1. Startseite
  2. Eintracht

Souveräne Eintracht-Frauen

Erstellt:

Von: Katja Sturm

Kommentare

Lara Prasnikar trifft um 1:0.
Lara Prasnikar trifft um 1:0. © IMAGO/Hartenfelser

Erste Hürde in der Qualifikation zur Champions League genommen.

Die Bundesliga-Fußballerinnen von Eintracht Frankfurt dürfen weiter von der Champions League träumen. Den nächsten wichtigen Schritt in Richtung Königsklasse ist die Mannschaft von Cheftrainer Niko Arnautis nach ihrem dritten Tabellenplatz in der nationalen Klasse am Donnerstagabend gegangen. Beim Miniturnier im dänischen Hjørring, der ersten Qualifikationsrunde für den Wettbewerb auf europäischem Parkett, setzten sich die Hessinnen mit 2:0 (2:0) gegen die gastgebende Fortuna durch.

Am Sonntag (13 Uhr) treffen die Adlerträgerinnen nun im Finale auf Ajax Amsterdam, das sich zuvor mit 3:1 (0:1) gegen den schwedischen Vertreter Kristianstad durchgesetzt hatte. Nur der Sieger dieses Endspiels zieht in die nächste Runde ein. „Es ist schon ein sehr cooles Gefühl, das erste Spiel im Adler-Trikot in der Champions League gewonnen zu haben und jetzt im Finale gegen Ajax zu stehen“, kommentierte Eintracht-Sportdirektor Siegfried Dietrich. „Eine Premiere, die Hunger auf mehr macht.“ Dietrich zeigte sich optimistisch, „dass wir mit unserer Qualität gegen die Holländerinnen nachlegen können“.

Vor nur knapp 200 Zuschauenden in der fremden Arena dominierten die Gäste von Beginn an die Partie, in der Eintracht-Torfrau Cara Bösl ihren ersten ganz großen Auftritt zwischen den Pfosten hatte. Doch viel zu tun gab es für die Rüsselsheimerin erst mal nicht, und später sollte sie sich als guter Rückhalt erweisen. Auf der anderen Seite häuften sich von Anfang an die Möglichkeiten. Die Gastgeberinnen fanden kaum ins Spiel. In der 15. Minute ermöglichte ein Abwehrfehler von Torfrau Adelaide Gay Lara Prasnikar per Volley den Führungstreffer. Nur drei Minuten später traf ein langer Schuss der Europameisterschaftszweiten Sara Doorsoun den Kopf von Hjørrings Verteidigerin Maria Fizcay, und ohne dass diese noch reagieren konnte, flog der Ball von dort aus erneut in den Kasten der Däninnen. In der Folge behielt die SGE zwar die Oberhand im Spiel, doch es ging nach und nach etwas lebhafter zu, und die Kontrahentinnen übten mehr und mehr Druck aus. „Trotzdem haben wir verdient gewonnen“, sagte Arnautis.

Der Jubel bei den Eintracht-Spielerinnen und ihrem Anhang war entsprechend groß. „Es war nicht einfach, dass gleich das erste Spiel nach der Sommerpause so ein wichtiges war“, sagte Prasnikar. „Wir waren am Anfang ein bisschen nervös, aber auch sehr präsent und aggressiv.“ So habe sich das Team viele Torchancen herausspielen können, und ihr Treffer sei schließlich reingegangen. „Das erste Saisontor ist nie leicht“, fügte die Slowenin hinzu. Danach könnten weitere folgen. „Es ist eigentlich egal, wer den ersten Treffer erzielt. Aber ich bin froh, dass er mir gelungen ist.“ Aus Frankfurt waren einige Fans mit in den Norden gereist, was die Spielerinnen überraschte. „Sie haben uns gepusht und waren das ganze Spiel über laut“, sagte Eintracht-Kapitänin Tanja Pawollek. Das habe dazu geführt, noch das eine oder andere Prozent mehr zu geben, das nötig sei, um einen Erfolg zu feiern.

Auch interessant

Kommentare