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Steht sicher in der Startformation: Sebastian Rode. Nur: wie lange? Foto: dpa
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Steht sicher in der Startformation: Sebastian Rode. Nur: wie lange?

SGE

Sprung nach oben: Holt Eintracht Frankfurt 70 Punkte im Jahr 2021?

  • Daniel Schmitt
    VonDaniel Schmitt
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Eintracht Frankfurt kann sich mit einem Sieg im Prestigeduell gegen den FSV Mainz 05 an den internationalen Rängen festbeißen,

Frankfurt - Ganz vorsichtig wagte sich die journalistische Zunft ran ans Thema. Ob er denn nicht so etwas wie ein klitzekleines Fazit der Hinrunde ziehen wolle, wurde er gefragt. Der erste Teil der Saison dauere ja schließlich nicht mehr lange, nur noch dieser eine Kick am Samstag (15.30 Uhr/Sky) im eigenen Stadion gegen den Nachbarn aus Mainz wartet noch. Was soll’s also, Herr Glasner, gerne bitte jetzt schon mal loslegen. „Es ist kein Zeitpunkt für ein Resümee“, erwiderte der Herr Glasner, Vorname Oliver und seines Zeichens Trainer von Fußballbundesligist Eintracht Frankfurt.

Freundlich sagte er das, so wie er stets auftritt in den Unterredungen mit der Presse, aber jetzt einen Haken hinter eine noch nicht beendete Hinrunde zu setzen, das kam und kommt für ihn nicht in Frage. Stattdessen: volle Konzentration auf das Spiel gegen den FSV Mainz 05. „Wir können in der Tabelle noch einen Sprung nach oben machen“, so Glasner, und ganz allgemein: „In Wahrheit zählt‘s doch eh nur zu einem Zeitpunkt.“ Mitte Mai nach 34 Runden nämlich.

Eintracht Frankfurt klettert nach oben

Eintracht Frankfurt hat die beschwerlichen Zeiten hinter sich gelassen, ist mit 24 gesammelten Punkten auf Rang sieben geklettert und kann auch fußballerisch derzeit zum vorderen Drittel der Liga gezählt werden. Ebenso wie der Gegner, die Mainzer, die sich punktgleich direkt vor der Eintracht einreihen und unter Trainer Bo Svensson einen attraktiven Ball spielen. Durch die 4:0-Demonstration gegen die Berliner Hertha schraubten die Rheinhessen ihr imaginäres Punktekonto dieses Kalenderjahres auf satte 57 Zähler nach oben, allerdings in 37 Partien, weil coronabedingt vier Hinrundenspiele in diesem Jahr ausgetragen wurden. „Champions-League-verdächtig“, wie die FR jüngst trotzdem jubilierte. Allemal beeindruckend, finden das selbst weniger euphorische Beobachter. Allein: Die Frankfurter sind noch besser, trotz ihres miesen Abschlusses der Vorsaison und des schwachen Starts in die jetzige. 67 Zähler konnte die Eintracht im Jahr 2021 bisher verbuchen, trotz diverser Europapokalbelastungen, das ist aller Ehren wert.

Damit am Samstag das eigene Erfolgskonto auf 70 Punkte gebracht werden kann, bedarf es ziemlich sicher einer guten Leistung. Im Stadtwald treffen zwei formstarke Mannschaften aufeinander, die sich nicht mal eben mit einem bisschen Larifari aus dem Weg räumen lassen werden. Sich zum Sieg zu wurschteln, was ja auch manchmal ganz nett sein kann, scheint da eher unwahrscheinlich bis nahezu unmöglich.

Eintracht Frankfurt: „Gar nicht so ein Blödsinn“

„Wir werden Spieler auf dem Platz haben, die das Spiel gewinnen können“, sagt Glasner selbstbewusst, was blöderweise auch für die Gäste gelten dürfte. Gegen Mainz tat sich die Eintracht fast traditionell schwer, zumindest lässt manch Erinnerung diese Einschätzung reifen. Und in der Tat konnten die Hessen zwar vergangenen Januar in Mainz mit 2:0 gewinnen, daheim aber sprang in den letzten drei Aufeinandertreffen nur ein Pünktchen heraus - und der war im Saisonendspurt 2020/21 auch noch eine herbe Enttäuschung. Woran also hochziehen aus Eintracht-Sicht?

Nun, alles in allem zum Beispiel ist die Bilanz gar nicht mal so mies wie gedacht. Neben 15 Unentschieden holten die Frankfurter elf Siege in Pflichtduellen gegen die Mainzer, das ist einer mehr als der Konkurrent. Zudem: Oliver Glasner konnte als Wolfsburger Coach drei seiner vier Spiele gegen den FSV klar für sich entscheiden. Immerhin.

Der Eintracht wird im eigenen Stadion nicht bange sein müssen, der Aufwärtstrend hat das Selbstvertrauen genährt, der Blick auf die Tabelle sollte selbiges mit der Gier vollbringen. Ein weiterer Dreier und die Hessen könnten im neuen Jahr zumindest vorerst das angenehme Gefühl der tabellarischen Sorglosigkeit verspüren. Sie würden gar wieder ernsthaft in den Kreis der Europapokalkandidaten aufsteigen.

Eintracht Frankfurt: Viel Arbeit mit Mainzer Offensive

Gerade defensiv wird auf die Gastgeber viel Arbeit zukommen. Das Mainzer Angriffsdoppel um Fast-Nationalspieler Jonathan Burkardt und Österreichs Internationalen, Karim Onisiwo, ist prächtig in Form, zudem kassieren die Hessen aus Sicht von Coach Glasner ohnehin ein paar Tore zu viel. Zu allem Überfluss wird der Frankfurter Fußballlehrer hinten personell umbauen müssen. Tuta fehlt gesperrt, Kristijan Jakic fällt verletzt aus. Während fürs defensive Mittelfeld Sebastian Rode eine wunderbare Alternative verkörpert, wenngleich wohl nicht über die vollen 90 Minuten, brachte der Trainer für den rechten Abwehrpart mit Almamy Touré und Stefan Ilsanker zwei wesentlich schwächere Alternativen ins Spiel. „Da haben wir mehrere Überlegungen“, sagt Glasner. Eine wäre auch: Makoto Hasebe, den Altmeister, als Libero aufzubieten und Linksfuß Martin Hinteregger ausnahmsweise auf rechts abräumen zu lassen. Nicht ideal, aber wohl die beste Option.

Grundsätzlich, findet der Coach noch und fällt damit unfreiwillig doch ein klitzekleines Fazit der erst fast beendeten Hinrunde, habe sich sein Team klar weiterentwickelt, fußballerisch, taktisch, fast überall. Selbst ein Mann wie Hasebe, fast 38 Jahre alt, habe in manch Bereichen noch Fortschritte gemacht, das Nach-Vorne-Verteidigen nannte Glasner. Und warum? „Weil er sich vom ersten Tag an damit beschäftigt und dann gemerkt hat: Ist wohl gar nicht so ein Blödsinn, was der Trainer da erzählt.“

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