1. Startseite
  2. Eintracht

Schlüsselspielum die Königsklasse

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Katja Sturm

Kommentare

Mit Frankfurt auf Kurs Königsklasse: Laura Feiersinger.
Mit Frankfurt auf Kurs Königsklasse: Laura Feiersinger. © Imago

Siegfried Dietrich, Sportchef der Eintracht Frankfurt Frauen, will vor Bundesliga-Partie gegen die TSG Hoffenheim keinen Druck aufbauen.

Es ist das Duell des Vierten gegen den Dritten. Doch als Vorentscheidung im Kampf um ein Champions-League-Ticket sieht Siegfried Dietrich das Aufeinandertreffen der Frankfurter Bundesliga-Fußballerinnen mit der TSG Hoffenheim am Samstag (13 Uhr) im Stadion am Brentanobad nicht. „Es sind noch acht Spiele zu spielen“, sagt der Eintracht-Sportdirektor. Fünf Teams zählten zur Spitzengruppe, die sich um das internationale Geschäft streiten. Um keinen „unnötigen Druck“ aufzubauen, will Dietrich auch nicht darüber reflektieren, welche Vorteile es für die Hessinnen hätte, würden sie den Sprung in die Königsklasse schaffen. „Internationale Präsenz ist für jeden Verein attraktiv“, sagt Dietrich nur allgemein.

Wichtig sei, dass die eigenen Spielerinnen ihre Effektivität verbessern und mehr Tore erzielen. Diesen Mangel konnte die Eintracht bislang nicht dauerhaft beheben, was zu Niederlagen gegen schwächer eingeschätzte Klubs führte. Den Kontakt zu den drei Plätzen für die europäische Ebene halten sie, haben drei Punkte Rückstand auf ihren Wochenendgegner. Doch in diesem Monat warten die Prüfungen gegen München und Wolfsburg. Ein besonderer Auftritt kommt auf Trainer Niko Arnautis zu: Der 41-Jährige steht zum 100. Mal bei einem Bundesligaspiel an der Seitenlinie. Im September 2017 hatte er die Regie beim 1. FFC übernommen, wo er zuvor die U17 und die Zweite Mannschaft betreute.

„Eine bewusste Entscheidung“ sei es damals gewesen, Arnautis für das Erstligateam anzuheuern, sagt Dietrich. „Er hat sich mit der Mannschaft entwickelt, aber auch die Mannschaft entwickelt.“ Der Coach stehe für Kontinuität, die auch im Frauenfußball nicht selbstverständlich ist, und die Philosophie, Talente bis ins Nationalteam zu führen. Zehn Spielerinnen haben ihren Vertrag bereits über den Sommer hinaus verlängert.

Allein die zum VfL Wolfsburg zurückkehrende Nationaltorhüterin Merle Frohms steht bislang als Abgang fest. „Wir werden nächste Saison trotzdem mit einem sehr starken Torfrauen-Trio aufwarten“, versichert Dietrich. Sportlich bewege man sich mit der TSG Hoffenheim auf Augenhöhe. Und wirtschaftlich? „Wir sind wirtschaftlich so ausgestattet, dass wir die Spielerinnen im Boot haben können, die für unseren weiteren Weg wichtig sind.“

Auch interessant

Kommentare