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Seppl Rode: „Finaleinzug ist das Phänomenalste meiner Karriere“

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Von: Thomas Kilchenstein

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Ein Bussi für den Hessebub: Seppl Rode. Foto: dpa
Ein Bussi für den Hessebub: Seppl Rode. © dpa

Für den Eintracht-Kapitän erfüllt sich ein fast schon geplatzter Traum. Es soll die Krönung seiner Laufbahnm werden.

Franlfurt - Manchmal, in einer stillen Stunde, muss sich selbst Seppl Rode kneifen. Ist das alles wahr? Da steht er, mit 31 Jahren und lädierten Knien, tatsächlich in einem Europa-League-Finale? „Es gab Momente“, sagt der defensive Mittelfeldspieler wenige Tage vor Sevilla ernst, „da war ich ganz weit weg von einem Europa League-Finale.“ Und jetzt wird er gefragt, ob er womöglich als Schütze in einem etwaigen Elfmeterschießen zur Verfügung stünde.

Er lacht dann sein knappes Sebastian-Rode-Lachen. Elfmeterschießen, das würde ja bedeuten, dass er bis zur 120. Minute auf dem Platz gestanden haben müsste. Eher unwahrscheinlich eingedenk seiner Verletzungshistorie. Schon jetzt wird der Seppl sehr dosiert in die Wettkämpfe geschickt, häufig hat er bei seinen 26 Pflichtspieleinsätzen nicht über die volle Distanz spielen können, in dieser Saison einmal, beim Hinspiel in London gegen West Ham. Ansonsten musste er vorher runter, es ist großen Wert darauf gelegt worden, Sebastian Rode nicht zu überlasten.

Sebastian Rode führt Eintracht Frankfurt im Finale als Kapitän auf den Rasen

Das hat bislang gut geklappt. Rode ist fit, hat mit seinen strategischen Fähigkeiten der Mannschaft gerade in den entscheidenden Spielen viel Stabilität verliehen. Und jetzt führt er Eintracht Frankfurt als Kapitän im Finale auf den Rasen, „voller Stolz und Vorfreude“.

Auch bei ihm, dem Routinier, 32 Europa League-Partien, zwölf Champions League-Spiele, bald 200-mal Bundesliga, kribbelt es, er spürt die Nervosität, „ganz normal“, findet er. Und will doch als erfahrener Spieler den anderen vor dieser einmaligen Aufgabe helfen, es gehe darum, „kühlen Kopf zu bewahren, Zuversicht auszustrahlen“, sagt er. Dabei ist auch für ihn „diese Europapokal-Reise das Phänomenalste in meiner Karriere“.

Der Finaleinzug sei höher anzusiedeln als alles, was er bislang erreicht habe, und Rode hat mit Bayern München und Borussia Dortmund einiges erlebt. Aber jetzt ist es ja sein Team, seine Heimat, für die er sein Herzblut gibt. „Für mich als Hessebub wäre es einmalig, den Pokal hochzurecken.“ Nun denn. (Thomas Kilchenstein)

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