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Eintracht-Präsident Fischer im ZDF-Sportstudio: Wortgewaltig und meinungsstark

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Von: Thomas Kilchenstein

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Rote Sneakers, null Treffer: Peter Fischer im Sportstudio.
Rote Sneakers, null Treffer: Peter Fischer im Sportstudio. © IMAGO/Martin Hoffmann

Eintracht-Präsident Peter Fischer ist zu Gast im ZDF-Sportstudio und findet klare Worte: Über den Krieg, den FC Chelsea und seine erneute Präsidentschaftskandidatur.

Frankfurt – Natürlich trug der Präsident auch im Fernsehen rote Sneakers, tut er ja auch sonst zu allen Gelegenheiten, und bestimmt nicht nur, um an der Torwand einen besseren Eindruck zu hinterlassen. Peter Fischer, der Präsident von Eintracht Frankfurt, ist ja ein viel besserer Redner als Fußballer, er ist sogar ein besserer Basketballer, und dann hatte er noch zu kämpfen mit den Nachwehen eines Sturzes im Januar. Fuß gebrochen, er hinkte ins ZDF-Sportstudio, aber hey: Vor der Torwand drückt sich ein Peter Fischer nicht, ein Peter Fischer doch nicht, egal wie es ausgeht (null Treffer).

Es war dennoch wieder ein echter Peter-Fischer-Auftritt, wortgewaltig, klare Kante, meinungsstark, ohne Blatt vor dem Mund, geradeheraus. Den Präsidenten Russlands, Wladimir Putin, nannte er, der jüngst mit der Buber-Rosenzweig-Medaille für das Eintreten gegen Rassismus und Antisemitismus ausgezeichnet wurde, erst „einen „verrückten Massenmörder“, dann einen „asozialen, vollkommenen Psychopathen“, wer „weiß, was der noch in der Schachtel hat“. Über die eigentlich „ausgesprochen sympathischen“ Vertreter des FC Barcelona wunderte er sich, weil sie sich erst über die Rasenqualität in Frankfurt mokiert hatten und dann über so viele, fast 30 000 Frankfurter Fans in Camp Nou. „Spanier können schlecht rechnen“. 15 000 Fans bei Auswärtsfahrten seien „mittlerweile Normalität“.

Eintracht-Präsident Fischer beim ZDF: Er will erneut für das Präsidentschaftsamt kandidieren

So viele werden es beim nächsten Gegner in London nicht sein, auf der Insel achte man sehr darauf, dass nur das zugeteilte Gästekontingent genutzt werden darf. Ein Verfahren, das Fischer verurteilte. Man habe „ganz schlechte Erfahrungen“ mit dem FC Chelsea gemacht, sie hätten alle, die außerhalb des Gästeblocks auch nur eine „Eintracht-Krawatte“ getragen hätten, rigoros aus dem Stadion „geschmissen“. Ähnlich, habe er gehört, wolle West Ham United verfahren. Er nannte diese Drohung den „größten Dreck“, er schäme sich für den Fußball. Sollen sie doch ihre internationalen Spiele „zwischen Alaska und dem Nordmeer austragen“, hieß es bereits aus Fankreisen, sagte der 66-Jährige. Sorge, dass es in London Auseinandersetzung zwischen rivalisierenden Lagern geben werde, habe er nicht. „Wir wissen, wie hart der englische Fußball und die Hooligans sind. Aber unsere Jungs bleiben auch stehen und werden nicht weglaufen.“

Er selbst wird nach 23 Jahren erneut für das Präsidentschaftsamt kandidieren, er fühle sich noch fit. Die Eintracht, dessen Gesicht er ist, sei „meine Familie, mein Leben seit 23 Jahren“. Und dass er gewählt wird, ist so sicher wie das Amen in der Kirche. (kil)

Für Ärger bei einigen Fans sorgte Fischer, nachdem er klare Worte zur Corona-Impfung fand: „Wer nicht geimpft ist, gehört nicht dazu!“

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