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Alles muss sitzen am Donnerstag, bei Eintracht Frankfurt und Manager Bruno Hübner.

Manager Hübner

„Donnerstag ist Eintracht-Tag“

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Der Frankfurter Sportdirektor spricht wieder und tut das über: das spezielle Europapokal-Flair, kränkelnde Stürmer und ganz viele Zweitstimmen für den Verein.

  • Eintracht-Manager Bruno Hübner spricht über alte und neue Gegner
  • Warum das Spiel gegen Salzburg ganz anders wird als das beim BVB
  • Wie das Europapokal-Flair Eintracht Frankfurt hilft 

Bruno Hübner tritt wieder vermehrt in die Öffentlichkeit, nachdem sich der Sportdirektor der Frankfurter Eintracht über Monate hinweg rar gemacht hatte. Vor dem eminent wichtigen Europapokalspiel am Donnerstag gegen den FC Salzburg beantwortete der 59-Jährige die Fragen der Medienvertreter und sprach über ...

... den mutlosen Auftritt samt 0:4-Schlappe in Dortmund:Wenn du in Dortmund etwas holen willst, musst du 100 Prozent Leistung abrufen. Das ist der kompletten Mannschaft nicht gelungen. Wir haben das Spiel am Montagmorgen noch mal aufgearbeitet, auch per Videoanalyse, aber damit ist es dann abgehakt. Jetzt ist der Fokus komplett auf Donnerstag gerichtet.

... über die Abhängigkeit von Filip Kostic:Der Gegner versucht ja immer, ihn aus dem Spiel zu nehmen. An einem guten Tag setzt sich Filip trotzdem durch, er braucht aber die Unterstützung der ganzen Mannschaft. Das haben wir in Dortmund nicht geschafft.

Eintracht-Manager Hübner: „Wir hatten viel zu viel Respekt“

... die These, dass zuletzt zu wenig gute Fußballer auf dem Feld standen, um ein Spiel zu dominieren:Das denke ich nicht. Die Jungs können alle Fußball spielen, aber das geht nur, wenn du dich traust. Wenn du dich nur versteckst und Angst vor Fehlern hast, ja, dann kommt so ein Spiel zustande. Wir hatten viel zu viel Respekt. Jeder weiß, dass er so eine Leistung nicht noch einmal abrufen darf.

... die Lehren aus dem hasenfüßigen Auftritt in Dortmund im Hinblick auf das Sechzehntelfinalhinspiel gegen Salzburg:Das Spiel am Donnerstag wird ein ganz anderes, wir spielen zu Hause, da sind wir eine Macht. Und die Europa League ist für uns etwas ganz Besonderes. Wir haben uns in der vergangenen Europa-League-Saison viele Sympathien erspielt, sind bei sehr vielen Menschen der Zweitlieblingsklub geworden, in der Politik würde man sagen: Wir haben viele Zweitstimmen. Die Leute sagen: Donnerstag ist Eintracht-Tag. Aber: Salzburg hat eine richtig gute Mannschaft, die viel Geschwindigkeit hat und gut presst. Wir werden da ein anderes Gesicht zeigen müssen, und das werden wir auch.

... den Verlust von Takumi Minamino (FC Liverpool), Marin Pongracic (VfL Wolfsburg) und Erling Haaland (Borussia Dortmund), die den österreichischen Meister allesamt im Winter verließen:Das ist erst mal eine Schwächung, klar, aber die Salzburger schaffen es stets, solche Abgänge zu kompensieren. Sie können solche Spieler schnell ersetzen, weil eine Philosophie dahintersteckt. Sie haben mit dem FC Liefering einen Verein, der gut zuliefert. In den letzten Jahren sind immer gute Spieler nachgerückt.

Eintracht-Manager Hübner über den Vorteil von Frankfurt im spiel gegen Salzburg

... den späten Start der Salzburger in die Rückrunde, die erst ein Spiel absolviert und zu Hause 2:3 verloren haben:Das ist ein Vorteil für uns, das glaube ich schon. Sie haben sich jetzt zu Hause gegen den LASK schwergetan und nach ewiger Zeit mal wieder verloren. Wir haben hingegen schon sechs Spiele absolviert, das sollte uns helfen. Aber sie werden sich in der Meisterschaft durchsetzen, und die Euro League ist für sie wichtig, da wollen sie sich präsentieren und für Furore sorgen.

... das besondere Europapokal-Flair in Frankfurt:Bei uns ist es ein Zusammenspiel zwischen den Fans und der Mannschaft. Wir werden zu Hause unheimlich nach vorne getrieben, mit dieser Unterstützung bekommen wir die zweite Luft. Die Jungs sind von Anfang an ganz anders im Zweikampf – diese Atmosphäre macht sehr viel aus. Genau daran müssen wir aber arbeiten, denn wir haben zwei Gesichter. Auswärts verkaufen wir uns unter Wert.

... die missliche Situation von Stürmer Bas Dost, der oft krank oder verletzt ist:Bas ist ein Kopfspieler, Kopf und Körper sind eins – und das stimmt halt im Moment nicht. Er hat immer wieder Rückschläge zu verkraften, zuletzt hatte er Magen-Darm, war sogar im Krankenhaus. Wenn du aber rankommen willst, brauchst du Spiele und Training. Wir haben ihn auch am Montagmorgen aus dem Trainingsprogramm genommen, damit wir ihn individuell aufbauen können. Er müsste mal über einen längeren Zeitraum Spiele absolvieren können, dann würde er uns richtig helfen.

Eintracht-Manager Hübner: Dreierkette ist sicher eine Überlegung

... die Entwicklung von Stürmer André Silva:Wenn du jemanden aus einer anderen Liga holst, musst du Geduld haben. Denn in der Bundesliga brauchst du Demut. Du musst in jedem Spiel an 100 Prozent kommen, sonst erleidest du Schiffbruch. Daran müssen sich die Spieler gewöhnen. Die Bundesliga ist mit der Premier League die Top-Liga überhaupt.

... die Option einer Dreierkette:Die Dreierkette bietet sich an, weil Makoto Hasebe, mit einer der besten Fußballer, das brillant spielt. Also ist das sicher eine Überlegung. Aber Hase hat auch im Mittelfeld gut gespielt, er ist ein feiner Fußballer, der uns spielerisch weiterhilft.

Aufgezeichnet von Ingo Durstewitz

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