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Meldete sich mit Schambeinverletzung ab: Makoto Hasebe.
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Meldete sich mit Schambeinverletzung ab: Makoto Hasebe.

Eintracht Frankfurt

Süßes oder Saures

  • Thomas Kilchenstein
    VonThomas Kilchenstein
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Für Eintracht Frankfurt beginnen nun die Wochen der Wahrheit. Die Hoffnung, dass Makoto Hasebe gegen Mainz spielen kann, besteht für Veh weiterhin.

Nach dem morgendlichen Sporttreiben gab es für den langen Torwart eine süße Überraschung. Kaum war das Training von Eintracht Frankfurt an diesem kalten Dienstagvormittag beendet, bekam Lukas Hradecky von der Öffentlichkeitsabteilung des Klubs noch auf der kleinen Kampfbahn eine leckere Sahnetorte überreicht, mit Adler obendrauf. Der Finne feierte an diesem Tag seinen 26. Geburtstag, nach der Gratulationscour musste der Schlussmann dann allerdings im Eintracht-TV Rede und Antwort stehen.

Das war der erfreuliche Teil des Trainings. Weniger erfreulich war, dass sich überraschenderweise der hilfsweise rechter Verteidiger spielende Makoto Hasebe mit einer Schambeinverletzung abgemeldet hatte. Im Spiel am Samstag und am Sonntag beim Auslaufen hatte er noch nichts gespürt, erst am Dienstag seien Beschwerden aufgetaucht. Wie schwerwiegend die Blessur ist, war gestern noch nicht bekannt. Wenn es sich allerdings um eine Schambeinentzündung handeln würde, könnte die Pause lange andauern. „Ich schreibe Hasebe für Samstag aber noch nicht ab“, sagte Trainer Armin Veh. Ein Ausfall des Routiniers würde ihm angesichts der momentanen Lage bei der Eintracht sicherlich überhaupt nicht ins Konzept passen, zumal ja auch schon Marco Russ (Muskelbündelriss) und Luc Castaignos, dem am Dienstag das gerissene Syndesmoseband in einer Operation geflickt wurde, längere Zeit ausfallen werden.

Problem im Winter lösen

Am Dienstag jedenfalls rückte Allrounder Aleksandar Ignjovski mal wieder auf die rechte Verteidigerposition, Luca Waldschmidt übte sich auf dem linken Flügel. Veh macht aber kein Hehl daraus, dass er den 19-Jährigen eher im zentralen Angriff sieht. Allenfalls in größter Not würde Waldschmidt links spielen. „Das Problem links müssen wir im Winter lösen“, bekräftige Veh gestern noch einmal, dass Eintracht Frankfurt in der Wechselphase auf dem Transfermarkt zuschlagen werde.

Immerhin drehte Stefan Reinartz eifrig seine Runde, „bei ihm“, sagte Veh, „sieht es besser aus“. Man muss freilich abwarten, wie das Knie auf die Belastung reagiert. Reinartz hatte die Partie gegen seinen alten Klub Leverkusen am Samstag wegen Schmerzen an der Patellasehne verpasst.

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Zum kommenden Gegner, dem FSV Mainz 05, wollte sich Trainer Veh gestern dezidiert noch nicht äußern. „Es ist ja heute erst Dienstag.“ Aber natürlich zerbricht sich der Fußball-Lehrer den Kopf, wie die Partie beim Nachbarn erfolgreich gestaltet werden kann. So furchtbar erfolgreich freilich war Eintracht Frankfurt in der Vergangenheit nie in Mainz, zwölf Mal spielte die Hessen in den letzten 30 Jahren dort, lediglich einmal, 1986, verließen sie den Platz als Sieger, und zwar in der zweiten DFB-Pokalrunde mit 1:0 nach Verlängerung. Das Frankfurter Tor erzielte Reinhold Jessl. Im Tor der Mainzer stand übrigens ein gewisser Manfred Petz – das ist jener „Moppes“ Petz, der heute als Torwarttrainer Frankfurter Schlussleute besser macht. Und auch wenn Armin Veh nicht viel gibt auf Statistiken, so weiß er doch, dass jetzt die Spiele kommen, „in denen wir was holen sollten“. Nach Mainz kommt Darmstadt, nach der Partie in Dortmund erwartet die Eintracht Bremen, das sind Begegnungen, in denen die Hessen ein wenig Polster zwischen sich und den Abstiegsplätzen packen können.

Anderes Kaliber

Ob jetzt tatsächlich Luca Waldschmidt eine Option auf dem linken Flügel ist, bleibt abzuwarten. Es zeigt sich jetzt halt auch, dass die Jungen noch nicht so weit sind, etwa Joel Gerezgiher, der im Training in den kleinen Spielchen oft gut aussieht. „Aber das ist am Samstag in der Bundesliga anderes Kaliber“, sagt Veh, der bei seiner Meinung bleibt, junge Spieler fördern zu wollen, aber in der derzeit kritisch Lage tue man ihnen mit einem Einsatz keinen Gefallen. „Es ist einfacher, die Jungen zu bringen, wenn es läuft.“

Aber auch mit gestandenen Spielern ist Veh nicht zufrieden, Timothy Chandler etwa, der am Samstag nach 20 Minuten in die Partie kam, habe ja „auch nicht gerade überzeugt“. Aber wie solle er auch in Form kommen, fragte der Coach rhetorisch. Chandler verpasste große Teile der Vorbereitung, weil er mit der USA den Gold-Cup spielte, dann verletzte er sich am Meniskus und musste operiert werden. Es gibt vor dem Prestigespiel am Samstag also noch jede Menge Baustellen in Frankfurt. Mehr Saures als Süßes.

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