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Wird bald in Frankfurt trainieren: der finnische Nationaltorhüter Lukas Hradecky.
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Wird bald in Frankfurt trainieren: der finnische Nationaltorhüter Lukas Hradecky.

Eintracht Frankfurt

Torwart Hradecky wird Frankfurter

Eintracht Frankfurt erhöht das Angebot für Torhüter Lukas Hradecky vom dänischen Erstligisten Bröndby IF und verpflichtet den finnischen Torhüter für zwei Millionen Euro.

Von Manuel Schubert

Er war ganz schön was los am Freitagvormittag rund um die Frankfurter Arena. Auf dem Kunstrasenplatz hinter der Haupttribüne trainierten dutzende Kinder unter den strengen Augen des vielköpfigen Trainergespanns der Fußballschule von Karl-Heinz Körbel. Ob da das ein oder andere große Talent dabei ist? Die Zahl an Beobachtern konnte sich jedenfalls sehen lassen, nicht nur zahlreiche Eltern sondern auch einige Fotografen interessierten sich für die Spiele auf vier Kleinfeldern.

Nebenan auf dem Naturrasen drehten bereits die Spieler des FC Tokio ihre Runden. Die Asiaten sind schon frühzeitig angereist, einer der Trainer fing gar schon beim Aufwärmen jede einzelne Bewegung mit seiner Videokamera ein. Die Japaner nehmen den Freundschaftskick gegen die Eintracht am Sonntag, dem 2. August (15.15 Uhr), offenbar sehr ernst.

Kadlec hat Grippe und Fieber

Anders als Armin Veh, der die Saisoneröffnung ziemlich entspannt angeht. „Das ist jetzt nicht der große Test“, sagte der Eintracht-Trainer nach der Übungseinheit auf dem Platz vor der Wintersporthalle bei strahlend-blauem Himmel. Obwohl die Gegner direkt nebenan trainieren, hat sich der Coach noch gar nicht mit den Gästen aus Fernost beschäftigt. „Der Gegner interessiert mich gar nicht, nur meine eigene Mannschaft“, beschied Veh energisch.

Und da gab es in den vergangenen Tagen genug zu tun, denn die Eintracht hat am Freitag einen wichtigen Transfer festgezurrt: Torhüter Lukas Hradecky wechselt vom dänischen Erstligisten Bröndby IF an den Main. Das vermeldete der börsennotierte Verein am Freitagnachmittag um 14.45 Uhr auf seiner Homepage. Die Eintracht hat sich offenbar doch dazu durchgerungen, 15 Millionen Kronen – umgerechnet zwei Millionen Euro – Ablöse zu überweisen. Ursprünglich wollten die Hessen nur anderthalb Millionen zahlen. Laut der Mitteilung auf der Bröndby-Webseite sind im Kontrakt sogar einige weitere, erfolgsabhängige Zahlungen verankert. Sportdirektor Bruno Hübner hatte unter der Woche vor Ort in Kopenhagen verhandelt.

Dass der Hradecky-Deal noch scheitern würde, daran hatte bei der Eintracht zuletzt ohnehin niemand mehr gezweifelt. Veh ließ schon am Vormittag durchklingen, dass der Transfer in trockenen Tüchern sei. Er rechne damit, dass Hradecky kommenden Donnerstag für Bröndby noch das Rückspiel in der Europa-League-Qualifikation gegen Omonia Nikosia bestreite, danach werde er dann hoffentlich an den Main wechseln. Genauso ist es nun gekommen. Bröndby gab nämlich bekannt, dass der Torhüter erst am Freitag nach Frankfurt dürfe.

Das Pokalspiel gegen den Bremer SV am übernächsten Samstag (8. August) kommt für den 25-jährigen Hoffnungsträger damit noch zu früh. „Er muss ja seine neuen Mitspieler erst mal kennenlernen“, sagte Veh. Den 1,90 Meter großen Finnen ins kalte Wasser zu werfen sei auch „gar nicht notwendig“, so der Fußballlehrer weiter. Denn es gebe ja noch jemand anderen, wie Veh scherzhaft erklärte, und das reime sich sogar: „Unsere Nummer eins: der Lindner Heinz.“

Im Gegensatz zur Position zwischen den Pfosten, wo Veh nun aus vier Kandidaten (dazu Yannick Zummack und Emil Balayev) auswählen kann, ist der Angriff der Eintracht zurzeit ein wenig dünn besetzt. Alexander Meier ist noch in der Reha. Luc Castaignos läuft wieder, der Niederländer hat sich schnell von seinem Muskelfaserriss erholt, aber auch er kann am Sonntag nicht mitwirken. Enis Bunjaki weilt mit den A-Junioren im Trainingslager bei Limburg, und nun hat sich auch noch Vaclav Kadlec mit Grippe und Fieber für den Rest der Woche abgemeldet.

Flügelspieler soll kommen

Auch generell herrscht nicht wirklich ein Überangebot im Aufgebot der Hessen. Am Freitag konnte Veh beim Trainingskick nicht einmal elf gegen elf spielen lassen, Ersatztorwart Zummack musste gar auf dem rechten Flügel aushelfen. Schon jetzt ist klar: Allzu viele Leistungsträger dürfen sich im Lauf der Saison nicht verletzen. Veh stört das nicht: „Ich brauche keinen Wahnsinnskader, wenn ich nur Bundesliga spiele“, sagt er. „Im Normalfall sind wir schon auf jeder Position doppelt besetzt.“ Ein Flügelspieler soll ja ohnehin noch zur Eintracht stoßen. Der Torwart ist ja zumindest jetzt gefunden.

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