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Marschiert auf der rechten Außenbahn: Danny da Costa.
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Marschiert auf der rechten Außenbahn: Danny da Costa.

Danny da Costa

Der Tempomann auf rechts

  • Thomas Kilchenstein
    VonThomas Kilchenstein
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Edelreservist Danny da Costa hatte eigentlich keine Chance, aber die hat er prompt genutzt .

Es ist noch gar nicht so lange her, einen knappen Monat vielleicht, da stand Danny da Costa in aller Frühe im VIP-Foyer der Haupttribüne, um ihn herum ein Pulk Reporter, und sagte, er müsse sich erst einmal „hinten anstellen“. Er müsse Geduld haben, bestenfalls könne er sich „über Kurzeinsätze empfehlen“, glaubte er in aller Bescheidenheit. Das erschien realistisch, die Konkurrenz auf seiner Position, rechts hinten, war ziemlich groß: Marius Wolf und Timothy Chandler. Das war, wie gesagt, nach dem ersten Spiel der Rückrunde.

Drei Rechtsverteidiger auf dem Platz

Am Samstag, nach dem Köln-Spiel, hat der Frankfurter Trainer Niko Kovac gesagt, die Eintracht verfüge über „drei richtig gute“ Rechtsverteidiger, „dafür beneiden uns einige in der Bundesliga.“ Und was tut der Pragmatiker Kovac: Er lässt alle drei spielen: Chandler auf links, Wolf weiter vorne, nur da Costa darf rechts hinten ran. Nur weil Wolf überragend spiele, könne er doch einen Chandler nicht draußen lassen, sagte der Coach.

So schnell also kann es gehen. Danny da Costa hat es am eigenen Leib erlebt, hat erlebt, dass sich gute Leistungen sofort auszahlen. Gegen Mainz 05 im Pokal hat er volle 90 Minuten gespielt, erstmals in dieser Saison, gegen Köln am Samstag hat er das 4:1 von Wolf vorbereitet. Streng genommen hat für Danny da Costa die Saison mit großer Verspätung begonnen. Ein erstes Ausrufezeichen setzte er, da war die Hinrunde eigentlich schon rum. Da Costa, im Sommer von Bayer Leverkusen als Back-up für Chandler verpflichtet, hatte bis dahin keine Rolle gespielt bei Eintracht Frankfurt, ganze 25 Minuten in den ersten beiden Partien gegen Freiburg und Wolfsburg hatte der Sohn eines Angolaners und einer Kongolesin, geboren in Neuss, bis dahin absolviert.

Spuren hat er keine hinterlassen. Dann riss eine Sehne im hinteren rechten Oberschenkel und da Costa lag monatelang auf Eis. Erst im allerletzten Pflichtspiel Mitte Dezember im Pokal gegen Heidenheim tauchte Costa, wie Phönix aus der Asche, wieder auf. Und wie: Als Einwechselspieler bereitete er mit einem beherzten Solo über rechts den 2:1-Siegtreffer vor. „Ich hatte eine Idee und habe sie durchgezogen“, sagte er damals.

Und dieses Solo steht symptomatisch für die Spielweise des Abiturienten: Da Costa traut sich was, er marschiert, wann immer sich die Gelegenheit ergibt auf seiner rechte Flanke nach vorne. Er agiert, nimmt couragiert das Heft des Handels in die Hand. Genau das wollen Trainer sehen. Dass die Frankfurter mittlerweile über eine sehr respektable Flügelzange verfügen, mit der sich massiert stehende Abwehrreihen aushebeln lassen, kommt nicht von ungefähr. Da Costa hat seinen Teil dazu beigetragen. Vieles, wenn nicht alles, spricht dafür, dass der 25-Jährige, der vor Jahren nach einer schweren Verletzung fast vor dem Karriereende stand, auch gegen Leipzig wieder in der Startelf stehen wird. Und mit ihm kommt neben einer gehörigen Portion Mut auch weiter Tempo ins Frankfurter Spiel, ohnehin stehen mittlerweile deutlich mehr schnelle Spieler im Kader als früher, neben da Costa, Chandler und Wolf sind das zudem Ante Rebic, Simon Falette oder David Abraham. Und über rechts weht frischer Wind.

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