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Teambuilding im Stadtwald

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Benfica Lissabon ist wohl an Lukas Hradecky interessiert.
Benfica Lissabon ist wohl an Lukas Hradecky interessiert. © Imago

Eintracht Frankfurt verkauft 30.000 Karten für die Saisoneröffnungsfeier und zeigt Gesprächsbereitschaft im Fall Hradecky.

Axel Hellmann hat einen Plan. Ihn umzusetzen wird nicht leicht, das ist ihm klar. „Ich werde einige Überzeugungsarbeit leisten müssen“, betont der Eintracht-Vorstand. Doch er wird es versuchen. Für den Sonntagmittag, wenn rund um die WM-Arena die große Saisoneröffnungsfeier steigt, hat sich Hellmann mit Präsident Peter Fischer zu einem Spaziergang über das Gelände verabredet. Wenn es nach dem Vorstand geht, mit kurzem Zwischenstopp am Rodeo-Stand. „Es ist mein persönliches Ziel“, verkündet er „dass der Präsident den Bullen besteigt.“ Hellmann und Fischer werden bei ihrem Vorhaben nicht unbeobachtet bleiben, rund 30 000 Karten hat die Eintracht bereits für ihren jährlichen Testkick im Stadion verkauft, am Ende dürften es um die 35000 werden. Eine ordentliche Zahl, wenn man bedenkt, dass es im Gegensatz zu den vergangenen Jahren nicht gegen einen Gegner von internationalem Format geht, sondern ausnahmsweise gegen den insolventen Regionalligisten FSV Frankfurt. Von einer derartigen Resonanz sei er „positiv überrascht“, sagt Hellmann.

Für den FSV ein Erlebnis

Während der Vorstand in der Partie einen „interessanten Test“ sieht – immerhin treffe die Eintracht ja eine Woche später in der erste Pokalrunde mit Erndtebrück ebenfalls auf einen Regionalligisten – ist der sportliche Aspekt für die klammen Bornheimer zweitrangig. Die erhalten für ihr Gastspiel (15.30 Uhr/live im HR) im Stadtwald eine fixe Antrittsgage von 150 000 Euro, eine wichtige Finanzspritze im Überlebenskampf nach Insolvenz und Abstieg. Das eigentliche Fußballspiel hat da eher den Charakter einer Teambuilding-Maßnahme. „Normalerweise fegen sie uns weg“, sagt FSV-Präsident Michael Görner. Aber vor eine derartigen Kulisse zu spielen, das werde für die neu zusammengestellte junge Mannschaft „ein tolles Erlebnis“, glaubt der 56-Jährige.

Lukas Hradecky im Fokus von Benfica Lissabon

In die Vorbereitung auf Sonntag platzte gestern eine Meldung aus Portugal, wonach Benfica Lissabon die Fühler nach Eintracht-Torwart Lukas Hradecky ausgestreckt haben soll. „An uns ist niemand von Benfica herangetreten“, sagte Sportdirektor Bruno Hübner dem „Wiesbadener Kurier“. Mit einem „entsprechenden Angebot“ werde man sich jedoch beschäftigen. Ein Abgang des Finnen in diesem Sommer würde allerdings verwundern, immerhin hat sich die sportliche Leitung der SGE mit dem Ballfänger darauf verständigt, dass er bis mindestens nächstes Jahr in Frankfurt bleibt. Viele geeignete wie erschwingliche Nachfolger sind ohnehin nicht mehr auf dem Markt.

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