenham in der Einzelkritik – der Abwehrchef hat alles im Griff.

Gut dabei

Makoto Hasebe: Was für eine ausgebuffte Vorstellung. Kalt bis unter die Haarspitzen, immer auf Höhe des Spiels. Schlug den ersten klasse Pass nach eine Minute. Was er tat, hatte Hand und Fuß. Sensationell seine Grätsche kurz vor der Pause gegen Richarlison, überragend wie er Kane einmal ins Leere laufen ließ. Wieso spielte dieser Mann sechs Wochen lang nicht?

Evan Ndicka: Sehr seriöse, sehr aufmerksame Partie. Ohne Schnörkel, solide, bekam immer noch einen Fuß dazwischen. Hatte mit Richarlison oder Romero zwei raffinierte und schnelle Brasilianer gegen sich, schaffte er.

Djibril Sow: Das Metronom, bestimmt Tempo und Rhythmus und läuft die Räume zu, stopft Löcher. Ist fast überall auf dem Platz zu finden. Und spielte viele kleine, feine Pässe. Wichtiger Faktor im Frankfurter Spiel.

Ansgar Knauff: Spiele dieses Mal erst auf der linken Seite, wechselte später auf seine gewohnte. Dieses Mal bärenstark in der Defensive, bekam sogar von Kevin Trapp Applaus, der Ritterschlag. Dazu sehr mutig, ging frech nach vorne, dribbelte, traute sich was zu. Hatte nach 50 Minuten die beste Chance zur Führung, vergab ein wenig überhastet.

Ganz okay

Kevin Trapp: Sehr sicher. Mit der Faust, mit dem Fuß. Bekam in der ersten Halbzeit kaum etwas auf sein Tor. Das sprach für seine Vorderleute. Das änderte sich später. Da war er auf dem Posten, wie gewohnt.

Tuta: Ebenfalls eine abgehangene, abgeklärte Partie. Hatte eine Menge zu tun, die Londoner Angreifer stellten ihm so manche Bewährungsprobe. die meisten meisterte er. Marschierte einmal mit dem Ball über 50, 60 Meter durchs Mittelfeld.

Kristijan Jakic: Hatte es mit dem schnellen Ivan Perisic zu tun. Keine eichte Aufgabe, er schlug sich tapfer, machte immer wieder die tiefen Läufe, selbst wenn die Bälle nicht kamen. Verbiss sich förmlich in seine Aufgabe, nur keinen vorbei zu lassen.

Daichi Kamada: Versuchte, dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken, das gelang nicht immer. Aber der Japaner hat Ideen, die er umsetzen will. In der zweiten Halbzeit dominanter, auch wenn seine Pässe in die Spitze zu selten Abnehmer fanden. Das lag aber nicht an ihm.

Sebastian Rode: Gab das erste Schüsschen aufs Londoner Tor ab. Musste eine Menge Arbeit im defensiven Mittelfeld verrichten, wenn Tottenham das Spiel schnell machte. Verteilte die Bälle klug. Und kämpferisch macht ihm eh kaum einer was vor.

Jesper Lindström: Vergab nach einer Stunde eine erstklassige Möglichkeit zur Führung, da schoss er von der Strafraumgrenze freistehend über das Tor. Da wäre mehr drin gewesen. Es war da ohnehin seine bessere Hälfte, anfangs er nicht so richtig ins Spiel, war auch schwer gegen die britischen Brocken, die die Frankfurter Angreifer oft abkochten. Sein Tempo war aber ein Pfund, mit dem er wuchern konnte.

So lala

Randal Kolo Muani: Eigentlich schwächster Frankfurter Spieler. Konnte sich nie behaupten, wollte immer mit dem Kopf durch die Wand, war schwer anzuspielen und wenn, dann verlor er den Ball. Konnte gegen die physisch starken Londoner auch nicht seine Wucht ins Spiel bringen. Zu Recht nach einer knappen Stunde ausgewechselt.

Rafael Borré: Kam für Kolo Muani, musste bald feststellen, dass es wahrlich kein Zuckerschlecken ist, gegen diese Hintermannschaft ein Tor erzielen zu wollen. Mühte sich, mehr schlecht als recht.

Schwächelnd

Kein Eintrag

Zu spät gekommen

Luca Pellegrini, Eric Dina Ebimbe. (kil/dur)

Auch interessant

Kommentare