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Fußballgötter altern nicht: Eintracht-Kapitän Alex Meier.
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Fußballgötter altern nicht: Eintracht-Kapitän Alex Meier.

Eintracht Frankfurt

Spiel mit dem Feuer

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
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Eintracht Frankfurt und Sportchef Bobic sind eigentlich auf dem richtigen Weg. Doch der Klub muss aufpassen, sich nicht in einem hausgemachten Problem zu verstricken. Stichwort: Der Konflikt um Alex Meier. Ein Kommentar.

Im Riederwald, dort, wo das Herz der Eintracht schlägt, ist am Freitag der neue Hauptsponnor präsentiert worden. Indeed, ein US-Unternehmen, steht für die Parameter, mit denen die Frankfurter sich zukunftsträchtig aufstellen wollen: Internationalität und Digitalisierung.

In Bälde will der Mittelständler Eintracht zwar kein Global Player sein, sich aber aus dem Niemandsland verabschiedet und gen Europa verschoben haben.

Derzeit sind die Frankfurter in der Gegenwart gefangen, und diese zu bewältigen, fällt ihnen zuweilen schwer. Das liegt an den strukturellen Problemen, an der fehlenden Finanzkraft.

In dieser Saison werden die Hessen bis zu 15 Millionen Euro in die neue Mannschaft stecken; Geld, das sie aus dem laufenden Betrieb heraus generieren und zur Verfügung stellen müssen.

Ein tiefer Graben

Die Eintracht muss – wie Freiburg, Köln und Mainz – es schaffen, ihre Spieler in Wert zu setzen und gewinnbringend zu veräußern. Das geht natürlich nur mit Profis oder Talenten, die man entdeckt oder am besten selbst entwickelt.

Fredi Bobic ist auf dem richtigen Weg, der Sportchef ist umtriebig und versucht mit einem engmaschigen Spähernetz, so manchen Fisch an Land zu ziehen, der sonst vorbeigeschwommen wäre. Gut so.

Aber Bobic kann nicht zaubern und in einem Jahr all das verändern, was über Jahre hinweg versäumt wurde.

Er legt überdies großen Wert auf die Verzahnung mit der Jugend. Auch das ist wichtig. Die Eintracht muss wieder mehr eigene Talente zu den Profis befördern, die nicht nur den Kader auffüllen, sondern den Durchbruch schaffen können.

Aktuell muss der Klub aufpassen, sich nicht in einem hausgemachten Problem zu verstricken, das die Stimmung nachhaltig vermiesen könnte: Der schwelende Konflikt um Alex Meier ist Gift für die Eintracht, ein sensibles Thema sowieso.

Das jüngste Theater rund um Meiers Verletzung zeigt, wie tief der Graben zwischen dem Kapitän und den sportlich Verantwortlichen ist.

Meier hat einen Fehler gemacht, Bobic nicht unverzüglich von seiner Verletzung zu informieren. Doch dass sich Bobic zu einer öffentlichen Replik in dieser Deutlichkeit hinreißen lässt, zeigt, wie verhärtet die Fronten sind.

Es ist ein Muskelspiel, ein Spiel mit dem Feuer. Meier, ohnehin demontiert, hat große Verdienste um den Verein, er ist das Gesicht des Klubs.

Die Eintracht muss aufpassen, nicht ihre letzten Identifikationsfiguren zu vergraulen, denn ein paar Köpfe und Vorbilder braucht ein Verein auch in der heutigen schnelllebigen Zeit.

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