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Wuchtig: Alexander Madlung setzt sich durch.

Eintracht Testspiel

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Nach der Niederlage gegen den Hamburger SV hat Eintracht Frankfurt das zweite Testspiel auf arabischem Boden gewinnen können. Am Sonntagabend siegten die Hessen gegen Al Ain FC mit 3:1 (1:1). Es war der erste Sieg im dritten Jahr in den Emiraten überhaupt.

Die Tore für die Frankfurter erzielten Lucas Piazon (44.) und natürlich Alexander Meier, der gleich zweimal zuschlug (66./72.). Der 32-Jährige wurde im Anschluss an die Begegnung auch in einer aufwendigen Zeremonie zum Spieler des Spiels gewählt. Für den Topklub der Emirate traf Jires Kembo Ekoko (9.).

Die Eintracht verdiente sich den Erfolg in der zweiten Hälfte, als sie deutlich zulegte und den Kontrahenten kaum mehr zur Entfaltung kommen ließ. Gerade der zur Halbzeit eingewechselte Jan Rosenthal brachte Belebung ins Spiel, er war es auch, der den Ball vor dem 2:1 durch Alex Meier erkämpfte. „Wir wissen ja um seine Qualität“, sagte Trainer Thomas Schaaf. „Deshalb habe ich ihn ja auch eingesetzt.“ Es war das erste Spiel des Ex-Freiburgers seit vielen Monaten. Und wohl auch das letzte. Laut „Bild“ wird der Offensivspieler die Eintracht verlassen. „Wir sind uns einig geworden, dass es hier nicht mehr weitergeht“, sagte Rosenthal dem Blatt. Es wäre das Ende eines riesengroßen Missverständnisses.

Mit dem Auftritt in der ersten Hälfte in Al Ain war Schaaf nicht zufrieden, konnte er auch nicht sein, viele Angriffe des Gegners mündete in einer Torchance. Gerade der als Rechtsverteidiger eingesetzte David Kinsombi stürzte von einer Verlegenheit in die nächste, es ist, das muss man fairerweise anmerken, aber auch nicht seine angestammte Position. Und  die beiden defensiven Mittelfeldspieler Johannes Flum und Slobodan Medojevic kamen gar nicht auf Touren, bekamen gar kein Zugriff auf ihrer Gegner. Beide wurden zur Hälfte ausgetauscht. Schaaf nahm sie aber in Schutz: „Sie sind auch von den anderen Spielern abhängig, man sollte sich jetzt nicht zwei Leute raussuchen und markieren.  Wenn es insgesamt rund läuft, dann fällt es auch den Einzelnen leichter.“ Im zweiten Abschnitt kamen Jan Rosenthal und Martin Lanig ins Spiel. Dann wurde es besser.

Im ersten Durchgang hat Schaaf auch die Bereitschaft gefehlt. „Wenn man nicht gut spielt, muss man sich wenigstens quälen und die Wege machen. Diese Kritik habe ich in der Halbzeit angebracht.“ Die Mannschaft nahm sich Schaafs Worte zu Herzen.

Das könnte auch auf Vaclav Kadlec zutreffen. Der Tscheche wurde als Rechtsaußen eingesetzt, machte ein ordentliches Spiel, war sehr engagiert. Er hätte aber schon nach 70 Sekunden treffen müssen, da ließ er eine 100-prozentige Chance liegen. „Den muss er machen“, deckelte Schaaf sanft. Er habe seine Sache ganz gut gemacht, „aber er hätte ein Tor machen müssen. Das hätte ihm auch einen Schub gegeben.“ Kadlec kam mehrfach über seine Seite durch, seine Hereingaben waren aber meist zu kurz. „Den letzten Pass hat er nicht gebracht“, urteilte Schaaf.

Bei der Eintracht, die mit Wiedwald, Kinsombi, Madlung, Anderson, Oczipka, Kadlec, Flum (46. Rosenthal), Madeojevic (46. Lanig), Piazon, Meier und Seferovic (71. Yaffa) spielte, kamen einige Stammkräfte wie Kevin Trapp, Stefan Aigner oder Marco Russ gar nicht zum Einsatz. Marc Stendera (Erkältung) und Sonny Kittel (Reizung im rechten Knie) wurden geschont. Der an einer Grippe leidende Nachwuchsspieler Enis Bunjaki war schon am Wochenende aus Abu Dhabi abgereist.

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