Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Bester Frankfurter trotz langer Nichtberücksichtigung: Kapitän Makoto Hasebe (rechts), am Ende verletzt ausgewechselt. imago images
+
Bester Frankfurter trotz langer Nichtberücksichtigung: Kapitän Makoto Hasebe (rechts), am Ende verletzt ausgewechselt. imago images

Europa League

Später Sieg in Antwerpen: Die Eintracht-Spieler in der Einzelkritik

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
    schließen
  • Thomas Kilchenstein
    Thomas Kilchenstein
    schließen

Da ist er, der erste Sieg in dieser Spielzeit. Fast in letzter Minute gelingt er. Eintracht Frankfurt gewinnt 1:0 in Antwerpen.

Antwerpen - Der Knoten ist geplatzt. Im neunten Anlauf gelingt Eintracht Frankfurt der erste Saisonsieg. Im zweiten Gruppenspiel der Europa League gewinnen die Mannen von Trainer Oliver Glasner durch ein Elfmetertor von Goncalo Paciencia in der Nachspielzeit mit 1:0 bei Royal Antwerpen. Das Klassenbuch verrät, wie sich die SGE-Spieler im Einzelnen geschlagen haben.

Sonderlob

Goncalo Paciencia: Eiskalt ins Eck versenkte er den entscheidenden Elfmeter, schnappte sich kurz nach seiner Einwechslung selbstbewusst den Ball. Wichtig für ihn, sehr wichtig fürs Team. Schrie all die in ihm steckenden Emotionen beim Jubeln heraus.

Jesper Lindström: Eingewechselt und ebenfalls entscheidend. Nutzte den Freiraum kurz vor Schluss, dribbelte den Elfmeter heraus. So hatte sich Coach Glasner das erhofft.

Gut dabei

Makoto Hasebe: Als wäre er nie weggewesen. Umsichtig, vorausschauend, aufmerksam. Kopf der Dreierkette, Chefstratege mit Bärenruhe, Kapitän sowieso. Zudem giftig, zweikampfstark. Wie konnte Glasner nur so lange freiwillig auf ihn verzichten? Musste mit Krämpfen in beiden Waden runter.

Djibril Sow: Bienenfleißig wie immer, trieb auch nach vorne an. Gewann wichtige Duelle, kurz vor der Halbzeitpause störte er den durchgebrochenen Eggestein entscheidend, dessen laschen Schuss hielt Trapp locker.

Ganz okay

Rafael Borré: Machte viele Bälle fest. Technisch stark, ließ sich immer wieder fallen, nahm aktiv am Spiel teil. Aber so richtig torgefährlich war er nicht. Darf ein Stürmer aber ruhig mal sein.

Almamy Touré: Erstes Spiel nach langer Verletzungspause, machte es als rechter Innenverteidiger sehr ordentlich; konzentriert, flink, spitzelte so manchen Ball weg. Vielleicht doch die bessere Position als die des rechten Verteidigers, die er bei Glasner-Vorgänger Hütter immer bekleiden musste. Darauf lässt sich aufbauen.

Kevin Trapp: Musste in den letzten Tagen einige Kritik schlucken, steckte das gut weg. Sicher und auf der Höhe, so wie das bei einem Torwart seiner Klasse sein sollte. Wurde aber auch nicht wirklich geprüft. Um ein Haar von einem Böller getroffen. Idioten sterben niemals aus.

Kristijan Jakic: Fegte furchtlos dazwischen, das kennt man mittlerweile. Fußballerisch nicht mehr so auffällig wie zu seiner Anfangszeit, läuft definitiv zu lange mit dem Ball, zu viele Kontakte. Sollte er ändern.

So lala

Timothy Chandler: Heiße Duelle gegen den flinken De Leat, nicht immer erster Sieger. Versuchte aber viel, marschierte und brachte sich am Flügel ein. Zwei gute Hereingaben, eine versemmelte Lammers, bei der anderen auf Kostic stand er selbst zuvor hauchzart im Abseits.

Martin Hinteregger : Fing mit einem satten Spannstoß aus gut 20 Metern gut an, doch seinen Freistoß parierte Royal-Keeper Butez zur Ecke (3.). Anschließend mit einem wunderbaren Diagonalball auf Chandler, doch dann kam der kleine Benson und stellte den großen Hinti vor einige Probleme. Mit dem quirligen Flügelspieler hatte er seine liebe Mühe, musste ihn nicht nur einmal ziehen lassen. Im zweiten Durchgang mit deutlich mehr Adrenalin im Blut unterwegs.

Filip Kostic: Nicht so stark wie zuletzt, seltsam matt. Wirkte irgendwie nicht zu 100 Prozent fit – oder muss er sich erst wieder an seine neue, alte Rolle gewöhnen? Aber auch mit 80 Prozent noch gefährlicher als viele seiner Kollegen.

Schwächelnd

Daichi Kamada: Überraschend auf der Bank, kam zur zweiten Halbzeit. Da zerfaserte das Eintracht-Spiel aber gerade. Auch der Techniker bekam es nicht mehr in den Griff, kaum zu sehen, selten eingebunden. Verdaddelte eine gute Chance kläglich (80.). Reichte dennoch zum Sieg.

Sam Lammers: Beteiligte sich anfangs oft am Spiel, wirkte nicht mehr wie ein Fremdkörper. Zeigte, dass er tatsächlich eine manierliche Technik hat. Aber zu verspielt, auch ihm fehlt die Kaltschnäuzigkeit, kein gnadenloser Torjäger. Einmal schön von Chandler freigespielt, da trat er ein Luftloch (8.). Geht besser. Baute im zweiten Abschnitt bedenklich ab, verstolperte fast alle Bälle. So reicht es nicht.

Ajdin Hrustic: Erhielt den Vorzug vor Kamada – und rechtfertigte das Vertrauen in keiner Weise. Brachte kaum einen Ball zum eigenen Mann, Ballverluste ohne Ende. Erschreckend schwach. In der Pause zu Recht ausgetauscht.

Zu spät gekommen

Stefan Ilsanker, Tuta. (dur/kil)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare