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So läuft es bei den Leih-Spielern von Eintracht Frankfurt

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Von: Niklas Kirk

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Hannover 96 - Jahn Regensburg
Antonio Foti beim Jubeln mit seinem hannoverschen Teamkollegen Nicolo Tresoldi. © Swen Pförtner/dpa

Mehrere Leihgeschäfte tätigte Eintracht Frankfurt, um hoffnungsvollen Talenten zu Bundesligareife zu verhelfen. Eine Bilanz zur Winterpause.

Frankfurt – Wer in jüngster Vergangenheit an hoffnungsvolle Talente bei Eintracht Frankfurt dachte, dem kommt wohl unweigerlich Jens Petter Hauge in den Sinn. Zunächst auf Leihbasis von Milan an den Main gewechselt, griff die Kaufoption, die der Eintracht mit rund 12 Millionen Euro teuer zu stehen kam. Denn die Hoffnungen wurden insofern nicht erfüllt, als das Hauge zu Saisonbeginn für seine persönliche Weiterentwicklung an den belgischen Erstligisten KAA Gent verliehen wurde.

Seinem Beispiel folgten mehrere Spieler, die Sportvorstand Markus Krösche nun also zeitweilig ins In- und Ausland transferierte. Grund genug, einen Blick darauf zu werfen, bei welchem Akteur die gewünschten Fortschritte zu beobachten sind.

Leihspieler von Eintracht Frankfurt - Sturmtalent Akman noch ohne Saisontor

Jens Petter Hauge (16 Pflichtspieleinsätze/ 0 Tore/ 4 Vorlagen): Der eingangs erwähnte Norweger darf sich in dieser Saison in der höchsten belgischen Spielklasse und der Conference League beweisen. Leider avancierte er auch hier bisher noch nicht zu dem Spieler, der in der Offensive den Unterschied ausmacht. Besonders ernüchternd ist die Resonanz in der Liga. In 13 möglichen Partien kam er nur acht Mal zum Einsatz, dabei nie über 90 Minuten. Einzelne Lichtblicke bilden fünf Einsätze in der Conference League, bei denen er mit zwei Vorlagen an zwei Siegen beteiligt war. Im Pokal Anfang November durfte er gegen einen Drittligisten über 90 Minuten ran und steuerte zwei Assists bei.

Ali Akman (9 Pflichtspieleinsätze/ 0 Tore/ 0 Vorlagen): Der als Sturmtalente gehandelte Akman – von Bursaspor einst zu Eintracht Frankfurt gewechselt – befindet sich aktuell bereits bei seiner zweiten Leihstation. Nach einem Intermezzo im niederländischen Nimwegen heißt sein Alltag nun wieder Türkei, allerdings in der zweiten Spielklasse und das mit mäßigem Erfolg. So gelang ihm für Göztepe in neun Pflichtspielen nicht ein einziger Treffer. Zudem bremste ihn Ende August eine Verletzung für rund vier Wochen aus.

Leihspieler von Eintracht Frankfurt - unterschiedliche Ausgangslagen in Liga 2

Antonio Foti (7 Pflichtspieleinsätze / 2 Tore/ 1 Vorlage): Als Jugendlicher zu Eintracht Frankfurt gekommen, wurde er nach seinem Aufstieg aus der U19 für zwei Spielzeiten nach Hannover verliehen. Hat beim Zweitligisten durch die gehegten Ambitionen mit starker Konkurrenz in der Zentrale zu kämpfen. Dennoch wurde der 19-Jährige zumindest in fünf Zweitligapartien eingesetzt und sicherte sich mit einem Tor und einer Vorlage seine ersten Torbeteiligungen im Profi-Fußball. Darüber hinaus wurde er sowohl in die Liga als auch im Pokal stets für den Kader berücksichtigt. Durch die Dauer der Leihe bis 2024 bleibt noch Spielraum in der Entwicklung auf gutem Zweitliga-Niveau.

Ragnar Ache (18 Pflichtspieleinsätze/ 2 Tore / 2 Vorlagen): Der gebürtige Frankfurter findet sich ebenso in Deutschlands zweithöchster Spielklasse bei der SpVgg Fürth wieder. Kann von sich behaupten, dort einen Platz gefunden zu haben, denn in 17 Hinrundenspielen lief er 13-mal von Beginn an auf. Das große Manko: stets als Mittelstürmer aufgestellt, gelangen ihm bisher lediglich zwei Treffer. Er reiht sich somit in die verhaltene Offensiv-Bilanz des Bundesliga-Absteigers ein, dem in 17 Partien lediglich 22 Treffen gelang. Zumindest gab es zuletzt einen sportlichen Aufwärtstrend für die Mannschaft um Ex-Adler Hrgota. Und bisher wird weiterhin auf Ache gesetzt.

Leihspieler von Eintracht Frankfurt - Formkrise beim „unbekannten“ Stürmer

Igor Matanovic (17 Pflichtspieleinsätze/ 0 Tore/ 3 Vorlagen): Und noch ein Stürmer und wieder in Liga 2 - diesmal beim FC St. Pauli, dem Ausbildungsverein von Matanovic. Die Besonderheit hier ran ist, dass Matanovic noch nicht eine Minute bei Eintracht Frankfurt zum Einsatz kam. Denn nachdem sich Eintracht Frankfurt seine Dienste gesichert hatte, verliehen sie ihn direkt zurück in seine Heimatstadt. Auch bei ihm spricht die nicht-vorhandene Torausbeute leider für sich. Stärkte man ihm zur Mitte der Saison noch öffentlich den Rücken, wurde er in den letzten fünf Partien kaum mehr berücksichtigt. Zweimal blieb er sogar ganz ohne Einsatz. Spannend wird zu beobachten sein, welche Perspektive sich dem 19-Jährigen bieten werden, sollte die aktuelle Leihe wie geplant beendet werden und Matanovic an den Main kommen.

Andere Neuzugänge haben indes in kürzester Zeit ihre Wichtigkeit für den Champions-League Teilnehmer unterstrichen. So schwärmt auch Sturm-Legende Jan Aage Fjörtoft von Randal Kolo Munai.

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