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Immer dicht dran: Sebastian Rode (links) verfolgt Djibril Sow.

Eintracht Frankfurt

Sebastian Rode: „Wir müssen optimistisch bleiben“

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Eintracht-Profi Sebastian Rode über ein „unglaubliches“ Jahr 2019, sein körperliches Befinden und die aktuell schwierige Phase.

Ziemlich genau vor einem Jahr strahlte Sebastian Rode in Florida mit der Sonne um die Wette. Das Grinsen war aus dem Gesicht des Fußballers kaum zu vertreiben. Warum nicht? Weil Sebastian Rode endlich wieder das machen konnte, was er so liebt: Fußballspielen. Eineinhalb Jahre lang hatte der Südhesse wegen verschiedener Verletzungen in Diensten von Borussia Dortmund kein Bein vor das andere bekommen, ständig musste er in der Reha an seinem Körper schuften oder - noch schlimmer - sich einfach nur daheim auf dem Sofa von den Blessuren erholen. Vor einem Jahr also endete diese Leidenszeit endlich, Rode war gerade vom BVB für die bevorstehende Rückrunde an Eintracht Frankfurt verliehen worden und erlebte beim Bundesligisten vom Main in der Folge elf erfolgreiche Monate. Nun, bei der Rückkehr in die USA zum Trainingslager in Bradenton und Clearwater, sprach der 29-Jährige und mittlerweile von der Eintracht fest verpflichtete Rode über ...

... das zurückliegenden Jahr 2019:Es war ein unglaubliches Jahr für mich. Insbesondere natürlich die Rückrunde der Vorsaison mit den vielen Höhepunkten, später dann natürlich noch der 5:1-Sieg gegen die Bayern, das waren absolute Highlights. Auch wenn der Ausgang des Jahres natürlich ernüchternd war.

... die Trainingsbedingungen in Florida:Es sind top Bedingungen hier, gerade die Sonne ist Balsam für die Seele.

... die Trainingsschwerpunkte in der verhältnismäßig kurzen Vorbereitung:Konditionell müssen wir in dieser kurzen Pause nicht ganz so viel machen, es geht eher darum, Kräfte zu sammeln für die anstehende Rückrunde.

... die sportliche Krise zum Ausklang des vergangenen Jahres:Ganz raus aus den Köpfen sind die Ergebnisse und Niederlagen noch nicht, aber wir sind guten Mutes für die Rückrunde und ich glaube, wir werden gegen Hoffenheim in zwei Wochen ein gutes Eintracht-Team auf dem Platz sehen.

... das Taktiktraining der Viererkette:Wir haben im vergangenen Jahr fast nur im 3-5-2-System gespielt. Jetzt mal andere Sachen einzustudieren, wenn ausreichend Zeit dafür vorhanden ist, ist enorm wichtig. Es geht darum, dass wir flexibel sind, festlegen will ich mich auf ein System aber nicht.

... die Arbeit von Trainer Adi Hütter, der während der Einheiten häufig unterbricht:Das ist ungemein wichtig, er erklärt, wo wir in den verschiedenen Systemen stehen müssen und wie wir einen besseren Spielaufbau hinbekommen. Man sieht, dass es auch bei einer Bundesligamannschaft wichtig ist, zu unterbrechen und uns etwas an die Hand zu geben.

... seine eigenen Leistungen in der Hinrunde:Ich habe in der Rückrunde der vergangenen Saison viel gespielt nach meiner eineinhalbjährigen Verletzungspause zuvor, dann habe ich mir beim FC Chelsea ja auch noch den Knorpelschaden zugezogen, und nach der Rückkehr ging es auch im Sommer wieder von null auf hundert. Aber jetzt habe ich mich von den ganzen Tritten erholt, die ich gerade am Ende der Runde noch abbekommen habe.

... die Stimmung innerhalb der Mannschaft:Es ist wichtig, dass die Stimmung positiv bleibt, dass wir optimistisch bleiben. Wir sind nicht Bayern München, bei denen man sagen kann, dass man jedes Spiel gewinnt. Solche Phasen wie unsere jetzige kommen einfach vor. Deshalb gehört im Training auch Spaß dazu.

... seinen Spielstil, der die Gegenspieler und ihn selbst nur selten schont:Das ist einfach meine Spielweise, sie hat mich zu dem gemacht, der ich jetzt bin und so muss es auch in Zukunft bleiben.Natürlich tut es dann hin und wieder mal weh, aber das gehört halt im Leistungssport auch mal dazu.

... die Rückkehr der zuletzt erkrankten Daichi Kamada und Martin Hinteregger:Es ist wichtig, dass alle Spieler gesund sind.

... Stürmer Bas Dost, der bisher in den USA einen guten Eindruck macht:Bas ist ein wichtiger Spieler für uns, er ist ungemein positiv und hat eine gute Ausstrahlung auf die anderen Spieler. Es war sehr ärgerlich, dass er so viele Spiele in der Hinrunde verpasst hat, weil er uns sicher das eine oder andere Spiel gewonnen hätte. Umso besser ist es, dass er von seinen Beschwerden befreit ist und uns jetzt helfen kann.

... das happige Januarprogramm gegen Hoffenheim und Leipzig:Wir haben in der Hinrunde gesehen, dass wir gegen die Mannschaft bestehen können. Wir waren auch in Leipzig nicht chancenlos. Aber jeder muss alles reinwerfen, um die Spiele zu gewinnen.

Aufgezeichnet: Daniel Schmitt

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