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Maccabi-Chef fordert von Eintracht Frankfurt klares Handeln nach Hitlergruß

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Von: Johannes Skiba

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Die Aufarbeitung der Vorkommnisse rund um die Champions-League Partie von Eintracht Frankfurt in Marseille ist im vollen Gange.

Frankfurt – Die Länderspielpause gab den Verantwortlichen von Eintracht Frankfurt eine Möglichkeit, die Vorfälle von Marseille einzuordnen und über mögliche Folgen nachzudenken. Eine Entscheidung über das weitere Vorgehen mit den Fans, die im Marseiller Stade Velodrome den Hitlergruß gezeigt hatten, ist dabei noch nicht gefallen. Nun hat sich der Präsident von Makkabi Deutschland Alon Meyer in der Bild geäußert und fordert eine unmissverständliche Reaktion der SGE: „Da muss klare Kante gezeigt werden. Es kommt nicht auf den ein oder anderen Tag mehr an. Solange die richtigen Konsequenzen kommen!“

Der bekennende Fan von Eintracht Frankfurt bezog deutlich Stellung: „Rechte Gesinnung und Ansichten haben in keinem Stadion dieser Welt etwas verloren, schon gar nicht bei uns!“ Die Fan-Szene der SGE engagiert sich seit Jahren intensiv gegen jede Art der Diskriminierung. Die Bilder des Hitlergrußes prägen sich jedoch ein und haben weitreichende Folgen, wie Meyer ergänzt: „So Einzeltäter treten die Arbeit von Tausend anderen Fans, die sich gegen rechts stark machen, mit Füßen!“

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Alon Meyer - Präsident von Makkabi Deutschland © Hartenfelser/imago

SGE: Hellmann mit Statement zum Vorgehen nach Hitlergruß

Auf der Mitgliederversammlung von Eintracht Frankfurt, an der übrigens auch das Trainerteam um Oliver Glasner und ein paar Spieler um Kapitän Sebastian Rode teilnahmen, kündigte Vorstandssprecher Axel Hellmann eine entsprechende Bestrafung der Fans, die den Hitlergruß zeigten, an und positionierte die SGE: „Dass wir solche Leute nicht haben wollen, ist doch ganz klar.“

Darüber hinaus wandte sich Hellmann auch an einige andere Anhänger:innen von Eintracht Frankfurt, die im Stadion von Marseille inakzeptables Verhalten zeigten: „Ich möchte nicht, dass aus einem Eintracht-Block in einen anderen Block auf Menschen geschossen wird“, und fügte hinzu: „Muss es erst einen Toten geben, damit es zu einer Umkehr kommt?“

Champions-League: SGE kommt mit blauem Auge davon

Nach den Vorfällen in Marseille erwarteten viele Fans und sicher auch einige Verantwortliche von Eintracht Frankfurt, eine harte Bestrafung seitens der UEFA. Tatsächlich kam es auch zur Bestrafung wegen der Hitlergrüße der zwei SGE-Fans. Zum einen darf Eintracht Frankfurt für eine Auswärtspartie keine Tickets verkaufen. Zum anderen muss für ein Spiel im heimischen Deutsche Bank Park eine Teilsperrung von 1.000 Plätzen erfolgen. Da die Strafen allerdings zur Bewährung ausgesetzt sind, haben die Urteile aktuell keine praktischen Folgen – zumindest so lange sich alle Beteiligten an die Spielregeln halten. (jsk)

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