Die neue Nummer 11: Steven Zuber erhält Gacinovics Trikot.
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Die neue Nummer 11: Steven Zuber erhält Gacinovics Trikot.

Neuzugang der Eintracht

Mehr als nur möglicher Kostic-Ersatz? Hütters Plan mit Zuber

  • Nico Scheck
    vonNico Scheck
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SGE-Neuzugang Steven Zuber kann offensiv quasi jede Position spielen. Doch wie plant Adi Hütter mit dem Neuen bei Eintracht Frankfurt?

Frankfurt - „Hauptsache offensiv, dann blühe ich auf.“ Die Ansage, die Steven Zuber bei seiner Ankunft bei Eintracht Frankfurt gen SGE-Entscheidungsträger richtete, war eindeutig. Trainer Adi Hütter und Sportvorstand Fredi Bobic dürften genau zugehört haben - und wenig überrascht gewesen sein. Schließlich haben sie Zuber aus genau diesem Grund von der TSG Hoffenheim verpflichtet. Zuber ist in der Offensive eine Allzweckwaffe, ein Allrounder. Was er nicht ist: „Linker oder rechter Verteidiger“ (nächste Ansage Zuber).

Doch wo wird der 29-Jährige unter Hütter spielen? Wie plant der Übungsleiter mit seinem Neuzugang?

Eintracht Frankfurt holt Steven Zuber - als Kostic-Ersatz?

Nun, aus Sicht von Bobic dürfte Zuber genau den Zweck des Allrounders erfüllen. Weil die SGE eigentlich gleich mehrere Planstellen mit Transfers füllen müsste, weil aber auch ein gewisses Virus die Finanzen stark eingeschränkt hat und weil Zuber ein Transfer für zwei bis drei Positionen ist. Clever, vermag der Mathematiker da zu sagen. Bobic ist konkreter: „Mit Steven Zuber verstärken wir uns auf mehreren Positionen. Zum einen erweitert er unsere Möglichkeiten auf beiden Außenbahnen, zum anderen kann er in der Mittelfeldzentrale auflaufen.“

Die Außenbahn, vor allem die linke, ist Zubers bevorzugtes Habitat. Die Linie rauf und runter flitzen, Tempo machen, Tore schießen. Letzteres gelang dem Schweizer Nationalspieler mit sechs Treffern in der Saison 2018/19 ganz gut, im vergangenen Jahr bremste ihn eine Fuß-OP aus. Jetzt ist Zuber wieder fit und könnte die linke Außenbahn wieder rauf und runter flitzen, wenn, ja wenn da nicht ein Filip Kostic wäre. Bei Kostic steckt Eintracht Frankfurt im Dilemma. Bei einem passenden Angebot würde man ihn wohl ziehen lassen, Zuber stünde als Nachrücker parat. Und wenn Kostic bleibt?

Steven Zuber kann auch Spielgestalter - Das Mädchen für alles bei Eintracht Frankfurt

Ex-Eintrachtler Gelson Fernandes weiß die Antwort. Gegenüber „Bild“ erklärt er: „Er ist flexibel, kann auch rechts und im Zentrum spielen. Auch die linke Halbposition im Mittelfeld – also als halbe Acht – könnte zu ihm passen.“ Zuber und Fernandes kennen sich aus der Nationalmannschaft. So schwärmt Fernandes: „Er ist schnell, clever, konzentriert, hat ein gutes Gespür für die jeweilige Situation. Er kann ins Eins-gegen-eins gehen, ist stark im Abschluss und kann auch Tore schießen.“

Mit diesen Qualitäten bietet sich Zuber durchaus auch als Spielgestalter hinter den Spitzen an. Dort, wo Daichi Kamada gesetzt ist. Während der Japaner eher als Feingeist bekannt ist, wäre Zuber die etwas dynamischere Variante. Damit ergibt sich für den 29-jährigen Neuzugang der SGE die Situation, für mehrere Positionen in Frage zu kommen, die, Stand jetzt, eigentlich schon besetzt sind. Doch eine Saison ist lang und vermutlich hat ihn Eintracht Frankfurt genau dafür geholt: Als Mädchen für alles. Oder wie es Zuber passend formuliert: „Ich wurde geholt, weil ich offensiv viele Positionen spielen kann. Auf rechts, auf links, hinter den Spitzen.“

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