Mal wieder erfolgreich: André Silva mit dem 1:0. Foto: afp
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Mal wieder erfolgreich: André Silva mit dem 1:0. Foto: afp

Abraham top, Ilsanker flop

Sieg gegen Schalke: Die Eintracht-Spieler in der Einzelkritik

  • Ingo Durstewitz
    vonIngo Durstewitz
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  • Daniel Schmitt
    Daniel Schmitt
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Abraham rettet hinten und trifft vorne, Kamada zaubert und verballert, Ilsanker begeht zwei Fehler kurz hintereinander. Die Spieler von Eintracht Frankfurt in der Einzelkritik.

Gut dabei

David Abraham:Der Verteidiger war lange Zeit mit seinen Defensivaufgaben derart unterfordert, dass er mehrfach mit nach vorne eilte. Erst schlug er Flanken von der gegnerischen Grundlinie – ungewöhnlich. Dann köpfte er das 2:0 – noch ungewöhnlicher. Erst Abrahams fünftes Tor im 170. Bundesligaeinsatz. Sicherte dann mit einer Kopfballabwehr auf der eigenen Torlinie den Sieg (75.).

Daichi Kamada:Dreh- und Angelpunkt des Offensivspiels, hatte in der ersten Hälfte eine hundertprozentige Passquote in des Gegners Hälfte. Schoss dazu reihenweise auf den Kasten und bereitete das 1:0 von Silva vor (28.). Zwei Markel aber gab es: Zum einen bolzte er den Ball nach einem Pfiff einfach weg und sah seine fünfte Gelbe der Saison, zum anderen drosch er die Kugel aus fünf Metern mal eben fünf Meter über den Kasten (68.).

Filip Kostic:Setzte sich auf links ständig gegen zwei Schalker durch. Gewann vor dem 1:0 den Ball und haute diesen vor dem 2:0 per Freistoß auf den Kopf von Abraham. Klarer Aufwärtstrend.

Makoto Hasebe:Wenn Schalke mal nach vorne kam, dann war spätestens beim Libero Schluss. Später ins defensive Mittelfeld beordert, um dort für mehr Ballsicherheit zu sorgen. Funktionierte.

Ganz okay

Kevin Trapp:Beim Gegentor überköpft, blöd. Kurz drauf verhinderte der Keeper mit einer Brustparade den Ausgleich (75.), stark und wichtig.

André Silva:Das 1:0 war sein siebtes Bundesligator nach dem Re-Start, top. Ein Flop war dagegen die verpasste Chance elf Minuten vor dem Abpfiff. Schoss die Kugel unbedrängt und leichtfertig daneben. Bekam dafür einen Rüffel von Coach Hütter.

Sebastian Rode:Gab dem Spiel Struktur, bot sich mal ganz hinten an, um kurz drauf vorne aufzutauchen. Das erforderte viel Laufarbeit, weshalb ihm im Verlauf des Spiels die Körner ausgingen.

Danny da Costa:Verpasste einmal den Abschluss (16.), brach ansonsten häufig bis zur Grundlinie durch. Auf rechts ein passendes Gegengewicht zu Kostic auf der anderen Flanke.

Evan Ndicka:Wieder anstelle von Hinteregger hinten links aufgeboten, wieder mit einer souveränen Vorstellung.

So lala

Dominik Kohr:Rackerte in der Rückwärtsbewegung und stieß zudem ständig in den gegnerischen Strafraum hinein. Ein gefährlicher Abschluss blieb ihm verwehrt. Die Kraft ging ihm aus.

Schwächelnd

Stefan Ilsanker:War fürs Abräumen vor der Abwehr zuständig, dabei kaum gefordert, bis er vor dem 1:2 erst ein unnötiges Foul beging und dann Torschütze McKennie entwischen ließ. Danach von der Rolle und ausgewechselt.

Zu spät gekommen

M. Hinteregger, D. Sow, M. Gacinovic, B. Dost, T. Chandler. (dani/dur)

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