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Will am Montag dabei sein: Pirmin Schwegler (l.).

SGE-Kapitän hat Rücken

Schwegler angeschlagen

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Pirmin Schwegler lässt wegen Rückenschmerzen eine Trainingseinheit aus. Der Eintracht-Kapitän gibt gleichwohl Entwarnung für das Spitzenspiel gegen Düsseldorf am Montag.

Pirmin Schwegler lässt wegen Rückenschmerzen eine Trainingseinheit aus. Der Eintracht-Kapitän gibt gleichwohl Entwarnung für das Spitzenspiel gegen Düsseldorf am Montag.

Den einstündigen Waldlauf am Mittwochnachmittag ließ Pirmin Schwegler sausen. Aus gutem Grund. Der Kapitän des um Wiederaufstieg bemühten Zweitligisten Eintracht Frankfurt lag zur gleichen Zeit auf der Massebank im Kabinentrakt des Stadions. Eine Rückenverletzung hat den 24-Jährigen zwischenzeitlich außer Gefecht gesetzt.

Wie schlimm die Blessur ist? „Das weiß man nie so genau“, antwortet Schwegler. „Im Rücken kann immer mal was blockieren.“ Die aufgenommenen Kernspinbilder seien auch nicht wirklich ermutigend gewesen. „Auf den Bildern sieht es schlimm aus“, sagt der Schweizer. Schlimm?

Was sich zunächst einmal besorgniserregend anhört, sei aber in Wahrheit halb so wild. Die Bandscheiben seien glücklicherweise nicht in Mitleidenschaft gezogen, die Wirbel sind dafür ordentlich geprellt. „Am Rücken findet man immer was“, sagt Schwegler, der sich die Verletzung im Auswärtsspiel am zurückliegenden Sonntag bei Eintracht Braunschweig kurz vor Schluss zuzog. „Überflüssigerweise“, wie der Spielführer in Anbetracht des klaren Spielstands von 3:0 anfügt.

Er wird nun medikamentös behandelt, sollten die Beschwerden bis Donnerstag nicht deutlich abgeklungen sein, wird der Rücken mit einer Spritzenkur behandelt.

Das Spitzenspiel am Montag gegen Fortuna Düsseldorf in Frankfurt (20.15 Uhr/live in Sport1) soll definitiv mit Schwegler über die Bühne gehen. „Da habe ich keine Bedenken, da bin ich auf jeden Fall dabei“, betont der Mittelfeldspieler, dessen Formkurve zuletzt wieder deutlich nach oben zeigte.

Besuch von Pröll

Auf eine Einladung von Ottmar Hitzfeld zur Schweizer Nationalmannschaft wartete er dennoch vergeblich. Die Nichtberücksichtigung enttäuschte ihn sehr. „Aber es hatte sich ja angedeutet. Das ist die Folge dessen, dass ich jetzt in der zweiten Liga spiele.“

Für die DFB-Auswahl, die U21, spielte am Dienstag indessen Sebastian Jung oder, besser gesagt, er spielte nicht. Beim 4:1 gegen Zypern saß der Rechtsverteidiger nur auf der Bank, anderntags joggte er mit den Kameraden in Frankfurt schon wieder durch den Stadtwald.

Am Mittwoch staunten die Spieler auch nicht schlecht, als ein alter Bekannter in die Kabine schlenderte: Ex-Torwart Markus Pröll stattete den Kollegen einen Besuch ab, weil der in Köln wohnhafte Schlussmann ohnehin gerade in der Stadt war. Pröll ließ sich in Frankfurt von Osteopathin Annette Dobmeier behandeln.

Pröll, gut in Schuss und gut drauf, ist seit dem Ende der vergangenen Saison vereinslos, zuletzt saß er beim griechischen Erstligisten Panionios Athen auf der Bank, er hatte auch schlicht keine Lust mehr auf den Klub. Zu viel Chaos, „zu viel Gewalt rund um die Spiele“, sagt Pröll. Und sein Gehalt bezog er auch erst mit mehrmonatiger Verzögerung.

Perspektive Spielerberater

Pröll hat die Zeit genutzt, um sich weiterzubilden. Er hat in der Zwischenzeit sein schon zu Frankfurter Zeiten begonnenes Sportmanagement-Studium abgeschlossen, er absolviert zudem eine Zusatzausbildung, die es ihm ermöglicht, in Zukunft auch als Spielerberater arbeiten zu können. Der Modellathlet mit dem unbändigen Ehrgeiz, das ist offensichtlich, plant seine Karriere nach der Profilaufbahn.

Pröll wird in diesem Monat noch 32, er ist zwar im besten Torwartalter, doch er wurde immer wieder von schweren Verletzungen heimgesucht, weshalb er auch seit einem Jahr keinen guten Verein mehr gefunden hat. Auch jetzt war kein passendes Angebot dabei. Pröll scheint sich daher mit dem frühen Karriereende zu beschäftigen. Ob er auf jeden Fall weiterspielen werde, ist er gefragt worden. „Mal abwarten, mal gucken“, antwortete er nur.

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