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Hadern mit dem Schiri: Alexander Madlung in Mainz.

Alexander Madlung

Seine Spuren im Gras

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In Mainz hat Alexander Madlung mal wieder gespielt. Aber eine große Zukunft dürfte der Stopper bei der Eintracht nicht haben. Der Hüne hat in Frankfurt seine Schuldigkeit getan.

Es gibt nicht so furchtbar viele Menschen, die nach diesem Ellenbogenschlag von Carlos Zambrano gegen den Mainzer Pablo de Blasis noch auf Nachsicht mit dem Frankfurter Abwehrspieler gehofft hatten. Selbst Mitspieler Marco Russ empfand die Gelb-Rote Karte als gerechtfertigt. Alexander Madlung, der Hüne, sah das anders. Mit ein wenig „Fingerspitzengefühl“ hätte Felix Brych auf die Hinausstellung verzichten können. „Das war nicht mehr nötig. Da muss man als Schiri auch mal die Eier haben, nicht Gelb-Rot zu zeigen.“

Nun war es so, dass Madlung an diesem Nachmittag in Mainz den Unparteiischen auch nicht unbedingt zu einem Glas Rotwein in den benachbarten „Hasekaste“ eingeladen hätte. Der Innenverteidiger lag das gesamte Spiel über im Clinch mit dem Referee, lamentierte, schimpfte und rieb sich auf. Seine Leistung war dennoch ordentlich, er war noch einer der besseren Frankfurter.

Andersons Status nicht mehr gefestigt

Dass Madlung in Mainz spielen durfte, war überraschend. Zum einen, weil er bei Trainer Thomas Schaaf nicht unbedingt zu den Spielern zählt, die in Dauerrotation auf dem Platz stehen. Und zum anderen, weil sich Bamba Anderson nach seiner Krankheit zurückgemeldet hatte. Doch der Brasilianer, als einer der wenigen wirklich schnell, musste auf die Bank. Andersons Status scheint nicht mehr so gefestigt, er saß auch schon gegen Wolfsburg draußen, nachdem er in der Hinrunde fast alles Spiele machte und gesetzt war. Erst im Winter wurde sein Vertrag verlängert.

Davon ist Madlung weit entfernt. Seine Zeit in Frankfurt neigt sich dem Ende entgegen. Er wird im Sommer 33 Jahre alt, die Eintracht will einen jungen Verteidiger holen. Das macht Sinn. Doch Madlung, ein rustikaler Verteidiger alter Schule, hat seine Schuldigkeit getan – gerade in der Rückrunde der letzten Saison. Er hat Spuren hinterlassen, war ein Stabilisator im Abstiegskampf. Und er hat Tore gemacht, schon vier, zwei in der letzten, zwei in dieser Runde. Das hat er Anderson und Carlos Zambrano um Längen voraus. Ihre Gesamtbilanz in 160 Spielen für die Eintracht: ein kümmerliches Tor.

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