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Bleibt in Bern: Christoph Spycher.
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Bleibt in Bern: Christoph Spycher.

SGE

Absage an Eintracht Frankfurt – Umworbener Ex-Kapitän kommt nicht

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
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Berner Sportchef bleibt in der Schweiz und wird Fredi Bobic als Frankfurter Sportvorstand nicht beerben: „Loyalität hat zentrale Bedeutung.“

Frankfurt – Der Name geisterte durch Frankfurt, seit Fredi Bobic in diesem merkwürdigen Alleingang seinen Abgang im Sommer herausposaunte und sich mit einer gehörigen Portion Eigensinn über einen bestehenden Vertrag hinwegzusetzen versuchte. Christoph Spycher, 42 Jahre alt, früher Kapitän der Frankfurter Eintracht, hätte das Zeug dazu, dem erfolgreichen Bobic als Sportvorstand des aufstrebenden hessischen Bundesligisten nachzufolgen, da waren sich alle einig. Die Eintracht-Verantwortlichen hatten beim intelligenten früheren Schweizer Nationalspieler vorgefühlt, ob er sich einen Seitenwechsel und eine Rückkehr zur Eintracht auf anderer Ebene vorstellen könnte.

Eintracht Frankfurt: Spycher vertragstreu

Doch schon bald hieß es, das könne schwierig werden. Spycher nämlich sei ein Mann, der sich an Werten orientiere, nicht sprunghaft sei, dafür aber vertragstreu. Spychers Kontrakt beim Schweizer Meister Young Boys Bern läuft noch bis 2022.

Und so ist die Meldung nun auch keine riesige Überraschung mehr, dass der Familienvater seine Mission in Bern noch nicht als erfüllt ansieht und seinen Klub nicht verlassen wird. Der Eintracht sagte er ab.

Eintracht Frankfurt: Schon als Spieler wie als Manager

„Der Erfolg der Young Boys in den letzten Jahren beruht auf verschiedenen Werten, die wir im Alltag leben. Insbesondere loyales Verhalten gegenüber dem Verein hat für uns eine zentrale Bedeutung. Für mich ist wichtig, dass ich dies vorlebe“, sagte der einstige Linksverteidiger. „Aus diesem Grund möchte ich festhalten, dass ich auch in der kommenden Saison Sportchef der Young Boys sein werde.“

Für die Eintracht ist das eine Nachricht, die die Verantwortlichen nicht überraschte, aber im Umfeld zumindest für Enttäuschung sorgte, denn Christoph Spycher, der als Spieler schon wie ein Manager dachte und den Fußball seit jeher als komplexes Geschäftsmodell begriff, das weit übers Spiel hinausgeht, wäre die logische Lösung gewesen, die Idealbesetzung.

Eintracht Frankfurt: Spycher macht 40 Millionen

Der frühere Schweizer Internationale hat in Bern herausragend gute Arbeit geleistet, seit er 2016 die Nachfolge von Fredy Bickel als Sportchef antrat.

Spycher hat den Berner Traditionsklub mit klugen Personalentscheidungen binnen kürzester Zeit an die Spitze geführt und zuletzt dreimal in Folge den Titel geholt. Nebenbei hat er in den Jahren 2018 und 2019 einen Gewinn von fast 40 Millionen Euro erwirtschaftet.

Eintracht Frankfurt: Ab Mittwoch wird es heiß

Das alles ist umso höher zu bewerten, da es den Young Boys unter Spychers Leitung gelang, eine Wachablösung herbeizuführen und die Vormachtstellung des über Jahrzehnte hinweg dominierenden FC Basel zu durchbrechen. Die Baseler wurde allein zwischen 2002 und 2017 zwölfmal Meister – ehe Bern in diese Phalanx einbrach und im Jahr 2018 die erste Meisterschaft seit 32 Jahren feiern durfte, Trainer: Adi Hütter. Eine neuerliche Zusammenarbeit in Frankfurt wird es allerdings nicht geben. Für die Eintracht geht die Suche nach einem Nachfolger für Fredi Bobic, der ja nicht mal weg ist, also weiter. Nach der Aufsichtsratssitzung am kommenden Mittwoch wird das Thema wohl Fahrt aufnehmen. (Ingo Durstewitz)

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