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Mann mit Spieltrieb: Amin Younes.
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Mann mit Spieltrieb: Amin Younes.

Eintracht Frankfurt

Amin Younes: In der Ruhe liegt die Kraft

  • Thomas Kilchenstein
    VonThomas Kilchenstein
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Eintracht Frankfurt: Amin Younes wird behutsam auf die lange Saison vorbereitet - Eintracht-Trainer Oliver Glasner will kein Risiko eingehen.

Frankfurt - Für Amin Younes gibt es wenig Unangenehmeres als nicht mitspielen zu dürfen, noch dazu, wenn die Kollegen mit klappernden Stollenschuhen den Weg aufs Feld antreten und er aufs Fahrrad steigen muss. Oder Gewichte stemmen. Oder Stabilisationsübungen absolvieren muss, solche Sachen halt. Und kein Ball in Sicht, nirgends. Das tut einem Amin Younes weh, richtig weh, weil er sich doch, trotz aller Professionalität und taktischer Schulung, die Mentalität eines Straßenfußballers bewahrt hat. Und der will immer spielen.

Im Augenblick aber wird der bald 28-Jährige ausgebremst. Seit gut einer Woche hat der feine Fußballer nicht mehr mit der Mannschaft von Eintracht Frankfurt trainiert, er hat das erste Testspiel am vergangenen Samstag verpasst und wird auch das zweite am Samstagnachmittag (16 Uhr/live Eintracht-TV) im Stadion gegen den Zweitligisten SV Sandhausen verpassen. In der nächsten Woche soll er, so heißt es vage, wieder mit dem ganzen Team gemeinsam üben. Die große Frage ist aber: Was hat Amin Younes eigentlich, das ihn hindert, am gemeinschaftlichen Training teilzunehmen?

Amin Younes durchläuft ein spezielles Aufbauprogramm

Der Profi, der noch ein Jahr vom SSC Neapel ausgeliehen ist und danach fest verpflichtet wird, ist nicht verletzt oder angeschlagen, heißt es von offizieller Stelle. Auch eine Schambeinentzündung wird ausgeschlossen, in der vergangenen Runde hat Younes einige Zeit wegen Schmerzen an den Adduktoren aussetzen müssen.

Viel mehr geht es aktuell bei Younes ganz profan um individuelle Trainingssteuerung, und dazu durchläuft der kleine Spielmacher ein spezielles muskulär-gelenkschonendes Aufbauprogramm. Die beiden Athletiktrainer Martin Spohrer und Thomas Pitzke kümmern sich in den Stadion-Katakomben intensiv um den 27-Jährigen. Er soll behutsam aufgebaut werden, weil er in der Vergangenheit immer mal wieder über muskuläre Probleme klagte. Trainer Oliver Glasner, der den Unterschiedsspieler fest eingeplant hat, will deshalb kein Risiko eingehen und nichts überstürzen. Oberstes Ziel ist: Amin Younes zum Saisonstart topfit zu haben, bis dahin ist ja ausreichend Zeit, gut vier Wochen noch.

Um seine muskulären Probleme in den Griff zu bekommen, war Amin Younes zum Ende der vergangenen Saison vor einem Länderspiel-Wochenende gar für ein paar Tage nach Belgien gefahren, um mit seinem persönlichen Reha-Trainer, dem Spezialisten Ibe Vermeulen, an seiner Fitness zu arbeiten. Zu mehr als Kurzeinsätzen reichte es auf der Zielgeraden dennoch nicht mehr, was auch ein bisschen mit dem zwischenzeitlich gestörten Verhältnis zu Ex-Trainer Adi Hütter zu tun hatte. Im Grunde haben ihn die Wehwehchen und die Nichtberücksichtigung für die Frankfurter Startformation um eine mögliche EM-Teilnahme gebracht - und die Eintracht vielleicht um die Champions League.

Sebastian Rode verpasst Eintracht-Test gegen Sandhausen

Das Testspiel am Samstag (17.07.2021) auf dem Nebenplatz der WM-Arena wird von den Leistungsträgern aber nicht nur Younes verpassen. Auch Sebastian Rode und Neuzugang Christopher Lenz stehen Trainer Glasner für den Test gegen den Zweitligisten, der in der Vorbereitung wegen des um zwei Wochen früheren Saisonstarts deutlich weiter sein wird als die Hessen, nicht zur Verfügung. Mittelfeld-Rackerer Rode hat sich am Donnerstag beim Training eine Oberschenkelzerrung zugezogen und muss ein paar Tage kürzer treten. Ohnehin beginnt für Rode die Vorbereitung ein wenig holprig, gleich zu Beginn musste er wegen einer Knieprellung aussetzen. Christopher Lenz ist erkrankt (aber nicht an Corona).

Trotz des Ausfalls der drei erfahrenen Spieler kann Glasner aus einem breiter gewordenen Kader schöpfen: Daichi Kamada und Ajdin Hrustic sind seit einer Woche nach ihrem verlängerten Urlaub im Training und sollten eine Halbzeit zum Einsatz kommen. Auch Evan Ndicka, ebenfalls einer, der in den letzten Tagen vorsichtshalber immer mal wieder aus dem Trainingsbetrieb genommen wurde, ist bereit. Und der neue Offensivmann, der Däne Jesper Lindström, seit Montag unter Vertrag, wird sicherlich seine Minuten im neuen Eintracht-Dress bekommen.

Eintracht Frankfurt testet gegen den SV Sandhausen

Ansonsten dürfte aber auch dieser Test wieder einer ohne größere Erkenntnisse sein, zumal wieder eine Reihe von A-Jugendlichen mitspielen werden. Und in dieser Phase der Saison geben derartige Übungsspiele in der Regel wenig Aufschluss - ohnehin liegt es schon ein knappes Jahr zurück, dass Eintracht Frankfurt mal ein Freundschaftsspiel gewonnen hat, im August des vergangenen Jahres, 2:1 beim PSV Eindhoven. Vier der letzten fünf Testspiele gingen verloren. Aber Ergebnisse sind aktuell ja ohnehin zweitrangig. (Thomas Kilchenstein)

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