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SGE-Nachwuchs: Eintracht-Legende mit klarem Statement zur U23

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Von: Isabel Wetzel

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Ex-Eintracht Frankfurt Spieler Alexander Schur bei einem Benefizspiel in Frankfurt 2018.
Ex-Eintracht Frankfurt Spieler Alexander Schur bei einem Benefizspiel in Frankfurt 2018. © Peter Hartenfelser/Imago Images

Der Sprung der Nachwuchstalente in den Profifußball ist bei Eintracht Frankfurt ein Problem. Ex-SGE-Profi Alexander Schur sieht einen Grund dafür in der Abschaffung der U23.

Frankfurt – Die Abmeldung der U23 von Eintracht Frankfurt im Jahr 2014 war „rückblickend betrachtet keine gute Entscheidung“, ist sich Ex-Eintracht-Profi Alexander Schur sicher. Im Interview mit den Medien der VRM erklärt die SGE Legende, dass damals offenbar wirtschaftliche Interessen über den sportlichen standen.

Die zweite Mannschaft von Eintracht Frankfurt kostete den Verein bis zur Abmeldung 2014 als Teil der Nachwuchsarbeit viel Geld. „Hätte sie schon zum Profibereich gehört, hätte sich die Frage der Wirtschaftlichkeit vielleicht gar nicht gestellt“, so Schur. Der ehemalige Profi ist überzeugt davon, dass die U23 jungen Spielern den Übergang aus den Nachwuchsleistungszentren in den Profibereich erleichtern würde.

Eintracht Frankfurt: U23 als Sprungbrett in den Profifußball?

Eintracht Frankfurt argumentierte damals allerdings aus genau demselben Grund gegen eine U23. 2014 hieß es, die Durchlässigkeit der Mannschaft sei zu schlecht, nur selten schaffe ein U23-Spieler den Sprung in die erste Mannschaft. Meistens seien die Nachwuchstalente bereits aus der U19 hochgezogen worden, wenn sie das Potenzial dafür hatten.

Doch Alexander Schur sieht das anders. Die SGE sei ohne die zweite Mannschaft darauf angewiesen, Spieler in niedrigere Klassen oder ins Ausland zu verleihen, damit sie Spielpraxis sammeln können. Zahlreiche Spieler würden dabei sogar ganz an andere Vereine verloren gehen. Ein Grund dafür sind laut Schur vor allem auch die internationalen Ambitionen von Eintracht Frankfurt. Der Verein suche auf der ganzen Welt nach Talenten, um ein hohes Spielniveau zu haben, erklärt der Ex-Profi den VRM-Medien.

„Ein Spieler, der aus der U19 kommt, spielt logischerweise noch nicht auf internationalem Niveau.“

Alexander Schur

Gerade bei Vereinen, die international spielen und internationale Qualität im Kader haben und brauchen, sei es für Jugendspieler besonders schwer sich durchzusetzen.

Nachwuchs bei Eintracht Frankfurt: Comeback für die U23?

Eigene Talente in den Profibereich zu bringen, ist bei Eintracht Frankfurt demnach schon länger ein eher leidiges Thema. Sportvorstand Markus Krösche hat eine Wiedereinführung der zweiten Mannschaft nun wieder in Angriff genommen. Nachdem erste Pläne für ein Comeback der U23 bereits 2020 im Raum gestanden hatten, ist die Wiedereinführung nun das große Ziel für den Sommer 2022.

Es liefen bereits Gespräche mit dem Hessenligisten SC Hessen Dreieich, mit dem auch eine Partnerschaft denkbar wäre, und dem Hessischen Fußballverband. Wie und in welcher Klasse die neue Reservemannschaft von Eintracht Frankfurt – die mehr den Charakter einer U21, statt einer U23 haben soll – ab der kommenden Saison antreten wird, ist allerdings noch nicht klar. (iwe)

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