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Timothy Chandler.

Timothy Chandler

Timothy Chandler schuftet hart für sein Comeback

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Timmy Chandler hat die trüben Gedanken vertrieben.

Immer dann, wenn es für die Eintracht-Profis ernst und der Wettkampf simuliert wird, wenn es im Training also ordentlich zur Sache geht, verabschiedet sich Timothy Chandler aus der illustren Runde der Berufsfußballer und schiebt noch ein paar Extraschichten mit Athletikcoach Martin Spohrer. Trainingsspiele mit harten Zweikämpfen und rassigen Duellen sind für den Rechtsverteidiger, seit gestern 29 Jahre alt, noch etwas zu heikel, da ist das Risiko zu groß, dass wieder etwas passieren könnte.

Timmy Chandler kann ja froh sein, überhaupt wieder dabei zu sein, selbstverständlich ist das nicht, zumindest nicht nach dieser Verletzung, die den stets gut gelaunten Frankfurter Bub heimgesucht hat, damals im August des vergangenen Jahres: Knorpelschaden im rechten Knie, Operation, sechs Monate Pause – Minimum. So eine Blessur zählt zu der schwerwiegendsten Verletzung, die einen Sportler ereilen kann. Man weiß nie genau, wie der Heilungsprozess verläuft, manchmal zwingt einem das malade Knie buchstäblich in die Knie, einige hoffnungsvolle Karrieren sind am Knorpel schon zerbrochen. 

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Doch Chandler, der Mann mit dem sonnigen Gemüt, hat sich davon nicht ins Bockshorn jagen lassen, er ist, wie es seine Art ist, positiv an die Sache herangegangen und hat die trüben Gedanken vertrieben. Anfang Februar, drei, vier Wochen früher als erwartet, stand er schon wieder auf dem Platz. Das war, im Nachhinein betrachtet, vielleicht etwas zu früh, das räumte auch Trainer Adi Hütter ein. Chandler wurde zeitweise wieder aus dem Training genommen, um dem Knie die nötige Zeit zu geben, sich an die Belastungen zu gewöhnen. Wie lange es dauere, sagte Hütter unlängst, könne er nicht sagen. „Bei ihm brauchen wir die notwendige Geduld.“

Nun scheint er wieder auf einem guten Weg, wird langsam herangeführt. Ob es in dieser Saison noch klappt mit einem Einsatz, ist unklar. Chandler brennt darauf, will aber nichts übers Knie brechen. Für ihn haben sich die Prioritäten ohnehin etwas verschoben, er wird bald zum ersten Mal Papa, am 29. Mai ist der Geburtstermin – am Tag des Endspiels der Europa League in Baku. Könnte ja gleich ein doppelter Festtag werden.

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