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Unwiderstehlich: Evan Ndicka trifft mal wieder.
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Unwiderstehlich: Evan Ndicka trifft mal wieder.

Eintracht-Abwehr ein Bollwerk

Stabiles Fundament

Die Eintracht-Abwehr lässt gegen Köln fast nichts zu - Coach Hütter ist „beeindruckt“.

Kevin Trapp, der gut gelaunte Ballfänger, der gestern beim Spiel seiner Frankfurter Eintracht gegen den 1. FC Köln ehrlicherweise gar nicht so viele Bälle fangen musste, gab hinterher noch ein paar Einblicke in den Alltag, ins Training, bei dem ja zurzeit coronabedingt so ziemlich jeder ausgesperrt ist, der nicht gerade Bundesligatauglichkeit beim Kicken, Coachen oder eben als Torwart vorweisen kann. Also schilderte Trapp, der Nationalmann, mit einem Lächeln im Gesicht, was seinen Teamkollegen, den jungen Evan Ndicka, zuletzt ausgezeichnet habe auf dem Übungsplatz: Eigentore. „Im Training hat er öfter mal einen ins eigene Tor geschossen“, scherzte Trapp, „er hat das also geübt.“ Das Toreschießen wohlgemerkt.

Denn beim verdienten 2:0-Sieg der Eintracht gegen die Kölner traf Ndicka natürlich nicht ins eigene Netz, sondern – deutlich sinnvoller aus ihrer Sicht – in das des Gegners, nach 79 Minuten zum Endstand. Es war der zweite Treffer des Franzosen im zweiten Spiel nacheinander, beide Male war er per Kopf erfolgreich, beide Male hatte ihm Kollege Filip Kostic den Ball serviert. Bien joué.

Nicht nur als Aushilfsstürmer setzte der elegant spielende Franzose aber in den vergangenen Wochen wichtige Akzente, auch hinten, dort wo der Verteidiger hauptsächlich gefragt ist, wusste er zu überzeugen. Nachdem Ndicka zu Saisonbeginn noch häufig dem Treiben von der Ersatzbank oder der Tribüne aus zusehen musste, weil er selbst verletzt war und Trainer Adi Hütter in der Dreierabwehrkette auf die erfahrenen David Abraham, Makoto Hasebe und Martin Hinteregger baute, hat sich die Eintracht in ihrer defensiven Reihe deutlich verjüngt. Abraham ist längst in Argentinien zu Hause, Hasebe im Mittelfeld - und so sind die Jungspunde Ndicka und Tuta, beide 21, an der Seite von Papa Hinti gesetzt. Sie zahlen es mit konstant guten Leistungen zurück.

50. weiße Weste für Trapp

„Wenn man gewinnt, wird der Blick meistens auf die Offensive gerichtet“, sagte Hütter am Sonntagabend und zog einen Vergleich heran: „Aber bei einem Haus baut man ja auch nicht zuerst die Terrasse, sondern das Fundament. Und das ist bei uns eine stabile Abwehr.“ Die Kölner konnten nur sechs Torschüsse abgeben, keiner von ihnen war wirklich gefährlich. Kevin Trapp, der im 198. Einsatz für die Eintracht zum 50. Mal ohne Gegentreffer blieb, musste seine Fähigkeiten nie ernsthaft unter Beweis stellen. Zum dritten Mal kassierten die Hessen kein Gegentor. „Wir haben wie so oft in letzter Zeit nichts zugelassen“, so Trapp.

Neben Ndicka, der nur einmal mit einem übermütigen und deshalb schiefgelaufenen Querpass für einen Hauch von Kölner Torgefahr sorgte, stach erneut Hinteregger heraus. Seinen Kölner Gegenspieler Emmanuel Dennis hatte er komplett unter Kontrolle. Zudem ist offensichtlich, dass sich Tuta und Ndicka am erfahrenen Österreicher, 28, orientieren. „Martin war der absolute Chef und hat gefühlt jeden Zweikampf gewonnen“, lobte Hütter und führte aus: „Evan hat sich nach der Pause und einer guten ersten Hälfte noch einmal enorm gesteigert, und Tuta hat auch souverän gewirkt.“ Die Verteidigung habe ihn insgesamt „beeindruckt“.

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