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Sebastian Rode (m.) dribbelt an seinen alten Teamkollegen Thomas Delanay (l.) und Jadon Sancho vorbei.

Sebastian Rode

Der Durchstarter

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  • Ingo Durstewitz
    Ingo Durstewitz
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Sebastian Rode von Eintracht Frankfurt hat eine alte Rechnung mit Borussia Dortmund beglichen.

Schon die ganze letzte Woche hat Sebastian Rode auf dieses Spiel hingefiebert, er war sogar ein bisschen aufgeregt, immerhin ging es gegen die alten Kollegen aus Dortmund, denen er erst im Januar den Rücken gekehrt hat. Und er ist in dieses Spiel gegangen, sagte er später, „um zu zeigen, dass ich auch ein guter Fußballer bin“. In Dortmund hat er das nicht wirklich unter Beweis stellen können, in den zwei Jahren hat er vielleicht zwei Dutzend Spiele für die Schwarz-Gelben absolvieren können, ansonsten war er verletzt, sehr oft verletzt, praktisch „jede Woche“, wie BVB-Trainer Lucien Favre jetzt sagte.

Tatsächlich hat der 28-Jährige auf sehr eindrucksvolle Weise gezeigt, dass er ein guter Fußballer ist. Er war der beste Frankfurter Feldspieler, lief gemeinsam mit seinem Pendant Gelson Fernandes die meisten Kilometer (12,84 Kilometer), hatte 61-mal den Ball, war vorne und hinten zu finden. Und einmal schoss er sogar aufs Tor, konnte sich da aber nicht zwischen einem Lupfer und einer Flanke entscheiden.

Nein, Sebastian Rode ist für Eintracht Frankfurt bislang ein Gewinn. Seine Galligkeit tut dem Spiel gut, er harmoniert bestens mit dem Sechser Fernandes, was nach Einschätzung des Schweizers einen Grund hat: „Er hat mit Pirmin Schwegler zusammengespielt, ich habe mit Pirmin Schwegler zusammengespielt. Also kann er auch mit mir gut zusammenspielen.“ Pirmin Schwegler, der Schweizer, trug einst das Trikot der Eintracht und bildete mit Rode jahrelang bei den Hessen ein kongeniales Duo.

Rode, der im dritten Spiel die dritte Gelbe Karte sah, hat mittlerweile auch seine konditionellen Defizite aufgearbeitet. Erstmals hielt er 90 Minuten durch, was nach der langer Pause keine Selbstverständlichkeit ist. Dazu wurde er bislang von keiner Verletzung heimgesucht. Und Rode hat sich bei seinen Stationen bei den Bayern und Dortmund spielerisch deutlich verbessert, er setzte mit feinen Pässen in die Spitze eins ums andere Mal auch fußballerisch Glanzpunkte. Und sieht sich noch nicht am Limit. „Luft nach oben ist da“, sagte Rode er. Gelegenheit, es noch besser zu machen, wird er in den nächsten Wochen genug finden, auch ohne Aufregung.

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