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Eine Klasse für sich, mit den Händen, aber auch mit dem Fuß: Stefan Ortega.
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Eine Klasse für sich, mit den Händen, aber auch mit dem Fuß: Stefan Ortega.

Eintracht-Gegner

Stefan Ortega von Arminia Bielefeld: Der Spielmacher mit Handschuhen

  • Daniel Schmitt
    VonDaniel Schmitt
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Torwart Stefan Ortega will auch gegen Frankfurt das Arminia-Spiel prägen - mit dem Fuß.

Bereits an Spieltag Nummer eins der Bundesligarunde huldigte ihm der Kontrahent wieder, er kennt das ja aus der Vorsaison, das ganze Lob, dieser kleine Riese zwischen den Pfosten eines Tores, das gefühlt ständig unter Beschuss steht. Und das er, Stefan Ortega, versucht, mit Händen und Füßen und manchmal auch mit Oberkörper oder Kopf zu schützen. Dann schmeißt er sich in alle Richtungen, zeigt Parade nach Parade, schließlich braucht sein Klub, die Arminia aus Bielefeld, solch einen Klassemann zwischen den Pfosten, anders ist die Wiederholung des Ligaerhalts kaum möglich.

Beim Bielefelder Saisonauftakt gegen den SC Freiburg also war Ortega, 28, geboren im nordhessischen Hofgeismar, wie so oft bester Akteur seiner Mannschaft. Er hielt das 0:0 fest und war darüber hinaus „ein Spielmacher, der im Tor steht“, wie Gästetrainer Christian Streich anerkennend anmerkte. Das sei schon außergewöhnlich, so der Freiburger Fußballlehrer. „Er spielt jeden Ball auf 60, 70 oder 80 Meter auf den Punkt.“

Stefan Ortega von Arminia Bielefeld: Topteams blitzen ab

79 Ballkontakte sammelte Ortega in der Partie gegen die Breisgauer, eine Woche darauf beim 1:1 in Fürth immerhin noch 61 - beide Male war keiner seiner Kollegen häufiger an der Kugel. Auch am Samstag (15.30 Uhr) im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt sind ähnliche Werte zu erwarten, Werte, die auf einer guten fußballerischen Ausbildung des Ballfängers beruhen und ihn daher schon seit längerer Zeit für bessere Klubs interessant machen. Gute Fußballer auf der Torhüterposition sind gefragt bei Topteams.

So klopften vor der vergangenen Spielzeit zum Beispiel Bayer Leverkusen, Ajax Amsterdam und PSV Eindhoven an, vor dieser dann die Weltklubs Bayern München und Atletico Madrid. Ortegas sich wiederholende Antwort: nein! Der Familienvater will kein Dasein auf der Bank fristen. Denn, na klar, bei den Bayern wäre er niemals an Manuel Neuer vorbeigekommen, oder auch in Madrid nicht an Jan Oblak. „Mir gefällt es schon ganz gut, regelmäßig zu spielen“, sagt Ortega. Freilich: Die spanische La Liga bleibt ein Traum für den Mann mit spanischen Wurzeln.

Stefan Ortega von Arminia Bielefeld: Die deutsche Nummer vier

Nur eben (noch?) nicht als Ersatzmann, dafür ist er schlicht zu ehrgeizig, wie er selbst sagt: „Auf dem Platz bekommen Mitspieler das Kotzen, weil ich mich auch im Training über jedes Gegentor richtig aufrege.“ Abseits des Feldes ist der Familienvater ein umgänglicher, offener, auch witziger Typ – und ein Führungsspieler. Neben Kapitän Fabian Klos ist der Torwart das Gesicht der Bielefelder, bereits mit 14 Jahren wechselte er zur Arminia, bei der er fast zum Nationalspieler gereift wäre.

In diesem Sommer, als Marc-André ter Stegen vom FC Barcelona für die Europemeisterschaft verletzt absagte, sollte sich Stefan Ortega als Nummer vier daheim fit halten. Sicher ist sicher, weitere Blessuren bei den anderen Keepern, bei Neuer, Kevin Trapp oder Bernd Leno, waren eben nicht ausgeschlossen. Ortega freute sich wie Bolle über diese ihm von Ex-Bundestrainer Joachim Löw zugewiesene Ehre, das deutsche Ausscheiden im Achtelfinale schaute er dann aber doch vorm TV mit an. Er wird’s verschmerzen können.

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