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Tiefer Schock nach Horror-Verletzung von Meyerhöfer

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Von: Ingo Durstewitz, Daniel Schmitt

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Mit der Trage vom Feld: Der Fürther Spieler Marco Meyerhöfer verletzt sich schwer und wird in einer Frankfurter Klinik behandelt.
Mit der Trage vom Feld: Der Fürther Spieler Marco Meyerhöfer verletzt sich schwer und wird in einer Frankfurter Klinik behandelt. © dpa

Eintracht-Profi Jens Petter Hauge ist untröstlich, weil er den Fürther Marco Meyerhöfer unabsichtlich schwer erwischt hat.

Das Entsetzen über die eigene – unabsichtliche – Tat stand Jens Petter Hauge ins Gesicht geschrieben. Immer wieder fasste sich der Eintracht-Spieler an den Kopf, raufte sich die Haare und hielt sich die Hände vor die Augen, Tränen liefen über die Wangen. Der Schock saß tief, ganz tief.

Ein paar Sekunden zuvor war der 22-Jährige im Kampf um den Ball erst ausgerutscht und dann auch noch mit der Fußspitze im Rasen hängengeblieben, sodass er kurz vor Ende der Partie ungebremst in den Fürther Marco Meyerhöfer hineinrauschte. Hauge stürzte mit voller Wucht auf das am Boden fixierte Bein des Verteidigers, dessen Fuß sich böse verdrehte. Eine Horror-Szene, die Bestürzung auslöste. Alle umherstehenden Fußballer wendeten sich erschreckt ab und winkten hektisch die medizinische Abteilung herbei, im fast voll besetzten Stadion breitete sich eine gespenstische Stille aus.

Meyerhöfers Familie sieht Verletzung live im Stadion

Meyerhöfer, von unermesslichen Schmerzen gepeinigt, wurde nach der Erstversorgung mit der Trage vom Feld gebracht und umgehend in eine Frankfurter Klinik eingeliefert, in der er noch am Samstagabend operiert wurde. Begleitet wurde der 26-Jährige von seiner Frau und seiner Familie, die im Publikum weilten, weil der Profi aus der nahen Wetterau stammt und acht Jahre in der Jugend der Eintracht spielte. Der Klub teilte am Sonntag lediglich mit, dass sich der Spieler „schwer“ am Knöchel verletzt habe und „längere Zeit“ ausfallen werde. Sein Kollege Gian-Luca Itter, einst ebenfalls in Frankfurt, war konsterniert: „Ich habe keine Worte dafür. Ich habe es genau gesehen. Da wird alles andere zur Nebensache.“

Hauge war nach Spielschluss in die Kabine der Fürther geeilt, um das Gespräch mit den Akteuren zu suchen und um Verzeihung zu bitten. Eine Geste, die bei den Fürthern gut ankam. Trainer Stefan Leitl bedankte sich ausdrücklich bei der medizinischen Abteilung der Eintracht um Mannschaftsarzt Florian Pfab, die „tolle Hilfe geleistet“ habe.

Eintracht-Kapitän Sebastian Rode fasste die Gemütslage aller treffend zusammen: „Heute gibt es keine Gewinner, das überschattet das Spiel.“ Mitspieler Hauge, so Rode sei „untröstlich“. Diesen Eindruck hatte auch Coach Oliver Glasner: „Ihm tut es wahnsinnig leid.“ dur/dani

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